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Beiträge vom: Januar, 2008

Der erste Teil des DFB-Pokal Achtelfinales wurde am gestrigen Tage ausgetragen. Für die Überraschung des Tages sorgte die ambitionierte TSG Hoffenheim, die den Bundesligisten Hansa Rostock aus dem Wettbewerb eliminierte.

Dass Vereinschef Dietmar Hopp durchaus große Ambitionen hegt mit dem kleinen Verein TSG Hoffenheim ist inzwischen deutschlandweit bekannt, aber dies womöglich schon in naher Zukunft passieren könnte, haben wohl nur die kühnsten Optimisten vermutet. Das Team von Trainer Ralf Ragnick, der unter anderem schon für Schalke 04 und dem VfB Stuttgart verantwortlich war, besiegte gestern vor heimischer Kulisse den FC Hansa Rostock mit 2:1. Die Tore für den Underdog erzielten der Schwede Per Nilson und der Rostocker Innenverteidiger Orestes per Eigentor. Zwischenzeitlich hatte Enrico Kern für die Hanseaten ausgleichen können. Vielleicht gelingt den Hoffenheimer auch im Pokal das große Los, wenn im Viertelfinale möglicherweise der Gegner Bayern München heißt.

Denn die Bayern konnten gestern erstmals in der Arena auf Schalke gewinnen. Allerdings war der Gegner nicht der FC Schalke 04, sondern der Wuppertaler SV. Am Ende stand es 5:2 für den Rekordmeister, weil dem Regionalligisten in der zweiten Halbzeit die Luft ausging. In der ersten Halbzeit begannen die Bayern gut und hatten die Wuppertaler gut im Griff. Das 1:0 durch Miroslav Klose war also folgerichtig. Der Wuppertaler SV ließ sich aber davon nicht beirren und konnte zum 1:1 sowie zum 2:2 ausgleichen. Nach der Halbzeit zogen die Bayern das Tempo an und gewannen schließlich durch Tore von van Buyten, der in der Innenverteidigung den Vorzug vor Demichelis erhalten hatte, Toni und Altintop.

Das spannendste Spiel des Tages fand aber im Dortmunder Westfalenstadion statt. Die Bremer waren dort zu Gast und brannten auf Revanche der 0:3 Pleite in der Hinrunde. Sie legten ein enormes Tempo vor und erarbeiteten sich riesige Chancen, das Tor aber machte Borussia Dortmund in Person von Giovanni Frederico. Das gleiche Bild auch nach der Pause, Bremen stürmte und Dortmund schoss das Tor. Diesmal war Klimowicz zur Stelle und vollendete nach Vorarbeit von Kehl. Am Anschluss nahm das Spiel aber eine dramatische Wendung. Zunächst brachte Kehl Rosenberg im Strafraum zu Fall und Diego verwandelte den fälligen Elfmeter zum 2:1. Anschließend wollte Amedick dem nicht nachstehen und fällte Hugo Almeida. Diesmal hielt der Dortmunder Keeper Marc Ziegler den Elfer und avancierte zum Helden des Tages. Die Rückkehr von Torjäger Alexander Frei ließ aber auf sich warten, er schmorte 90 Minuten auf der Bank. Damit steht Borussia erstmals seit 12 Jahren wieder im Viertelfinale des DFB-Pokals.

Die letzte Partie des Tages entschied der TSV 1860 im Zweitligaduell mit Alemania Aachen für sich. Die Blauen reichten sechs Minuten, um den Einzug ins Viertelfinale perfekt zu machen. Bis zur 82. Minute führten die Aachener mit 2:0 durch Tore von Kolev und Ebbers, aber dann sorgten Schwarz, Kucukovic und Johnson für die Wendung im Spiel. Den sicher geglaubten Sieg verschenkte die Alemania kurz vor dem Ende des Spieles.


