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Beiträge vom: November, 2007

Eintracht Zuschauer

Die Eintracht geht am Stock – anders kann man die Verletzungsmisere der Eintracht nicht mehr bezeichnen. Um den 18-Mann-Kader für die Bundesliga-Partie gegen auffüllen zu können, berief Trainer Friedhelm Funkel zwei Amateur- und einen U19-Spieler. Martin Hess, Danny Galm und der erst 16jährige Juvhel Tsoumou werden mit der Mannschaft nach Wolfsburg reisen.

Junichi InamotoDie beiden Japaner im Kader, Naohiro Takahara und Junichi Inamoto, leiden unter einem grippalen Infekt und hoffen, zumindest in der kommenden Woche wieder zur Verfügung zu stehen. Michael Thurk, einer der wenigen Offensivspieler der Frankfurter, knickte diese Woche beim Training um und zog sich eine Bänderverletzung im Knöchel zu. Etwas Hoffnung für das Spiel gegen die Wolfsburger haben die Verantwortlichen bei Markus Weissenberger. Der Österreicher wurde diese Woche wegen einer eitrigen Mandelentzündung mit Antibiotika behandelt. Unter normalen Umständen dürfte Weissenberger aber nicht zum Einsatz kommen.

Für Albert Streit, Alexander Meier und Christoph Preuß dürfte das Alexander MeierFußballjahr 2007 bereits beendet sein. Alle drei Mittelfeldspieler pausieren wegen Knieverletzungen, die laut Vermutungen einiger Spieler vom Zustand des Trainingsplatzes ausgehen. Dieser sei angesichts der hohen Trainingsbelastung zu hart. Die Langzeitverletzten Alexander Vasoski (Sehnenabriss) und Marcel Heller dürften frühestens zu Beginn der Rückrunde wieder zur Verfügung stehen. Bis auf die letzte Begegnung gegen den amtierenden Meister VfB Stuttgart, wo man mit 1:4 unterlegen war, ist bisher Funkel immer gelungen, eine schlagfertige Mannschaft zusammen zu stellen. Zwar konnten die letzten fünf Partien nicht gewonnen werden, aber gegen Mannschaft wie Bayern München erreichte man ein achtbares 0:0.

Trainer Friedhelm FunkelMöglicherweise wird Albert Streit das Eintracht Trikot bereits zum letzten Mal übergestreift haben. Der Mittelfeldspieler wechselt in der kommenden Saison zum Ligakonkurrenten Schalke 04. Die Gelsenkirchener würden Streit aber gerne schon in der Winterpause holen, gerade wo die Aussicht besteht, dass Schalke 04 das Achtelfinale der Champions League erreichen könnte. Dann müsste Die Eintracht im Winter auf jeden Fall personell nachlegen.


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Mike Hanke bei seiner Präsentation in Hannover

Die Stürmer, die nicht treffen! Zum Auftakt des 15. Spieltages der Fußball-Bundesliga treffen mit Mike Hanke und Victor Agali zwei Stürmer aufeinander, die schon seit mehreren Spielen vergeblich auf ein Erfolgserlebnis warten.

Victor AgaliDabei gehen die Stürmer unter ganz verschiedenen Voraussetzung in die Partie zwischen Hansa Rostock und Hannover 96. Agali besitzt noch immer das Vertrauen von Rostock-Trainer Frank Pagelsdorf, der die positiven Ansätze des nigerianischen Stürmers sieht. Meistens bindet Agali zwei oder drei Gegenspiele mit seiner robusten Spielweise und schafft damit Spielräume für seine Kollegen Enrico Kern und Regis Dorn. Auch wenn Pagelsdorf inzwischen fordert, Agali möge sich selbst mehr Chancen erarbeiten, geht er relaxed an die kommende Aufgabe.

Bei Mike Hanke ist die Angelegenheit schon etwas anders gelagert. Mike Hanke im Kreise der NationalmannschaftHatte der Stürmer am Anfang der Saison noch regelmäßig getroffen, wartet er nun schon seit über 900 Minuten auf einen Treffer. Der 4,7 Millionen Euro teure Einkauf, der vor der Saison vom VfL Wolfsburg kam, kritisierte nach dem letzten Spieltag erstmalig seine Mitspieler. Es sei schwierig Tore zu schießen, wenn man sich die Chancen selbst erarbeiten muss. Sein Trainer Dieter Hecking reagierte direkt und wies seinen Schützling in die Schranken. Kritik an der Mannschaft dulde er auf keinen Fall und eine Änderung des Systems komme auch nicht in Frage, nur weil zwei Partien verloren gegangen sind.

