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Beiträge vom: Dezember, 2007


Nach den wochenlangen Diskussionen über eine Einführung eines Mindestlohnes und der zu hohen Besoldung von Managern rücken auch die Gehälter von Fußballern immer wieder in Fokus der Öffentlichkeit.

Wenn ein Profi-Fußballer in einer Woche mehr verdient als ein normaler Arbeitnehmer in einem Jahr, kann man schon von sozialer Ungerechtigkeit sprechen. Ähnlich wie bei den Managern bilden Profi-Fußballer eine elitäre Berufseinheit, deren hohe Anforderung eine derartige Besoldung rechtfertigt. Das Talent, ein Spiel mittels seiner besonderen Fähigkeit zu beeinflussen, soll entsprechend belohnt werden. Bei außergewöhnlichen Spielern wie Zidane, Ronaldinho, Cristiano Ronaldo, Frank Ribery mag dies durchaus gerechtfertigt sein, aber auch viele mittelmäßige Kicker kassieren Gehälter in Millionenhöhe.

Die Idealvorstellung des Sports mit seinen gesellschaftlichen und sozialen Aspekten müsste eigentlich eine Gehaltsobergrenze, wie sie in einigen amerikanischen Sportarten praktiziert wird, in jeder Sportart vorsehen. Die Abwanderung von guten Spielern zu den finanzstärksten Klubs wäre somit ein Riegel vorgeschoben und lediglich die sportliche Perspektive, die sich durch Ausgeglichenheit bei einigen Klubs erheblich verbessern würde, wäre entscheidend für die Klubwahl des Profis. Mit dieser Ausgeglichenheit würde auch der Spannungsfaktor innerhalb der Ligen auch wesentlich erhöht.

Soweit die Theorie! Die Realität sieht leider etwas anders aus. Wie Studien bereits in mehreren sportlichen Sektoren bewiesen haben, „schießt Geld nicht immer Tore“. Trotz erheblicher Investitionen konnten Klubs nicht zur Verbesserung der eigenen sportlichen Situation beitragen. Die Attraktivität durch Ausgeglichenheit ist ebenfalls nicht gegeben, im Gegenteil, Favoriten wie Bayern München, Real Madrid oder Juventus Turin füllen die Stadien der Konkurrenten, weil ein jeder hofft, dem großen Favoriten ein Bein stellen zu können. Mit zunehmender Ausgeglichenheit wäre ein Sieg gegen Bayern München einfach zu trivial, um die Zuschauer in Massen anzulocken. Zudem werden auch gerade in den amerikanischen Vorbildern die Gehaltsobergrenzen mittels lukrativer Werbeverträge umgangen. Kann ein Verein nicht durch die Gehaltsperspektive locken, verschafft er dem Profi neue Werbeverträge, die an eine Vereinszugehörigkeit gebunden sind, und erhöht dadurch die eigene Attraktivität.

Wie der Kirch-Krise bereits bewiesen hat oder die italienische Liga mit ihren Millionen-Schulden jedes Jahr aufs Neue beweist, gehört jede Menge Vernunft zum Managen eines Klubs. Die Situation der sogenannten „kleinen“ Klubs würde auch durch eine Gehaltsobergrenze nicht verbessert und die Erhöhung der Attraktivität ist nachweislich nicht belegt. Als Fan kann man die Gehälter dank wunderschöner Tore recht schnell vergessen.


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VfL Bochum: Die Bochumer, die sich in der ersten Saisonhälfte recht unbeschadet gehalten haben, möchten möglicher weise etwas für die Offensive tun. Topscorer Sestak trifft immer nur vor dem eigenen Publikum, weshalb sich Trainer Marcel Koller und Manager Kuntz bereits auf die Suche begeben haben. Wen die Bochumer ins Auge gefasst haben, wurde bisher nicht bekannt.

