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Bundesligafussball

17. Spieltag – Hoffenheim ist Herbstmeister

Der letzte Spieltag der Hinrunde stand an und drei Mannschaften hatten die Möglichkeit den unbedeutenden aber symbolträchtigen Titel des Herbstmeisters klarzumachen. Im Freitagsspiel hatte es zunächst BVB mit der anderen Borussia aus Mönchengladbach zu tun. Während die Dortmunder diese Saison wieder an die internationalen Plätze anklopfen, stecken die Fohlen tief im Abstiegskampf. Die Dortmunder hatten einige Probleme die organisierte Abwehr der Gladbacher zu überwinden. Diese kamen im Lauf der Partie zwar auch zu Chancen, hatten aber weit weniger Spielanteile. Es war dann zwei Distanzschüsse von Zidan und Sahin, die die Weichen in Richtung Sieg stellten. Dabei wurde es den Dortmundern bereits in der 38. Minute schwer gemacht, als Hajnal mit einer Gelb-Roten Karte vom Platz flog. Mönchengladbach fand aber nie ein Mittel, um das Spiel zu drehen. Lediglich van den Bergh konnte es in der 80. Minute noch mal etwas spannend machen als er zum 2:1 einnetzte, was dann aber auch das Endergebnis blieb. Somit bleibt Dortmund einen Platz vor dem UEFA Cup, während Gladbach auf dem letzten Platz überwintert.

Auch bei Bochum gegen Köln flogen Spieler vom Platz, allerdings nicht so früh. Zuvor war es eine relativ ausgeglichene Partie, bei der Bochum etwas offensiver aber nicht effektiv genug vorging. Köln dagegen spielte verhalten, nutzte die wenigen Gelegenheiten aber und das selbst in Unterzahl. McKenna köpfte das erste Tor für Köln, in der 58. Minute konnte Dabrowski aber ausgleichen. Obwohl Geromel und Novakovic danach vom Platz flogen, war es Köln, dass in der 87. Minute mit dem Tor von Ishiaku den Schlusspunkte setzte und Köln einen Platz in der Tabellenmitte beschert. Bochum dagegen liegt auf dem 17. Platz und muss sehr um den Klassenerhalt bangen.

Bremen schafft ein versöhnliches Ende nach einer verpatzten ersten Halbserie. Gegen Wolfburg mussten sie zwar bereits nach 3 Minuten durch Gentner den Rückstand hinnehmen, zeigte aber eine gute Moral und drehten das Spiel. In der 27. Minute konnte Mertesacker verdientermaßen ausgleichen. Für das Siegtor benötigte es etwas Glück, da es der Wolfsburger Josuè war, der den Ball ins eigene Netz beförderte. Bremen braucht in der Rückrunde unbedingt einen Lauf, um den Rückstand von 8 Punkten auf die CL Plätze aufzuholen und wieder in die Regionen der Tabelle vorzustoßen, die sie eigentlich gewohnt sind.

Auch der HSV verabschiedet sich mit einem Sieg, allerdings spielend schlecht. Gegen Eintracht Frankfurt hätten sich die Norddeutschen nicht beschweren können, wenn es zum Sieg nicht gereicht hätte. Einmal mehr war es Petric, der die Erlösung brachte und Hamburg den vierten Platz punktgleich mit Hertha sichert.

Diese hatten den KSC zu Gast und zeigten einmal mehr, warum sie die beste Hinrunder der Vereinsgeschichte hinlegten. Mit 4:0 schickten sie Karlsruhe nach Hause, die nun punktgleich mit dem 18. Cottbus kurz vor der Abstiegszone sind. Dabei waren es vor allem die Einwechselspieler, die das Spiel zu einem Schützenfest werden ließen. Nicu konnte bereits in der 8. Minute einnetzen, es braucht dann aber bis zur 74., bis Domovchiyski, Lustenberger (86.) und Raffael (88.) alles klar machten.

Leverkusen dagegen verpasste es, noch mit den Bayern gleichzuziehen. Gegen Energie Cottbus reichte es gerade zu einem 1:1. Die Werkself war zwar die gesamte Spielzeit überlegen, verzweifelte aber am Abwehrbollwerk der Lausitzer. Lediglich Rolfes konnte dies in der 77. Minute überwinden. Der verdiente Sieg wurde allerdings von Shao vereitelt, als dieser in letzter Minute den Ausgleich erzielte.

Somit war es den Bayern vorbehalten, den Hoffenheimern die Herbstmeisterschaft zu entreißen. Mit Stuttgart hatten sie aber einen Gegner, der sich gerade konsolidiert.Und so war es auch Khedira, der in der 45 Minute zunächst das 1:0 für die Schwaben schießen konnte. Doch durch den effektiven, Ribery Ersatz Borowski konnte Bayern bereits kurz nach Wiederapfiff ausgleichen, als er dann noch für Toni zum 1:2 auflegte, dachten alle an einen Bayernsieg. Die Wende kam dann wohl mit dem Platzverweis von Oddo, als dieser bewusst oder unbewusst Träsch mit einem hohen Tritt zu Fall brachte. In der Schlussphase war es wieder Khedira, der mit einem Kunstschuss den Ausgleich erzielte. Die Bayern basteln zuzeit an der Mannschaft der Zukunft, müssen in der Gegenwart aber erstmal den Hoffenheimern den Vortritt lassen.

Hoffenheim hat die Überraschung geschafft, es wird auf dem sonnigen ersten Platz überwintern. Dazu reichte ein Unentschieden gegen Schalke 04. Dabei sah es zunächst nicht nach Feierstimmung aus, als Asamoah nach schönem Zuspiel von Altintop das 0:1 schoss. Die Schalker präsentierten sich in der Anfangsphase als leicht überlegen, ließen jedoch im Laufe des Spieles deutlich nach und zeigten eher Eigenschaften einer Kampfsportgruppe. Dies führte dann auch dazu, dass mit Jones und Engelaar zwei Spieler vom Platz mussten, wobei die Gelb-Rote Karte für Jones etwas umstritten war und einen Ausraster seinerseits zurfolge hatte. Die Hoffenheimer dagegen versuchten gegen die Niederlage anzurennen und schafften dies auch. Es war wiedermal ein Freistoß, der das Spiel drehte. Teber zirkelte den Ball über die Mauer ins Tor und machte am Ende den Platz 1 klar.

BVB – M’gladbach (Fr.)     2:1 (1:0)
Bochum – Köln (Sa.)     1:2 (0:1)
Bremen – Wolfsburg     2:1 (1:1)
HSV – Frankfurt     1:0 (0:0)
L’kusen – Cottbus     1:1 (0:0)
Hertha – KSC     4:0 (1:0)
H96 – Bielefeld     1:1 (1:0)
Stuttgart – FCB     2:2 (1:0)
Hoffenheim – S04 (So.)     1:1 (0:1)