Man darf gespannt sein, bei wem der Knoten wohl zuerst platzen wird, denn Tore sind für beide Mannschaften eminent wichtig. Hansa Rostock kämpft gegen den Abstieg und Hannover um einen Platz im internationalen Geschäft.


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An manchen tristen Tagen des Bundesliga-Alltages verbreitet ein Mensch dank seiner gewandten Rhetorik immer wieder gute Laune – Hans Meyer. Statt der allseits üblichen Floskeln antwortet er immer mi einem Schuss Ironie und Sarkasmus, von denen auch seine Spieler nie verschont werden. So mancher Reporter, gerade wenn er jüngerer Natur ist, wird vom alten Herrn gern mit Gegenfragen bombardiert und somit völlig aus dem Konzept gebracht. Diese Leichtigkeit lässt so mancher Übungsleiter der Bundesliga vermissen, aber vermutlich muss man auch erst alles mit gemacht haben, um derart entspannt den täglichen Rummel ertragen zu können.

Wer jetzt aber denkt, Hans Meyer sei immer zu Späßen aufgelegt, der täuscht sich gewaltig. Manchmal tanzt er wie Rumpelstilzchen an der Seitenlinie entlang und erweckt den Eindruck, wenn er dürfte, würde er den Spieler sofort erschlagen. Auch im Training agiert Meyer selten als der stille Beobachter, im Gegenteil, laute Kommandos, Schimpftiraden und Wutausbrüche können immer wieder beobachtet werden.

Dabei hat der heute 65jährige erst mit dem Nürnberger Pokalsieg sein Meisterstück im deutschen Fußball abgeliefert. Zuvor schmückten lediglich zwei DDR-Meistertitel (Jena) als Spieler, drei FDGB-Pokalsiege (Jena) und der Aufstieg in Bundesliga (Mönchengladbach) seine Vita. Der wohl beachtlichste Erfolg seiner Karriere gelang Meyer mit dem Europapokalsieg der Pokalsieger mi Carl-Zeiss-Jena. Weitere Trainerstationen waren der Chemnitzer FC, Union Berlin, Twente Enschede und Hertha BSC. Die Berliner bewahrte der Erfolgscoach vor dem Abstieg und erfreut sich dort noch heute einer riesigen Fangemeinde.

Auch bei seiner jetzigen Station bewahrte er den „Club“ zunächst vor dem Abstieg, um ihn in der folgenden Saison zum sechsten Tabellenplatz und Pokalsieg zu führen. Auch wenn es in dieser Saison noch nicht sonderlich erfolgreich läuft, sitzt Hans Meyer bei den Franken immer noch fest im Sattel. Die Verantwortlichen sind sich sicher, dass Meyer das Team aus der Abstiegszone führen kann. Das entspricht der momentanen Strategie vieler Bundesligisten, die trotz Misserfolge an ihrem Trainer festhalten (Rostock, Duisburg, Stuttgart).
Es wäre ja auch schade, wenn die Bundesliga um die Kultfigur Hans Meyer ärmer wäre.


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Am 14. Spieltag der Deutschen Bundesliga gab es keine Überraschung und so konnten die jetzigen ersten sieben Teams der Tabelle allesamt Siege einfahren.

Schwerer als erwartet war der Arbeitssieg des FC Bayern gegen das Team aus Wolfsburg. Zwar konnten die Münchner durch Klose und Ribery in Führung gehen, gerieten aber nach dem Tor von Dejagah noch arg ins Wanken, womit die Serie des Ex-Trainers Felix Magath gerissen ist, der bisher gegen keinen seiner Ex-Klubs verloren hatte. Damit scheint die Mini-Krise des FCB wieder abgewendet und nach dem Trubel der letzten Wochen kehrt wieder etwas Ruhe ein. Wie trügerische aber solche Ruhe sein kann, belegt das Beispiel Sagnol, der am Sonntag in den Medien verlauten ließ, den FC Bayern im Winter verlassen zu wollen.