Arminia Bielefeld: Nachdem vor der Saison keine wirklich Verstärkung zu den Ostwestfalen gestoßen ist und sie mit 38 Toren zur Schießbude der Liga mutiert sind, müssen die Bielefelder natürlich etwas tun. Da Hannover bereit ist, einen seiner Innenverteidiger abzugeben, rücken Zuraw und Thomas Kleine in den Fokus. Kleine wäre aufgrund seines Alters die bessere Perspektive, weil Zuraw mit seinen 35 Jahren keine langfristige Lösung ist.

Hansa Rostock: Bei Hansa Rostock ist die finanzielle Lage weiterhin angespannt, weshalb Trainer Frank Pagelsdorf bei Neuzugängen auch Abgänge verbuchen möchte. Erster Kandidat zum Verlassen der Ostseestadt ist Marcel Schied, der seit dem Beginn der Saison auf dem Abtellgleis ist. Vielleicht macht Hertha BSC auch schon einen Vorstoß in Sachen Marc Stein, der im Sommer ablösefrei nach Berlin wechselt. Gledson, der im vergangenen Sommer nach Stuttgart wechselte, aber dort überhaupt nicht zu recht kam, soll zurückgeholt werden. Zudem sucht man an der Ostsee nach einem weiteren Stürmer, denn Victor Agali trifft das Tor nicht und Kern muss viel nach hinten arbeiten, weshalb viel von seiner Torgefährlichkeit verloren geht.

1.FC Nürnberg: Einen Transfer haben die Franken bereits über die Bühne gebracht. Mit Jacques Abardonado wurde ein erfahrener Abwehrspieler nach Nürnberg geholt und mit einem Vertrag bis 2010 ausgestattet. Er soll der oft wackligen Nürnberg-Defensive neue Stabilität verleihen, damit im neuen Jahr der Abstiegskampf Geschichte ist. Ebenfalls auf der Wunschliste ist Jan Koller. Der einstige Stürmer von Borussia Dortmund, der jetzt beim AS Monaco unter Vertrag steht, möchte unbedingt zur Europameisterschaft und ist deshalb auf der Suche nach Spielpraxis. Es bleibt abzuwarten, ob Nürnberg dieser Transfercoup gelingt, zumal Angelos Charisteas wieder regelmäßig trifft.

Energie Cottbus: Die Lausitzer waren bisher am aktivsten auf dem Transfermarkt. Geholt wurden mit Dusan Vasiljevic ein offensiver Mittelfeldspieler, mit Ivan Radeljic ein kopfballstarker Innenverteidiger und mit Branco Jelic ein torgefährlicher Stürmer. Der 30 jährige Jelic war immerhin schon einmal „Spieler des Jahres“ in China und soll die Offensive der Cottbuser beleben. Falls der 1.FC Nürnberg Jan Koller aus Monaco loseisen kann, wäre Josua Kennedy ein weiterer Kandidat für den Sturm der Lausitzer. Verlassen werden Cottbus Francis Kioyo, der unter Ex-Trainer Patrick Sander noch Stammspieler gewesen ist und Thomas Bandrowski, der in seine polnische Heimat wechselt.

MSV Duisburg: Bei den Duisburgern sieht es ganz finster aus. Tabellenletzter mit gerade einmal 14 geschossenen Toren in 17 Spielen - da weiß man, wo der Schuh drückt. Leider haben die Duisburger kein allzu großes Budget, um Einkaufen zu gehen. Eine riesige Enttäuschung ist der einstige Torschützenkönig der Bundesliga, Ailton, der weit entfernt ist von seiner früheren Leistung. Man überlegt inzwischen sogar, den Brasilianer in der Winterpause wieder abzugeben.


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Raffael vom FC Zürich

Nachdem im ersten Teil die ersten sechs Mannschaften unter die Lupe genommen wurden, folgen nun die Plätze sieben bis zwölf.