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Alexander Frei © wikimedia

40 Tage und 40 Nächte mussten sich die Fußballfans gedulden, bis es endlich eine Fortsetzung der Hinrunde gibt. Mit dem DFB-Pokal wird eine heiße Rückrunde eingeläutet, in welcher sich Schalke, Bremen, Leverkusen und Hamburg auf die Jagd nach dem Herbstmeister aus München begeben wollen.

Die Partie zwischen Borussia Dortmund und dem SV Werder Bremen ist mit Sicherheit die attraktivste des DFB-Pokal Achtelfinales. Beide konnten bei den Spielen in der Winterpause nicht wirklich überzeugen und plagten sich auch mit jeder Menge Verletzungspech. Jedoch wird ein Comeback bei den Borussen sehnsüchtig erwartet – die Rückkehr des Alexander Frei. Der Schweizer Nationalspieler war in der vergangenen Saison der Toregarant und soll Dortmund in der Rückrunde wieder in die obere Tabellenhälfte schießen. Zusammen mit Mladen Petric, der beste Torschütze der Hinrunde bei der Borussia, soll er das Angriffsspiel beleben. Zunächst wird Frei aber nur auf der Bank Platz nehmen, weil die Kraft noch nicht für 90 Minuten reicht. Bei den Bremern möchte man einen Fehlstart wie am Beginn der Hinrunde vermeiden, ohne dem man schon lange den FC Bayern von der Spitze verdrängt hätte. Die Partie im Dortmunder Westfalenstadion hatte der SV Werder aber mit 0:3 verloren und dürfte wohl gewarnt sein.

Der FC Bayern München muss sich im Achtelfinale mit dem SV Wuppertal auseinander setzen. Der Spitzenreiter der Regionalliga Nord hat bereits Hertha BSC aus dem Wettbewerb gekegelt und möchte nun einen neuen Anlauf nehmen. Die Chancen stehen eigentlich nicht schlecht, denn als Spielstätte haben die Wuppertaler die 50 Kilometer entfernte Veltins-Arena auf Schalke gewählt, in welcher der FC Bayern noch nie gewinnen konnte. Rund 60.000 Fans wollen das Spektakel miterleben, auch wenn die meisten von Ihnen wohl Bayern-Fans sind.

Morgen treffen dann zwei weitere Bundesligisten aufeinander. Der VfL Wolfsburg empfängt den FC Schalke 04. Während bei den Wolfsburger unter der Regie von Trainer Felix Magath so langsam Ruhe einkehrt, plagt sich Schalke fast täglich mit neuen Grabenkämpfen, die wohl auf Schalke niemals enden und größere Erfolge verhindern werden. Diesmal sorgt Talent Mesut Özil für Unruhe, der seinen Vertrag nicht verlängern wollte und schließlich ausgebootet wurde. Nun wird fast täglich spekuliert, ob Özil zu den Ligarivalen aus Stuttgart oder Hannover wechselt, oder ob er die Rückrunde auf der Tribüne verbringt. Für die Schalker dürfte diese Partie schon ein Fingerzeig für die Rückrunde sein, denn in der Meisterschaft möchte man Rang 3 belegen, den DFB-Pokal gewinnen und in der Champions League so weit wie möglich kommen – wie immer hohe Ziele, an denen sich Trainer Mirko Slomka messen lassen muss.

Alle Partien des Achtelfinales in der Übersicht:

Dienstag, 29.01.2008

Wuppertaler SV – FC Bayern München
Alemania Aachen – 1860 München
Hoffenheim – Hansa Rostock
Borussia DortmundSV Werder Bremen

Mittwoch, 30.01.2008

Rot-Weiß Essen – Hamburger SV
Carl-Zeiss Jena – Arminia Bielefeld
Werder Bremen (A) – VfB Stuttgart
VfL WolfsburgSchalke 04


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Die Allianz Arena - bald geht es wieder los © flickr / dustpuppy

Eigentlich startet die Bundesliga erst am kommenden Freitag in Rückrunde, aber schon am morgigen Dienstag müssen die ersten Bundesligisten im DFB-Pokal ihren Dienst versehen, so kommt es unter anderem zur Auseinandersetzung zwischen dem Wuppertaler SV, der Hertha BSC geschlagen hatte, und dem Meisteraspiranten aus München sowie zu dem Duell zwischen Borussia Dortmund und dem SV Werder Bremen.