Knapp hinter dem Spitzenreiter belegen die beiden Nordklubs Bremen und HSV die Plätze zwei und drei. Beide erledigten souverän ihre Pflichtaufgaben, Bremen gewann in Cottbus durch einen Foulelfmeter von Diego und einem Tor von Joker Mosquera, der HSV siegte dank Raphael van der Vaart und dem kroatischen Helden Ivica Olic. Die Gegner Cottbus und Rostock zieren weiterhin das Ende der Tabelle. Bemerkenswert war das Comeback des kroatischen Stürmers Ivan Klasnic, der nach einer Nierentransplantation auf den Platz zurückkehrte.

Eine gewaltige Leistungssteigerung in der zweiten Spielhälfte verhalf Bayer Leverkusen zum Sieg über den MSV Duisburg. Die Tore durch Rolfes, Babarez, Freier und Gekas sicherten den am Ende den souveränen 4:1 Sieg. Damit schwebt der MSV weiterhin in akuter Abstiegsgefahr, trotzdem sitzt Trainer Rudi Bommer laut Aussage von Präsident Hellmich weiterhin fest im Sattel.

Ebenfalls in der Spitzengruppe hält sich weiterhin der Karlsruher SC. Den Badenern gelang im Freitagspiel ein 2:1 Sieg über die Hertha aus Berlin. Der KSC war den Berlinern während der gesamten Spieldauer spielerisch überlegen, geriet aber durch ein Tor von Marko Pantelic zunächst ins Hintertreffen, konnte aber in der zweiten Hälfte durch Tore vom überragend Tamas Hajnal und Freis die Partie noch drehen. Bei der Hertha wird die hohe Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen immer ärgerlicher, denn so versinken die Hauptstädter, die auf ihre brasilianischen Nationalspieler verzichten mussten, immer mehr ins Mittelmaß.

Damit wären die Borussen aus Dortmund im Moment sogar zufrieden, aber mit der 2:0 Niederlage gegen den 1.FC Nürnberg rutschen sie immer mehr in Abstiegszone. Den Nürnberger gelang dank der Tore von Galasek und Charisteas ein kleiner Befreiungsschlag im Abstiegskampf.

Nach fünf sieglosen Spielen konnte der FC Schalke 04 endlich mal wieder dreifach punkten. Der 3:2 Sieg bei Hannover 96 ist vor allem Nationalstürmer Kevin Kuranyi zu verdanken, der zwei Tore erzielte. Weiterhin im Aufwind sind der Deutsche Meister VfB Stuttgart, der zum vierten Mal in Folge gewinnen konnte, und der VFL Bochum, der gegen eine harmlose Arminia aus Bielefeld siegte.

Ergebnisse des 13. Spieltages

  • HSV : Rostock 2:0
  • Karlsruhe : Hertha BSC 2:1
  • Nürnberg : Dortmund 2:0
  • Hannover : Schalke 04 2:3
  • Frankfurt : Stuttgart 1:4
  • Bayern : Wolfsburg 2:1
  • Bochum : Bielefeld 3:0
  • Leverkusen : Duisburg 4:1
  • Cottbus : Bremen 0:2

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    Torjubel von Ivan Klasnic

    An diesem Wochenende könnte es endlich soweit sein – einer der besten Stürmer der Bundesliga kehrt zurück – Ivan Klasnic von Werder Bremen. Zwar hatte der Profi vom SV Werder Bremen schon im Pokal und in der Regionalliga in der zweiten Mannschaft von Bremen ein Comeback gefeiert, die Rückkehr in die Bundesliga wäre doch noch etwas Besonderes, schließlich liegt sein letzter Einsatz schon fast ein Jahr zurück.