Valerien IsmaelHannover 96: Einen entscheidenden Transfer haben die Niedersachsen schon unter Dach und Fach gebracht. Valerien Ismael wird die Innenverteidigung der Hannoveraner verstärken. Der Franzose hat nach langer Verletzung beim FC Bayern auf dem Abstellgleis gestanden und wird für knappe 200.000 Euro an die Leine wechseln. Verlassen wird Hannover wohl Dariusz Zuraw und möglicherweise Thomas Kleine. Der gerade erst aus Fürth gekommene Innenverteidiger wird mit Arminia Bielefeld in Verbindung gebracht.

Sergiu RaduVfB Stuttgart: Der amtierende Meister sah sich nach der Verletzung von Cacau zum Handeln gezwungen und verpflichtete Sergiu Radu vom VfL Wolfsburg. Der Rumäne war vor der Saison aus Cottbus gekommen, konnte sich aber unter Felix Magath nicht so richtig durchsetzten. Zudem haben die Schwaben bei Zlatan Bajramovic vorgefühlt, um den defensiven Mittelfeldspieler nach Stuttgart zu locken, was aber angesichts der Schalker Champions League Partien kein einfaches Unterfangen wird. Eine neue Herausforderung sucht Ersatzkeeper Michael Langer, der zum Zweitligisten FC Freiburg wechselt.

Michael ThurkEintracht Frankfurt: Mit dem Abgang von Mittelfeldspieler Albert Streit ist wieder Bewegung in die Frankfurter Transfers gekommen. Für knapp 2,5 Millionen wechselt Streit zu Ligakonkurrenten Schalke 04. Ebenfalls gehen möchte auch Michael Thurk, an dem der MSV Duisburg Interesse bekundet hat. Dafür wollen die Hessen das Sturmtalent Martin Fenin von FK Teplice verpflichten, der im Sommer bei der U20-WM auf sich aufmerksam machen konnte. Außerdem denken die Frankfurter über eine Verpflichtung des Brasilianers Roger nach, aber nur als Ausleihgeschäft.

Andreas HinkelBorussia Dortmund: Die Schwarz-Gelben würden gerne Andreas Hinkel vom FC Sevilla loseisen, aber die geforderten drei bis vier Millionen Euro wären eine gewaltige Summe für die gerade erst genesenen Dortmunder. Außerdem haben sie ein Auge auf den Karlsruher Spielmacher Tamas Hajnal geworfen, der die Badener am Ende der Saison für eine festgeschriebene Summe von 1,25 Millionen verlassen könnte. Fraglich, ob sich dieser Wechsel schon im Winter realisieren lässt.

Simon JentzschVfL Wolfsburg: Die meisten Transferaktivitäten dürften wohl beim VfL Wolfsburg vonstatten gehen. Sergiu Radu steht bereits als Abgang fest. Isaac Boakye (Mainz) und Jacek Krzynowek (Köln, Krakau) sind auf dem Sprung, über den Abgang von Simon Jentzsch wird weiter spekuliert. Er soll durch einen hochkarätigen Torwart ersetzt werden, wobei Timo Hildebrandt und Jens Lehmann im Gespräch sind. Für die rechte Abwehrseite soll Andreas Hinkel oder Zdenek Pospech (Sparta Prag)kommen. Damit dürften die Transferaktivitäten des sich ständig im Umbruch finden Mannschaft kaum beendet sein und auch genügend Geld vorhanden ist, wird die Finanzierung kein Hindernis darstellen.

Raffael vom FC ZürichHertha BSC: Bei der Berliner Hertha hat sich alles auf den Transfer von Stürmer Raffael vom FC Zürich fokussiert. Trotz aller Bemühungen konnten sich aber beide Vereine bisher nicht über eine Finanzierung des Wunschspielers von Trainer Lucien Favre einigen. Einen Vorgriff auf die neue Saison könnte Marc Stein von Hansa Rostock sein, der eigentlich im Sommer nach Berlin kommen soll – vielleicht schon etwas früher, um Malik Fathi und Sofian Chahed auf den Außenpositionen mehr Druck zu machen. Außerdem soll noch ein Mittelfeldspieler kommen.