KrzynowekEbenfalls in dieser Woche müssen die letzten Transfers über die Bühne gebracht werden, wenn man sich noch einmal in der Winterpause verstärken möchte. Die Berliner Hertha wird dabei noch einmal auf dem Markt aktiv werden, denn Gilberto wechselt wie seit Wochen vermutet zu den Tottenham Hotspurs. Die Ablösesumme für den vielseitigen brasilianischen Nationalspieler soll rund 2,8 Millionen betragen, keine schlechte Summe angesichts der Tatsache, dass Gilberto im Sommer ablösefrei zu haben gewesen wäre. Dafür soll nicht früher vermutet Vlad Munteanu die linke Seite der Hertha verstärken, sondern dessen Vereinskollege Jacek Krzynowek. Dieser verfügt über eine größere Flexibilität und Erfahrung. Im Gespräch ist eine Ablösesumme um 800.000 Euro.

Einen Abgang hat auch Hannover 96 zu vermelden. Thomas Kleine, der erst im Sommer von Greuther Führt nach Hannover gekommen war, verlässt die Niedersachsen in Richtung Borussia Mönchengladbach. Die 700.000 Euro sollen aber unmittelbar neu investiert werden, so überlegen die Niedersachsen den bei Schalke 04 in Ungnade gefallenen Mesut Özil nach Hannover zu holen, was aber aufgrund der hohen Ablöseforderung der Schalker (7 Millionen) kaum möglich ist. Möglicherweise kommt aber auch eine Ausleihe für den talentierten Mittelfeldspieler in Frage.

Ebenfalls nur ein halbes Jahr könnte das Engagement von Ewerthon in der Bundesliga gewesen sein. Espanyol Barcelona hat ein großes Interesse an der Verpflichtung des 26jährigen brasilianischen Torjägers, der bisher in Stuttgart nicht auf die Beine kam. Durch den Transfer des Rumänen Radu wäre die Abgabe von Ewerthon durchaus realistisch.

Frankreich scheint ein guter Markt für die Bundesliga zu sein, denn nach Jan Koller und Abardonado kommt ein weiterer Ligue 1 nach Deutschland. Der MSV Duisburg gab die Verpflichtung von Linksverteidiger Olivier Veigneau (22) vom AS Monaco bekannt, der das Schlusslicht der Bundesliga weiter verstärken soll. Zudem steht Stürmer Bojan Vrucina von Slaven Belupo kurz vor einer Unterschrift bei den Zebras. Unklarheit hingegen besteht bei Roque Junior, der die Verantwortlichen um eine Vertragsauflösung gebeten hat, die aber bisher noch nicht vollzogen ist. Roque Junior hatte angegeben, dass er mental nicht mehr in der Lage sei, die Bundesliga zu absolvieren, vordergründig dürfte aber wohl der unerfüllte Wunsch nach einer Gehaltserhöhung sein.


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Wenn man als Stürmer der Bundesliga den größten Teil der Hinserie auf der Bank Platz genommen hat, muss man sich Gedanken über seine Zukunft machen. Manchmal ist ein Rückschritt in Liga 2 sinnvoller, als ein wenig erbauendes Reservistendasein in der 1.Liga. Dies haben sich fünf Bundesliga-Akteure ebenfalls gedacht und sich für einen Wechsel in das Unterhaus entschieden.