    Bei einer Blinddarmoperation im Jahr 2005 wurde bei Ivan Klasnic schlechten Nierenwerte festgestellt, Ivan Klasnic im Dress der Nationalmannschaftweshalb eine Transplantation des Organs notwendig wurde. Die Niere seiner Mutter konnte sein Körper nicht akzeptieren, weshalb eine zweite Operation notwendig wurde. Die Niere seines Vaters hingegen wurde vom Körper angenommen. Seit knapp zwei Monaten befindet sich der kroatische Nationalstürmer wieder im Mannschaftstraining und hofft ungeduldig auf ein Comeback. Möglich ist dies auch, weil sich beim gestrigen Training Boubacar Sanogo und Carlos Alberto eine filmreife Boxeinlage lieferten und anschließend von Trainer Schaaf bis Sonntag suspendiert wurden. Somit findet die Bundesligapartie gegen Energie Cottbus am Samstag ohne die beiden Prügelknaben statt.

    Ivan Klasnic begann das Fußballspielen beim SC Union 03 Hamburg. Später gelangte er in die Jugend des FC St. Pauli, Autogrammkarte von Ivan Klasnicwo er auch sein Debüt im Profigeschäft feiert. Mit den Hamburgern konnte 2001 den Aufstieg in die Bundesliga feiern, schoss dabei 26 Tore in 95 Einsätzen. Danach erfolgte der Wechsel zum SV Werder Bremen, wo er nach kurzer Zeit zum Stammspieler aufstieg und gemeinsam mit Miroslav Klose den berühmten „K und K Sturm“ bildete. Mit den Norddeutschen konnte er 2004 das Double und in der kroatischen Nationalmannschaft sein Debüt feiern. Insgesamt kommt Klasnic auf 135 Bundesligaspiele, in denen er 42 Tore erzielte. In der Nationalmannschaft kam er bisher 26-mal zum Einsatz und war dort acht Mal erfolgreich.


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    Gilberto und Tobias Grahn

    Am kommenden Freitag trifft die Berliner Hertha im Karlsruher Wildparkstadion auf den KSC. Diese Partie des 14. Spieltages muss das Team von Trainer Favre vermutlich ohne seine brasilianische Nationalspieler Gilberto und Mineiro bestreiten müssen. Die Beiden treffen in der Nacht zum Donnerstag mit der Seleção im Zuge der WM-Qualifikation auf Uruguay. Da die Brasilianer am Wochenende nur ein Remis gegen Peru erreichten, möchte Nationaltrainer Carlos Dunga nicht auf seine bewährten Stammkräfte verzichten. Gilberto und Mineiro würden erst nach 14 Stunden Flug am Freitag in Deutschland eintreffen und können sich nicht dementsprechend auf die wichtige Partie vorbereiten.

    Aber die Berliner könnte es noch viel härter treffen, denn möglicherweise muss die Hertha auch auf Top-Torjäger Marko Pantelic verzichten. Durch den Ausfall des EM-Qualifikationsspieles Serbien gegen Kasachstan am vergangenen Wochenende wurde der Nachholtermin auf Samstag, den 24.11.2007, terminiert. Sollte Serbien bis dahin noch die Möglichkeit besitzen, die Europameisterschaft im kommenden Jahr zu erreichen, wird Hertha wohl auf den Stürmer, der bisher sechs Treffer erzielen konnte, verzichten müssen. Ein Remis der Portugiesen gegen Finnland würde die Partie bedeutungslos werden lassen und Pantelic könnte in Karlsruhe auflaufen.

    Marko Pantelic Arne Friedrich im WM-Halbfinale gegen Italien

    Da kommt es gerade recht, dass Kapitän Arne Friedrich beim Spiel Deutschland gegen Wales geschont wird. So werden andere Spieler wie Pal Dardei, Patrick Ebert und Tobias Grahn die Lücke der beiden Brasilianer schließen müssen, damit die Hertha am Freitag erfolgreich ist.


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    Neben den gefeierten Stars der Bundesliga wie Diego, Ribery, Luca Tony oder Raphael van der Vaart gibt es doch einige Spieler, die keiner so richtig auf der Rechnung hatte und die trotzdem bei ihren Vereinen wertvolle Dienste leisten.