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Zürichs Yassine Chikhaoui

Kaum haben sich die Vereine in die Winterpause verabschiedet, ranken sich die Spekulationen um Transfers ins Unendliche. Ein jeder Verein möchte sich innerhalb seines finanziellen Rahmens verstärken, um möglicherweise Pluspunkte für die Hinrunde sammeln zu können.

Zürichs Yassine ChikhaouiBayern München: Die Bayern haben schon wieder in Größenordnungen zugeschlagen, wo andere Vereine mehrere Jahre daran arbeiten würden. Das 18 jährige Verteidiger-Talent Breno kommt in der Winterpause für geschätzt 12 Millionen Euro nach München. Ebenso im Fokus der Bayern ist der tunesischen Nationalspieler Yassine Chikhaoui vom FC Zürich, der schon als zweiter Zidane gehandelt wird. Verlassen wird die Mannschaft von Trainer Otmar Hitzfeld hingegen Valerien Ismael, der zu Hannover 96 wechselt. Spekuliert wird zudem über einen Wechsel von Phillip Lahm, den Barcelona und Manchester United unbedingt haben wollen.

Carlos Alberto Gomes de JesúsSV Werder Bremen: Die kühlen Hanseaten agieren etwas bescheidener auf der Suche nach Verstärkung, wahrscheinlich auch, um einen erneuten Reinfall wie bei Carlos Alberto zu vermeiden. Der soll eigentlich an der Weser bleiben, aber wenn ein passendes Angebot kommen sollte, würden die Bremer wohl kaum nein sagen. Ins Auge gefasst haben die Verantwortlichen den erst 20jährigen Sebastian Prödl von Sturm Graz, der als Alternative zu Mertesacker und Naldo heranwachsen soll. Verliehen werden soll das kolumbianische Stürmertalent John Jairo Mosquera, der in der Vorrunde zweimal als Torschütze erfolgreich war, aber verstärkt Spielpraxis sammeln soll.

Jonathan PitroipaHamburger SV: Der HSV hat schon für die Zukunft vorgesorgt und das 17jährige Stürmer-Talent Macauley Chrisantus nach Hamburg geholt. Der darf zwar erst im kommenden Jahr spielen, ist aber schon ein Vorgriff für die neue Saison. Momentan zerbrechen sich die Verantwortlichen den Kopf darüber, ob Jonathan Pitroipa vom Zweitligisten SC Freiburg bereits im Winter kommen soll oder im Sommer ablösefrei wechselt. Problematisch wird es für die Hanseaten während des Africa-Cups, wenn gleich drei Akteure für ihre Länder aktiv sind – deshalb könnten sie möglicherweise noch einmal aktiv werden.

Bayer 04 Leverkusen: Die Leverkusener haben noch keinen Transfer in trockenen Tüchern. Den Verein verlassen können Ricardo Faty und Michal Papadopulos, für die es lose Anfragen gibt. Wunschkandidat bleibt der Freiburger Daniel Schwaab. Der besitzt zwar noch einen Vertrag bis 2009 bei den Breisgauern, soll aber schon in der Winterpause kommen. Zudem denkt Bayer über eine Verpflichtung von Simon Poulsen nach. Der Mittelfeldspieler vom FC Midtjylland wäre durchaus eine Verstärkung für die Werkself.

Lövenkrands und LarsenSchalke 04: Der Brasilianer Ze Roberto und Albert Streit von Eintracht Frankfurt werden auf jeden Fall das Mittelfeld der Schalker schon im Winter verstärken. Ebenfalls kommen soll noch Uruguays Nationalstürmer Vicente Sanchez, um den Druck auf Asamoah, Altintop, Özil und Rakitic zu erhöhen. Sollte dieser wirklich kommen, werden die beiden Dänen im Kader Sören Larsen und Peter Lövenkrands die Gelsenkirchener wohl verlassen.