Isaac Boakye kam angesichts der Wolfsburger Kaufsucht kaum noch über Teileinsätze in der Bundesliga hinaus. Am Ende der Hinrunde standen für den Stürmer aus Ghana gerade einmal zwei Einsätze und Null Tore zu Buche. Da man sich aber in Mainz an die erfolgreiche Bielefelder Zeit des Stürmers erinnerte, wo er für die Arminia in der Saison 2003/04 in 26 Spielen immerhin stolze 14 Tore erzielte, lieh man ihn für ein halbes Jahr aus. Trainer Klopp lobt seine Neuerwerbung in höchsten Tönen und hofft, das Isaac Boakye Mainz den Weg ins Oberhaus ebnen wird.

Abdelaziz Ahanfouf hat in seinem Fußballleben schon allerhand erlebt. So ging der Stürmer für Unterhaching, Hansa Rostock, den MSV Duisburg, Dynamo Dresden und Arminia Bielefeld auf Torejagd. Inzwischen hat Abdelaziz Ahanfouf die Arminia wieder verlassen und sich dem Zweitligisten Wehen Wiesbaden angeschlossen, die auf eine ähnliche Torquote des 29jährigen hoffen wie in seiner Duisburger Zeit, wo er einst 14 beziehungsweise 17-mal erfolgreich gewesen war.

Gänzlich überraschend kam der Wechsel von Michael Thurk zum FC Augsburg. Der wechselwillige Spieler, der einst so sehnsüchtig nach Frankfurt wollte und dafür die Mannschaft, Fans und den Trainer vor den Kopf stieß, wurde in der hessischen Heimat nicht glücklich. Trainer Friedhelm Funkel hatte kaum noch Verwendung für die agilen Stürmer, der auch beim MSV Duisburg im Gespräch war. Nun hofft Michael Thurk, dass er in Augsburg sein neues Glück findet.

Chhunly Pagenburg hingegen versuchte als junger Spieler neue Wege zu gehen und wechselte in der Winterpause zu 1860 München. Im vergangenen Jahr hatte das Stürmertalent noch den Pokal mit dem 1.FC Nürnberg errungen und immerhin zehn Bundesligaspiele absolviert. In dieser Saison fand er unter Trainer Hans Meyer kaum noch Berücksichtigung, weil ihm Saenko, Adler, Charisteas und andere vorgezogen wurden. In München möchte Chhunly Pagenburg vollends durchstarten und mit 1860 in die Bundesliga zurückkehren.

Ähnlich ergeht es auch Marcel Schied. Der 24jährige hofft Carl-Zeiss-Jena vor dem Abstieg mit seinen Toren retten zu können, um dann im Sommer möglicherweise in der Bundesliga neu Fuß fassen zu können. Seine beste Zeit erlebte der Stürmer in seiner Zeit beim VfL Osnabrück in der Saison, als er ausgeliehen vom FC Hansa Rostock zwölf Tore schießen konnte.


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Mit dem Näherrücken des 18. Spieltages am 1. Februar mit der Partie Hansa RostockFC Bayern München überschlagen sich fast täglich die Meldungen auf dem Transfermarkt. Fast jedes Team möchte sich in irgendeinem Bereich noch verbessern oder einen Spieler abgegeben.

Das gilt auch für die beiden Mannschaft, die die Rückrunde eröffnen werden. Hansa Rostock möchte gerne seinen linken Verteidiger Pearce abgeben, der erst vor der Saison gekommen war, aber aus Sicht der Verantwortlichen völlig enttäuschte. Außerdem wurden rund um die Mannschaft zwei Mental-Trainer installiert, um die psychische Belastung der Profis zu reduzieren. Damit folgt Rostock anderen Bundesligisten, bei denen Mental-Trainer inzwischen zum regelmäßigen Trainerstab gehören.