    Etwas überraschend verkündete Hamit Altintop in der vergangenen Saison seinen Wechsel zu den Bayern aus München. Viele Experten rieben sich verwundert die Augen und fragten sich, welche Rolle der Türke neben Stars wie van Bommel, Ze Roberto, Luca Toni und Miroslav Klose wohl einnehmen wird. Die Auswechselbank, wenn nicht sogar die Tribüne, schienen für Altintop reserviert zu sein. Aber er überraschte alle mit einer engagierten Vorbereitung und ergatterte sich einen Stammplatz in der Wunderelf des FC Bayern München. In dieser Saison stand Altintop in allen 13 Spielen auf dem Patz, schoss drei Tore und bereitete drei Tore vor. In seiner letzten Saison bei Schalke 04 absolvierte er zwar 31 Partien, stand aber selten in der Startelf der Knappen, zudem erzielte er zwei Tore und gab drei Vorlagen.

    Ein weiteres positives Beispiel ist der Karlsruher Spielmacher Tamas Hajnal. Er führte den Aufsteiger in die oberen Tabellenregionen und ist das Symbol für den Fußball der Badener. Hajnal erzielte bisher drei Tore und legte für sechs weitere Tore auf, womit er an neun von 14 Karlsruher Treffern beteiligt war. Dies belegt eindeutig seinen Stellenwert im KSC-Team.

    Etwas unauffälliger versieht Tobias Rathgeb seinen Dienst beim Aufsteiger Hansa Rostock. In den erst fünf Saisonspielen, die Hansa Rostock allesamt verlor, wirkte der defensive Mittelfeldspieler nur zum Teil oder gar nicht mit. Mit der taktischen Umstellung auf zwei defensive Mittelfeldspieler und der Hereinnahme von Rathgeb holte Hansa immerhin 14 Zähler. Dank der guten Leistungen winkt dem Talent ein neuer Vertrag.

    Weiterhin als positive Erscheinungen müssen die beiden Defensiv-Spezialisten vom Karlsruher SC Eggimann und Eichner, der Wolfsburger Simunek und der Hamburger Jarolim erwähnt werden.


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    Huub Stevens verlässt den HSV © wikimedia

    Nun ist es amtlich – Huub Stevens wird den Hamburger SV zum Ende dieser Saison in Richtung PSV Eindhoven verlassen. Der Vertrag mit dem Holländer wäre zum 30. Juni 2008 ohnehin ausgelaufen, der HSV war aber stets bemüht nach dem erfolgreichen Jahr 2007, wo man das zweitbeste Team der Rückrunde gewesen war und auch momentan den dritten Tabellenplatz belegt, den Vertrag zu verlängern.

    Hintergrund für den Abgang des „Knurrers von Kerkrade“ dürfte die langwierige Krankheit seiner Frau und die enge Verbundenheit zum PSV Eindhoven gewesen sein. Stevens Familie lebt zudem in Eindhoven, wo der 53jährige elf Jahre als Spieler aktiv war und nach seiner Karriere als Amateur-und Jugendtrainer fungierte. Am vergangenen spielfreien Bundesligawochenende fällte Stevens die Entscheidung pro Eindhoven im Kreise seiner Familie und in engem Kontakt zum Hamburger SV, weil er in naher Zukunft mehr Zeit mit seiner Frau verbringen möchte, die in Kürze wieder operiert werden muss. Für Stevens war es außerdem schon immer ein Traum gewesen, in Eindhoven zu arbeiten, wo nach dem Abgang von Ronald Koeman der Trainerposten vakant war.

    Diese Entwicklung kam für den HSV aber nicht überraschend, denn schon vor seiner Vertragsunterzeichnung verwies Stevens auf die schwere Krankheit seiner Frau. Das Stevens möglicherweise unter einem Autoritätsverlust innerhalb der Mannschaft erleiden wird, ist nicht anzunehmen, denn die Stationen Schalke (UEFA-Cup Platz) und Köln (Wiederaufstieg) sprechen dagegen. Wie sich die sportliche Situation von nun an entwickelt, kann man schlecht voraussagen. Stevens hatte der Mannschaft nach dem Absturz in der Hinrunde der vergangenen Saison wieder Disziplin auf und außerhalb des Platzes eingeimpft, was letztendlich den Erfolg zurück brachte. Mal sehen, ob dies dem neuen Trainer ebenso gelingt.