Karlsruher SC: Der erfolgreiche Aufsteiger wird aufgrund der angespannten finanziellen Lage auf weitere Neuzugänge verzichten, nur wenn Stammkeeper Miller langfristig ausfallen sollte, wird noch ein Reservetorwart geholt. Negativ für den Verein ist, dass sich einige Akteure in den Vordergrund gespielt haben und somit das Interesse anderer Vereine geweckt haben. Für den KSC ist es unheimlich wichtig, die wichtigen Akteure langfristig zu binden.


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Die erste Hälfte der Bundesliga-Saison 2007/08 ist nun vorüber und der FC Bayern hat sich erwartungsgemäß die Herbstmeisterschaft gesichert. Insgesamt 1530 Minuten hat diese abwechslungsreiche Hinrunde bereits gedauert und es gab immerhin ganze sieben Feldspieler, die über die gesamte Zeit auf dem Platz gestanden haben, wobei es keine zwei Akteure aus einem Verein geschafft haben.

Etwas überraschend gehört der Berliner Malik Fathi zu den Dauerbrennern der Liga. Der 24 jährige hat sich in den wechselnden Systemen von Trainer Favre als eine Konstante herausgestellt. Er konnte in dieser Hinrunde auch endlich sein zweites Bundesliga-Tor erzielen und war in einer immer schwächer werdenden Hertha-Elf immer einer der Besten.

Durchgesetzt hat sich auch der Argentinier Martin Demichelis im Bayern-Star-Ensemble. Ob in der Innenverteidigung neben Lucio oder im defensiven Mittelfeld neben Mark van Bommel, der Defensiv-Spezialist erfüllte stets seine Aufgabe. In seiner fünften Saison beim FC Bayern hat er sich endlich als Stammspieler durchgesetzt.

Weniger verwunderlich sind die zahlreichen Einsätze von Mario Eggimann vom Karlsruher SC und Naldo vom SV Werder Bremen. Beide Akteure gehören schon seit Jahren zum Stamm ihrer Teams und gelten innerhalb der Team-Hierarchie sogar als Führungsspieler, wobei Eggimann die Funktion des Kapitäns beim KSC ausfüllt.

Bei den Aufsteigern konnten sich Orestes von Hansa Rostock und Igor Mitreski von Energie Cottbus als Stammkräfte im Fußball-Oberhaus etablieren. Beide kämpfen zwar mit ihren Mannschaften gegen den Abstieg, konnten aber in einzelnen Spielen nachweisen, dass sie zu recht in der Bundesliga aktiv sind.

Etwas unscheinbarer agiert beim Hamburger SV Joris Mathijsen. Immer wieder ist von Raphael van der Vaart oder Ivica Olic die Rede und ganz heimlich hat sich der stille Holländer zur Stammkraft gemausert. Zusammen mit Bastian Reinhardt bildet ein selten zu überwindendes Abwehrbollwerk im Konstrukt von Trainer Stevens.

Mal sehen, wem es von diesen Akteuren gelingt, auch am Ende der Saison vollständig alle Bundesligaminuten absolviert zu haben.


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Bayern ist Herbstmeister! Manager Uli Hoeneß sah ein Etappenziel auf dem Weg zur Meisterschaft erreicht, stand aber mit seiner Meinung so ziemlich alleine da, denn nur die um fünf Tore bessere Tordifferenz verhinderte ein Abrutschen auf Platz zwei. Eine Mannschaft, die mit über 70 Millionen verstärkt wurde, sollte eigentlich den Anspruch besitzen, das Geschehen in der Fußball-Bundesliga zu dominieren, aber seit der ersten Niederlage gegen den VfB Stuttgart kamen die Münchner nicht mehr so richtig auf die Beine. Am Wochenende folgte ein zwar leicht verbesserter Auftritt im Berliner Olympiastadion, aber über ein 0:0 gegen eine defensive Hertha kamen die Bayern nicht hinaus. Damit erzielte der große FC Bayern gerade ein Tor in den vergangenen drei Bundesliga-Partien.