Auch im Kader von Bayern München wird es möglicherweise noch eine Veränderung geben. Nachdem Trainer Ottmar Hitzfeld angekündigt hatte, dass das Sturmduo Klose und Toni auch in der Rückrunde gesetzt sind, trägt sich Lukas Podolski mit Abwanderungsgedanken. Zumindest eine Ausleihe bis zum Sommer sei durchaus im Bereich des Möglichen, betonte Manager Uli Hoeneß. Neu-Trainer Jürgen Klinsmann plant allerdings fest mit seinem ehemaligen Nationalmannschafts-Zögling. Interessenten für die Stürmer gibt es genug, so denken unter anderem Manchester City, Werder Bremen und der VfB Stuttgart an eine Ausleihe.

Bei Hertha BSC wird es garantiert noch zu Veränderungen kommen. Zieht der eigentlich schon in trockenen Tüchern gewähnte Transfer mit Fejsa sich scheinbar noch eine Weile aufgrund von ungeregelten Transfermodalitäten, haben die Berliner seinen Landsmann Gojko Kacar von FK Vojvodina Novi Sad verpflichtet. Dieser kann im defensiven und offensiven Mittelfeld sowie der Innenverteidigung eingesetzt werden. Rund drei Millionen Euro war der Hertha der Transfer des 20jährigen serbischen Nationalspielers wert. Dafür verdichten sich die Anzeichen, dass Gilberto die Berliner bereits im Winter verlassen wird. Tottenham Hotspurs bieten inzwischen etwas unter zwei Millionen Euro für den brasilianischen Nationalspieler.

Seine letzte Chance in der Bundesliga möchte Daniel Ljuboja gerne nutzen. Der bisherige Stuttgarter Stürmer, der beiden Schwaben aufgrund zahlreicher Querelen in die zweite Mannschaft versetzt wurde, wechselt auf Leihbasis zum VfL Wolfsburg. Dieser besitzt am Ende der Saison eine Kaufoption für weitere zwei Jahre. Ljuboja hat bisher 42 Bundesligaspiele absolviert und dabei 13 Treffer erzielt. Zudem haben die Wölfe einen neuen Torwarttrainer verpflichtet - Andreas Hilfiker wird ab sofort für die Torhüter verantwortlich sein. Dieser kann sich gleich mit seinem Landsmann, den Schweizer Nationaltorhüter Diego Benaglio, auseinandersetzen. Wie die Wölfe bekannt gaben, erhält der für rund zwei Millionen Euro verpflichtete Schlussmann einen Vertrag bis ins Jahr 2012.

Der MSV Duisburg kann zwar keinen Transfer verkünden, hat sich aber auf der Position des Sportdirektors verstärkt. Bruno Hübner, der bisher beim Zweitligisten Wehen-Wiesbaden erfolgreich tätig war, wird versuchen, gemeinsam mit den Zebras die Klasse zu erhalten.

In Cottbus hat man die Weichen für die Zukunft gestellt und Torhüter Tremmel bis ins Jahr 2010 gebunden. Der Vertrag des neuen Stamm-Torhüters ist auch in der Zweiten Liga gültig.

Erneuter Schock für Werder Bremen - Nationalspieler Torsten Frings fällt erneut durch eine Innenbandverletzung für sechs bis acht Wochen aus. Dafür können die Bremer die Vertragsverlängerung von Daniel Jensen vermelden, der seinen Kontrakt bis ins Jahr 2011 verlängert hat.


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Nachdem jetzt die ersten Trainingseinheiten des neuen Jahres hinter den Bundesligisten liegen, haben viele Trainer schon schwerwiegende Entscheidungen für die Rückrunde getroffen.