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    Martin Demichelis im Zeikampf mit Patrick Viera (Juve)

    Obwohl diese Woche kein Bundesliga-Spieltag auf dem Plan Stand, beherrschen die Bayern aus München die Schlagzeilen dieser Woche. Die Nationalelf, die in den nächsten Tagen zwei Spiele in der Europameisterschaftsqualifikation zu bewältigen hat, steht klar hinter dem FC Bayern zurück. Zunächst die hausbackene sportliche Krise, dann die Wutrede des Uli Hoeneß auf der Jahreshauptversammlung und nun der Transfercoup mit dem Brasilianer Breno.

    Der 18jährige Abwehrspieler, Breno Vinicius Rodrigues Borges , kam auf Empfehlung des Ex-Bayern Spielers und jetzigen Beraters Giovanne Elber. Die Ablösesumme beträgt stolze 14 Millionen Euro, womit die Bayern für das Talent mehr Geld als für Superstar Luca Toni und Nationalstürmer Miroslav Klose hinblätterten. Die vergangenen Spiele haben den Bayern bewiesen, dass lediglich Lucio und Demichelis dem technischen und schnellen Fußball des neuen Teams gewachsen sind.
    van Buyten - Bayernzeit zu Ende? Uli Hoeneß hat das Talent verpflichtet

    Für Daniel van Buyten dürfte dies ein klares Signal sein, dass der Verein in Zukunft wohl kaum noch mit ihm plant. Interessenten für den aufgeschossenen Belgier dürfte es in der Bundesliga genug geben, denn beim Hamburger SV hat der Innenverteidiger seine Klasse als Führungsspieler bereits nachgewiesen. Dem Neuzugang Breno wird bescheinigt, dass er das Zeug zum Superstar habe, weshalb es nicht verwundert, dass auch Real Madrid am Transferpoker beteiligt war. Er gilt als zweikampfstark, robust und spiele mit Auge.

    Damit haben die Bayern ihre Strategie fortgesetzt, auch in den nächsten Jahren Top-Spieler zu verpflichten, um das große Ziel „Champions League Sieg“ in Angriff zu nehmen zu können.


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    Schalke 04 - FC Chelsea

    Das schlechte Abschneiden in der Champions League und das Bundesliga-Mittelmaß haben die Schalker-Macher dazu bewogen, den Kader weiter aufzurüsten.

    Spätesten im Sommer wird Albert Streit von Eintracht Frankfurt nach Gelsenkirchen wechseln. Eigentlich sollte Streit den Kader der Schalker schon in diesem Sommer verstärken, die Vereine konnten sich aber über die Transfermodalitäten nicht einig werden. Im Sommer wird Albert Streit dann für die vertraglich festgeschriebene Summe von einer Million Euro das Trikot tauschen. Möglicherweise könnte dies aber schon in der Winterpause geschehen, denn Schalke benötigt dringend mehr Qualität und Kreativität im Mittelfeld, Eintracht Frankfurt sieht aber momentan keinen Gesprächsbedarf – es bleibt abzuwarten, welchen Verlauf dieser Transfer noch nehmen.

    Albert Streit im Trikot von Eintracht Frankfurt möglicher Neuzugang - Ze Roberto

    Das Offensivspiel der „Königsblauen“ soll zusätzlich der Brasilianer Zè Roberto von Botafogo Rio de Janeiro beleben. Hierbei handelt es sich bereits um einen Vorgriff auf die neue Saison, in welcher der Brasilianer dann die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka verstärken soll. Die Summe von drei Millionen Euro für diesen Transfer dürfte für die Schalker wesentlich leichter zu stemmen sein, wenn sie die Gruppenphase der Champions League überstehen würden. Dafür müssten sie aber in den nächsten zwei Spiele gegen Rosenborg Trondheim und dem FC Valencia erfolgreich gestalten.

    Bei diesen Transfers wird es natürlich auch Verlierer im Kader der Gelsenkirchener geben. Die beiden Talente Mesut Özil und Ivan Rakitic müssten sich weiterhin gedulden, Publikumsliebling Asamoah wird dann wohl im Sommer Abschied vom Dress der „Königsblauen“ nehmen. Fakt ist, Schalke 04 muss sich erheblich steigern, möchten sie ihr ehrgeiziges Ziel von der Champions-League-Qualifikation nicht schon frühzeitig begraben.

    Ivan Rakitic Gerald Asamoah Mesut Özil - verletzt


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