Auf Augenhöhe mit den Bayern agiert der SV Werder Bremen, der die Mannschaft der Stunde Bayer Leverkusen, die immerhin die letzten fünf Spiele gewannen, mit 5:2 in die Schranken weisen konnte. Überragender Mann auf dem Platz war der genesene Ivan Klasnic, der zwei Tore erzielte und eines vorbereitete. Angesichts der vielen Verletzten in der laufenden Saison ist die Platzierung der Bremer wesentlich höher einzuschätzen, als die Herbstmeisterschaft der Bayern. Für eine Überraschung sorgte Trainer Thomas Schaaf, als er bereits in der 31. Minute Vranjes und Borowski vom Feld nahm, aber der Erfolg gab dem Trainer recht. Leverkusen hat es verpasst, einen großen Schritt in Richtung Tabellenspitze zu machen.

Eine Überraschung gelang den Bielefeldern und den Wolfsburgern. Bielefeld konnte den VfB Stuttgart mit 2:0 bezwingen, auch wenn dem 1:0 ein klares Foul voraus ging. Mit der gelb-roten Karte gegen Osorio und der roten Karte gegen Pardo dezimierte sich der amtierende Deutsche Meister durch Disziplinlosigkeiten selbst. Bielefeld, die am vergangenen Spieltag noch eine 1:6 Klatsche von Borussia Dortmund erhielten, zeigten sich unter Interimstrainer Dammaier stark verbessert. Nach dem Spiel gab die Arminia zudem bekannt, dass Michael Frontzeck als neuer Trainer die Mannschaft übernehmen wird. Frontzeck war in der zurückliegenden Saison mit Alemania Aachen abgestiegen. Wolfsburg hingegen stoppte den Aufwärtstrend der Dortmunder und deklassierte die Elf von Trainer Thomas Doll mit 4:0, womit sich beide Mannschaften im Mittelmaß der Tabelle wiederfinden.

Ein Befreiungsschlag gelang Hansa Rostock im Abstiegskampf. Im Heimspiel gegen den VfL Bochum gewannen die Ostseestädter verdient mit 2:0. Auf den Abstiegsrängen überwintern der MSV Duisburg, der gegen Eintracht Frankfurt mit 0:1 verlor, und der 1.FC Nürnberg, der dem FC Schalke 04 mit 1:2 unterlegen war. Den Nürnbergern wurde aber in der Nachspielzeit ein klarer Elfmeter verweigert, als Mintal im Strafraum zu Fall gebracht wurde.

RangelovFür eine faustdicke Überraschung sorgte Energie Cottbus, die bereits am Freitag mit 5:1 gegen Hannover 96 gewinnen konnten. Zwar beenden die Cottbusser die Hinrunde auf dem vorletzten Platz, haben aber durch diesen Erfolg den Anschluss an die Nichtabstiegsränge wieder hergestellt.

Die Punkte teilten sich der erfolgreiche Aufsteiger Karlsruher SC und der Hamburger SV. Olic verhinderte mit seinem Tor in der 90. Minute eine Niederlage des HSV.


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1.FC Nürnberg

Kurz vor Abschluss der missratenen Hinrunde kann der 1.FC Nürnberg sich über Verstärkungen freuen. Vom OGC Nizza kommt der französische Innenverteidiger Jacques Abardonado zu den Franken.

Damit erhält Trainer Hans Meyer seine erhoffte Verstärkung für die Innenverteidigung, in der momentan lediglich Andreas Wolff höheren Ansprüchen genügt. Seine Kollegen Glauber und Beauchamp konnten im Laufe der Saison nicht an die guten Leistungen des vergangenen Jahres anknüpfen. Der 29 jährige Abardonado spielte unter anderem schon bei Olympique Marseille und gilt als äußerst zuverlässig. Er erhielt einen Vertrag bis zum Jahr 2010, über Ablösemodalitäten vereinbarten beide Klubs Stillschweigen.