Trainer Felix MagathAm härtesten trifft es wohl VfL Wolfsburg-Keeper Simon Jentzsch, obwohl die Tendenz nach seiner Halbzeitauswechslung und der Verbannung auf die Ersatzbank durchaus erkennbar war. Jentzsch ist es im Training nicht gelungen, seinen Trainer Felix Magath von seinen Fähigkeiten zu überzeugen. Eine Trennung von Jentzsch dürfte aber äußerst teuer werden für die Verantwortlichen, denn dieser hatte erst im vergangenen Jahr seinen Vertrag bis 2011 verlängert und besitzt zudem die Option auf einen Anschlussvertrag als Jugendtrainer bei den Wölfen. Seinen Nachfolger hat Magath aber auch schon im Blick. Diego Benaglio, den Magath bereits in Stuttgart trainiert hatte, gilt als moderner Torwart und soll die Nachfolge als Nummer 1 antreten.

Einen weiteren Aderlass muss wahrscheinlich Trainer Schaaf in Bremen verkraften. Im Sommer geht mit Sicherheit Tim Borowski zum FC Bayern München und vermutlich wird auch Mittelfeldspieler Daniel Jensen den Bremern den Rücken kehren und nach Piräus wechseln. Verlassen hat den Klub Carlos Alberto, der in Brasilien ein halbes Jahr Spielpraxis sammeln soll, um dann gestärkt zurückzukehren. Ebenfalls schon in der Winterpause wird Leon Andreasen von Weser nach Fulham wechseln. Der dänische Nationalspieler hat bereits den medizinischen Check hinter sich gebracht und spült rund 4,3 Millionen Euro in die Bremer Kassen. Nach den zahlreichen Abgängen wird natürlich der Ruf nach Verstärkungen immer lauter und immer wieder fallen die gleichen Namen – Schweinsteiger und Podolski. Die beiden Hauptdarsteller des Sommermärchens haben beim FC Bayern angesichts der großen Konkurrenz kaum große Perspektiven und könnten in Bremen zu alter Stärke zurück finden.

Während andere Vereine auf dem Transfermarkt unterwegs sind, plant Arminia Bielefeld langfristig mit den bewährten Stammkräften, weshalb die Verträge von Jonas Kamper, Jörg Böhme und Rüdiger Kauf allesamt verlängert wurden. Die Kontrakte gelten sowohl für die erste als auch für die zweite Bundesliga. Verlassen hat die Ostwestfalen Abdelaziz Ahanfouf, der mit sofortiger Wirkung zum Zweitligisten Wehen-Wiesbaden wechselt.

Auch Schalke 04 hat noch einmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen und den uruguayischen Nationalspieler Vincente Sanchez vom mexikanischen Verein Deportivo Toluca verpflichtet. Dort hat der 28jährige mit Christian Gimenez zusammen gespielt, der vor dieser Saison von Hertha BSC nach Mexico gewechselt war. Der schnell Stürmer erhöht damit den Konkurrenzkampf in der Offensive der Gelsenkirchener, in welcher Mesut Özil keine Perspektive mehr besitzt. Nach dem langen Hin- und Her der vergangenen Wochen haben die Schalker Verantwortlichen beschlossen, den Vertrag des Deutsch-Türken nun doch nicht zu verlängern.


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Die Alte Dame Hertha gibt in der Bundesliga weiterhin Rätsel auf. In jedem Jahr startet der Hauptstadt-Klub mit hohen Ambitionen in die neue Saison und wähnte sich kurze Zeit sogar im Kreis der ganz Großen wie dem FC Bayern oder Werder Bremen.

Die Bilanz in den letzten Jahren verrät aber etwas anderes. Hatte man in der vergangenen Saison die Hinrunde auf einem beachtlichen fünften Platz abgeschlossen und hatte geringfügige Hoffnungen sogar die Champions League zu erreichen, verspielten die Berliner mit einer katastrophalen Leistung alle Möglichkeiten auf das internationale Geschäft. Am Ende der Saison, die von Zankereien und Querelen in der Mannschaft geprägt war, musste man sich kurzzeitig mit dem Abstieg befassen, der aber verhindert werden konnte. Die Mannschaft einte in der Vergangenheit nur der gemeinsame Hass auf Trainer Falko Götz, der später seinen Hut nehmen musste.

