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Bundesligafussball

12. Spieltag – Hoffenheims Siegesserie ist vorerst beendet

Jürgen Klopp@by zappelhans/photobucket

Die Halbzeit rückt immer näher und langsam sortieren sich die Mannschaften in der Tabelle ein. Besonders die Aufsteiger kann man dieses Jahr zu den positiven Überraschungen zählen. Nachdem Köln letzte Woche in Stuttgart siegte, hatten sie diese Woche Hannover zu Gast. Doch in der ersten Phase des Spiels sah es nicht nach einem Sieg der Rheinländer aus. Hannover kontrollierte das Spiel und ging durch einen schönen Treffer von Jan Schlaudraff in Führung. Doch in der 42. Minute war es Geromel, der den Ball wenige Zentimeter über die Linie drückte. Die Entscheidung war kanpp, aber Schiedsrichter Sippel gab den Treffer zurecht. In Folge entwickelte sich eine interessante Partie  mit vielen strittigen Szenen. Die Entscheidung brachte dann Sanou in der 71. Minute mit dem 2:1 für die Kölner. Für Hannover kam es noch dicker, als sich Stajner in der Schlussphase zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ, die ihm die Rote Karte einbrachte.

Auch Wolfsburg zeigt diese Saison eine starke Leistung und siegte auch dieses Mal gegen Cottbus. Dabei taten sich die Niedersachsen aber zuerst sehr schwer und konnten das massive Abwehrbollwerk nur durch einen Elfmeter von Grafite überwinden. Nachdem die Gäste aber durch den Gegentreffer etwas öffnen mussten, gelangen Grafite, dem Mann des Spiels, noch zwei astreine Kontertore zum 3:0 Endstand. In dieser Verfassung werden die Wölfe diese Saison einer der vielen Anwärter auf die internationalen Plätze.

Für die interessieren sich auch der HSV und Dortmund, die ebenfalls aufeinandertrafen. In der ersten Halbzeit dominierte der HSV das Spiel klar und konnten durch den Ex Dortmunder Petric bereits in der 9. Minute in Führung gehen. Olic sorgte dann (33.) für die 2:0 Führung. Doch in der zweiten Halbzeit drehte sich das Blatt. Dortmund wurde stärker und konnte durch Hajnal den 2:1 Anschlusstreffer erzielen. Obwohl sie gegen die Niederlage anrannten, wurden sie nicht für ihre Anstrenungen belohnt. Als Schiedsrichter Drees nur zwei Minuten Nachspielzeit gab (effektive 3min), ließen sich die Dortmunder Spieler inklusive Trainer Klopp dazu hinreißen, sich aucf dem Spielfeld lauthals bei diesem zu beschweren. Das Resultat war eine Rote Karte für Robert Kovac wegen Schiedsrichterbeleidigung und ein Sonderbericht über das Verhalten Jürgen Klopps.

Mit den internationalen Plätzen wenig zu tun haben diese Saison Bielefeld und Mönchengladbach. Beide kämpfen um Plätze in den Nichtabstiegsrängen, wobei Mönchengladbach zuzeit dank des Trainerwechsels und des Neuerstarkens mancher Leistungsträger wie Marko Marin die besseren Karten hat. Dieser war es auch, der mit einer Galavorstellung fast im Alleingang die Bielefelder abschoss. Bereits in der 6. Minute beförderte er den Ball mit einem schönen Freistoß ins gegnerische Tor und in der 80. spielte er zuerst die gegnerische Abwehr in einer Art schwindelig, wie es nur ganz wenige können, um den Ball dann gekonnt (wenn auch möglicherweise nicht ganz beabsichtigt) ins Tor zu spielen. Das große Mittelfeldtalent zeigte weitere Kunststücke, die aber nicht belohnt wurden, aber zeigten, dass dieser Spieler eine große Zukunft hat.

Auch Bremen wird es diese Saison nicht einfach haben, in die CL zu kommen. In Bochum wären für diese Mannschaft eigentlich drei feste Punkte eingeplant. Doch dieses Jahr ist dem nicht so. Das Spiel wurde zwar engagierter angegangen als zuletzt gegen Athen, aber durch mangelnde Chancenverwertung und einem nicht ganz so solide agierenden Schiedsrichter Aytekin, der einen klaren Elfmeter vergab, blieb es am Ende 0:0. Für die Bremer positiv war allerdings, dass sie endlich mal wieder zu null spielten. Ob der Abstiegskandidat Bochum dafür aber der Maßstab sein sollte, bleibt zu bezweifeln.

Leverkusen peilt dieses Jahr die Meisterschaft an, wenn es auch niemand ausspricht. in Karlsruhe sah es nach 24 Minuten auch so aus, als würde Labaddias Elf einen klaren Auswärtssieg einfahren. Helmes, Kiesling und Kadlec hatten je einmal zum zwischenzeitlichen 0:3 getroffen. Wie so oft rächt es sich aber, wenn man sich zu früh zu sicher fühlt. Nach der Pause kamen die Karlsruher mit einer Supermoral und viel Kampfgeist zurück und schafften des Wunder. Da Silvas, Sebastian und Iashvili retteten den einen Punkt gegen nachlässig werdende Leverkusener.

In Frankfurt war es dagegen der Favorit, der zur Aufholjagd blies. Stuttgart lag nach 66. Minuten durch zwei Tore von Liberopoulus mit 2:0 hinten, bis die Schwaben zum Schlussspurt ansetzten. Einmal Lanig in der 77. Minute  und einmal mehr Mario Gomez waren es, die für Stuttgart wenigstens einen Punkt retteten.

Das Sonntagsspiel der Münchner auf Schalke begann mit einem Paukenschlag. Bereits nach 3 Minuten kam Toni nach schöner Vorlage zum 0:1. Keine 2 Minuten später war es dann Rafinha, der Rensing den Ball durch die Beine zum Ausgleich einschob. Die Schalker erwiesen sich danach als etwas stärker, konnten aber nie wirkliche Akzente setzen. Anders der Meister! Einmal mehr war es Ribery, der für den Unterschied sorgte , als er sein eigenes Tor durch gekonntes Dribbling und einem genialen Pass auf den immer präsenten Ze Roberto einleitete. Somit siegten die Münchner zum fünften Mal in Folge und halten den Anschluss an die Tabellenspitze.

Diese wollte Hoffenheim wieder erobern und seine Siegesserie in Berlin fortsetzen. Doch jede Serie hat mal ein Ende. Es war Voronin, der ihr eins setzte, als er in der 70. Minute zum 1:0 Endstand traf. Die Hoffenheimer bemühten sich zwar, konnten aber diesmal nicht das erwartete Feurwerk zünden wie in den Spielen zuvor. Somit verloren sie die Tabellenspitze an Leverkusen, obwohl diese auch nicht gewinnen konnten.

Köln – Hannover (Fr.)     2:1 (1:1)
Wolfsburg – Cottbus (Sa.)     3:0 (1:0)
Bielefeld – M’gladbach     0:2 (0:1)
HSV – Dortmund     2:1 (2:0)
Bochum – Bremen     0:0 (0:0)
KSC – Leverkusen     3:3 (1:3)
Frankfurt – Stuttgart (So.)     2:2 (1:0)
Schalke – Bayern     1:2 (1:2)
Hertha – Hoffenheim     1:0 (0:0)