Angelos CharisteasAuch im Sturmbereich möchte sich der Club gerne verbessern und hat einen alten Bekannten an der Angel. Jan Koller, jahrelang Integrationsfigur bei Borussia Dortmund, soll schon zur Winterpause nach Nürnberg wechseln. Der Spieler und der Verein sind sich bereits einig, lediglich der AS Monaco muss dem Transfer noch zustimmen. Für Koller, der unbedingt noch an der Europameisterschaft 2008 teilnehmen möchte, ist Spielpraxis das schlagende Argument um zum Club zu wechseln. Der 2,02 Meter große Tscheche erzielte in 138 Bundesligapartien 59 Tore und soll vor allem im Sturmzentrum für mehr Torgefahr sorgen, wo Angelos Charisteas bislang enttäuscht hat. Jan KollerCharisteas, der in den letzten Spielen immer besser in Form kam, wird es nun schwer haben, einen Platz in der Mannschaft zu ergattern. Andererseits könnte Trainer Hans Meyer von seiner bisherigen Taktik abweichen, wo ein Stoßstürmer von zwei schnellen Außenstürmern flankiert wurde und mit lediglich zwei Stürmern ins Rennen gehen.

Mit diesen Transfers könnte der Club die Aufgabe „Nichtabstieg“ hoffnungsvoller angehen, auch wenn in den jüngsten Spielen wieder jene Fähigkeiten zum Vorschein kamen, die Nürnberg im letzten Jahr den Pokalsieg und das erfolgreiche Abschneiden in der Bundesliga bescherten.


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Hannover 96

So ganz allmählich hat sich die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking in Richtung UEFA-Cup-Kandidat entwickelt. Nach den jüngsten Erfolgen wie der 4:3 Sieg gegen den SV Werder Bremen haben sich die Niedersachsen kurz hinter der Spitzengruppe festgesetzt.

Robert EnkeAuffällig ist vor allem die spielerische Entwicklung der Hannoveraner. Besonders zu Hause agieren sie druckvoll und offensiv, erzwingen Fehler beim Gegner und entwickeln unheimlich viel Torgefahr, obwohl Hecking seit Wochen mit nur einer Spitze spielt. Mike Hanke, vor drei Wochen wegen seiner Torflaute kritisiert, hat in den letzten beiden Partien allein vier Treffer erzielt und somit die Anzahl seiner Saisontore auf acht erhöht. Absoluter Rückhalt und Führungsspieler ist der Torwart Robert Enke, der sich nicht umsonst als deutsche Nummer drei etablieren konnte. Seit Jahren spielt Enke bei den Niedersachsen auf konstant hohem Niveau.

Michael TarnatVorbild für viele junger Spieler ist der einst aus München gekommene Michael Tarnat. Schon vor zwei Jahren sollte die Karriere des Linksverteidigers ausklingen, aber jedesmal konnten ihn die Verantwortlichen zum Weitermachen überreden. Dieses Kunststück ist ihnen am heutigen Tag erneut gelungen, denn der inzwischen 37jährige Tarnat verlängerte nach Rücksprache mit seiner Familie erneut um ein Jahr.

Als Motivation für den „Alten“ dürfte neben der sportlichen Entwicklung auch die neuen Transfers dienen, denn Hannover ist es gelungen, Valerien Ismael aus München in die TUI-Arena zu locken. Der lange verletzte Innenverteidiger soll die manchmal noch recht löchrige Verteidigung der 96er verstärken, schließlich verfügt er über internationale und nationale Erfahrung bei Spitzenteams wie Werder Bremen und Bayern München.

Wenn Hannover 96 am kommenden Freitag im letzten Spiel gegen Energie Cottbus ein Sieg gelingt, können sie wahrscheinlich auf einem UEFA-Cup-Platz überwintern. Spielen die Niedersachsen auch eine konstante Rückrunde, würde möglicherweise ein UEFA-Cup-Platz am Ende herausspringen.