In dieser Saison sollte eigentlich alles besser werden. Als Trainer verpflichtete man Lucien Favre, der den FC Zürich zuletzt zu zwei Meisterschaften und einem Pokalsieg geführt hatte. Zudem verzeichnete man zehn Abgänge und holte gleich mehrere neue Spieler. Am Beginn der Saison sah alles danach aus, als ob der Hertha der radikale Umbruch wirklich gelungen war. Man spielte attraktiven und schnellen Fußball, konnte sogar zwischenzeitlich den zweiten Platz erobern. Der Bruch kam mit der Verletzung von Mittelfeldspieler Lucio, dessen Knieapparat im Spiel gegen FC Schalke 04 fast vollständig zerstört wurde. Danach war es vorbei mit der Berliner Herrlichkeit und es wurden Partien wie gegen Rostock und Nürnberg fast kampflos hergegeben.

In der Winterpause gelang es Manager Dieter Hoeneß, der bei der jüngsten Kicker-Leser-Umfrage den letzten Platz aller Bundesliga-Manager belegte, des Trainers Wunschstürmer Raffael aus Zürich zu verpflichten. Zudem kommen vermutlich der junge Serbe Fejsa und der US-Boy Arguez, die beide das Mittelfeld der Berliner beleben sollen.

Durch die Verlängerung des Vertrages mit dem Vermarkter sportfive, der 25 Millionen an die Hertha zahlt, haben die Berliner mehr Geld für Transfers zur Verfügung, obwohl eine große Summe in den Schuldenabbau investiert werden soll.

Trotz der Neuverpflichtungen wird es wohl nicht zu mehr als einem Mittelfeldplatz reichen. Wenigstens sind ist Hertha in der Breite besser aufgestellt und sollte mit Raffael mehr Zug zum Tor entwickeln. Die Investitionen in junge Spieler sind richtungsweisend und sinnvoll.


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Commerzbank-Arena

Jedes Jahr fragen sich die Frankfurter Fans, wie ihre Eintracht wohl in der kommenden Saison abschneiden wird. Angesichts des riesigen Potenzials durch das Stadion und das Umfeld sollten die Ambitionen des Traditionsvereins für höhere Regionen reichen, jedoch orientieren sich die Verantwortlichen am Niemandsland der Tabelle – dem gesicherten Mittelfeld.

Michael Thurk (jetzt Augsburg)Die Abgabe eines der besten Offensivspieler der Bundesliga in Person von Albert Streit dürfte eine entscheidende Schwächung des Teams bedeuten. Auch wenn man mit Martin Fenin und Cesar Alves dos Santos Caio rund acht Millionen Euro investiert hat, muss man in Frankfurt wohl nicht nach oben schauen. Die hohen Investitionen, die dank des soliden Wirtschaftens seitens der Frankfurter ermöglicht wurden, sind eher für die Zukunft gedacht, denn die geholten Akteure sind zwar junge Talente, aber noch keinesfalls gestandene Persönlichkeiten. Sollte es den Frankfurter noch gelingen, den griechischen Stürmer Evangelos Mantzios von Panathinaikos Athen zu verpflichten, wäre man in der Breite sehr gut aufgestellt und strebt einem ungefährdeten Klassenerhalt entgegen. Abgegeben wurden lediglich Naohiro Takahara und Michael Thurk, die aber während der Vorrunde kaum noch eine Rolle spielten.

Die Fans der Eintracht wünschen sich nichts sehnlicher, als dass ihnen in der Rückrunde ein ähnlicher Coup gelingt, wie dem 1.FC Nürnberg in der vergangenen Saison, als diese überraschend in den UEFA-Cup einzogen. Wenn weiterhin so geduldig gearbeitet und gewirtschaftet wird, ist dieser Traum in den nächsten Jahren keine Utopie mehr.