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Trainer Ottmar Hitzfeld vom FC Bayern München hat seinen Kapitän Oliver Kahn für das kommende Spiel gegen Hertha BSC suspendiert. Zudem wurde eine Geldstrafe in Höhe von 25.000 Euro für den „Titan“ verhängt. Über die Gründe der Suspendierung wurde Stillschweigen vereinbart, man geht aber davon aus, dass die herbe Mannschaftsschelte von Kahn die Ursache sei. Kahn hat insbesondere seine prominenten Mitspieler Luca Toni und Frank Ribery angegriffen und eine bessere Mannschaftsleistung eingefordert.

Somit wird sein Vertreter Michael Rensing das Tor gegen die Berliner Hertha hüten.Dass dies keine schlechte Ausgangsposition für den FC Bayern ist, beweist die Bilanz des noch jungen Keepers, denn bisher hat er in der Bundesliga noch nicht verloren. In 17 Spielen mit Michael Rensing ging der FC Bayern 12mal als Sieger vom Platz und spielte 5mal Remis.

Ebenfalls gute Erinnerungen an die letzte Bundesliga-Partie gegen Hertha BSC hat Lukas Poldolski, war er doch in der vergangenen Saison gleich doppelt im Olympiastadion erfolgreich. Überhaupt hat der Stürmer drei seiner vier Saisontore in der abgelaufenen Saison gegen die Berliner erzielt.

Mit einem Sieg könnte der FC Bayern zum wiederholten Male als Herbstmeister in die Winterpause gehen und seine zahlreichen Brandherde löschen. Es werden wohl einige der unzufriedenen Reservisten abgegeben und noch ein oder zwei Stars geholt.


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BayArena

Die Mannschaft der Stunde heißt nicht FC Bayern oder Schalke 04, sondern Bayer 04 Leverkusen. Die Werkself hat sich nach einem kleinen Zwischentief wieder erholt und rangiert inzwischen auf dem vierten Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga. Damit liegen die Mannen von Trainer Michael Skibbe lediglich einen Punkt hinter dem Hamburger SV, der momentan den dritten Rang belegt, der zur Qualifikation für die Champions League berechtigt und dorthin möchten die Leverkusener gerne wieder, nachdem sie 2002 erst im Finale Real Madrid unterlegen gewesen waren.

Bernd Schneide - “Schnicks”Fünf Siege in Folge sprechen eine eindeutige Sprache. Während das Spitzentrio an diesem Wochenende allesamt Punkte ließen, konnte Bayer den Abstand auf die Spitze verkürzen. Ein weiterer Meilenstein könnte ein Sieg am nächsten Spieltag beim Tabellenzweiten Werder Bremen sein, denn dann würden sie an den Hanseaten vorbeiziehen.

Sollte auch dieses Vorhaben gelingen, wäre man bei Bayer echt traurig, dass nun die Winterpause folgt, denn spielerisch agiert die Mannschaft momentan auf einem sehr hohen Niveau und das trotz der Ausfälle von Bernd Schneider sowie Sergej Barbarez. Der 36jährige Bosnier hatte sich gerade in der Abwesenheit von Schneider zum Spielgestalter und Torjäger aufgeschwungen. René Adler und Manuel NeuerDie gute Mischung aus „alten“ Spielern wie Barbarez, Schneider und Ramelow sowie „jungen“ Spielern wie Rolfes, Vidal, Kießling und Adler scheint generell das Geheimnis der Werkself zu sein. Hinzu kommen Akteure wie Paul Freier, der nach seiner langwierigen Verletzung befreit aufspielt.

Auch international läuft es für Bayer 04 Leverkusen optimal. Dank des 1:0 Erfolges gegen Sparta Prag steht dieMannschaft schon vorzeitig als K.O-Runden-Teilnehmer des UEFA-Cups fest. Das abschließende Spiel gegen den FC Zürich ist lediglich Makulatur. Wenn es der Elf von Trainer Michael Skibbe gelingt,Stefan Kießling

die Form über die Winterpause hinweg zu konservieren, dann muss Bayer auch zu den Meisterschaftskandidaten gezählt werden.


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