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Jürgen Klinsmann © wikimedia

Das vergangene Wochenende wurde natürlich von der Nachricht beherrscht, dass Jürgen Klinsmann ab dem Sommer 2008 das Ruder beim FC Bayern übernehmen wird. Jeder Experte, jede Zeitung und jeder Nachrichtensender musste seine Meinung kundtun, aber eines haben die Bayern schon wieder erreicht, sie haben alle überrascht und sich in den Schlagzeilen gehalten.

Tim BorowskiAm Sonntag-Abend setzten die Münchner noch eine Schlagzeile oben drauf, indem sie verkündeten, dass Nationalspieler Tim Borowski ab der Saison 2008/09 ebenfalls im Trikot der Roten auflaufen wird. Worüber wir schon vor einigen Tagen spekuliert haben, wird nun Realität, Werder Bremen muss ohne seinen Mittelfeldspieler auskommen. Borowski, dessen Vertrag am 30. Juni 2008 endet, wird ablösefrei nach München wechseln und hat dort einen Vertag bis ins Jahr 2011 unterschrieben. Langsam stellt sich aber die Frage, wo Bayern München die deutschen Nationalspieler alle spielen lassen möchte, schließlich droht Jansen, Schweinsteiger, Podolski und Borowski angesichts der großen Konkurrenz dauerhaft die Bank.

Energie Cottbus möchte das Unternehmen Klassenerhalt auch nicht dem Zufall überlassen und präsentierten mit Christian Müller von Hertha BSC den fünften Neuzugang in der Winterpause. Der talentierte Mittelfeldspieler kommt ablösefrei und soll auf der rechten Seite zum Einsatz kommen. Dafür hat Tomasz Bandrowski die Lausitzer in Richtung Heimat verlassen. Er wird an Lech Poznan ausgeliehen.

Auch die Berliner Hertha sieht sich weiter nach Verstärkungen um, so wird vermutlich der 19 jährige serbische Nationalspieler Ljubomir Fejsa die Mannschaft verstärken. Für den defensiven Mittelfeldspieler wird rund eine Million Euro Ablöse fällig. Weiter im Fokus der Hauptstädter sind Loukas Vyntra (26, Panathinaikos Athen) und Dusan Basta (23, Roter Stern Belgrad).

Ebenfalls verstärkt hat sich der Karlsruher SC. Die Badener holten Joshua Kennedy vom Ligarivalen 1.FC Nürnberg. Für rund 450.000 kommt der australische Nationalspieler zum KSC, nachdem er in Nürnberg nach der Verpflichtung des tschechischen Riesen Jan Koller keine Perspektive mehr gesehen hatte.

Nicht in die Bundesliga kommen wird Nationaltorwart Jens Lehmann, der Borussia Dortmund einen Korb gegeben hat. Er möchte lieber auf der Insel bleiben und dort sein Glück versuchen.


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Es ist erst ein paar Wochen her, da gab Ottmar Hitzfeld bekannt, den Vertrag bei den Bayern nicht mehr verlängern zu wollen und die Bayern zum Saisonende zu verlassen. Ihn zieht es scheinbar in die Schweiz zurück, wo er als heißer Kandidat für den Posten als Nationaltrainer gehandelt wird.
Nachdem die Trennung zwischen den Bayern und Hitzfeld bekannt war, machten sich Rummenigge und Hoeneß sofort auf Suche nach einen neuen Trainer. Und, wie sollte es anders sein, versprachen sie einen Hochkaräter. So waren zwischenzeitlich die Namen van Basten, Mourinho, Arsen Wenger und sogar die Trainerlegende Lothar Matthäus im Gespräch.

Jürgen Klinsmann

Schon heute gibt es endlich eine Antwort. Der 1.FC Bayern München verpflichtet Jürgen Klinsmann, er wird vom 1. Juli 2008 Trainer bei den Bayern werden. Hier bewahrheitet sich das alte Sprichwort wieder, “Man sieht sich im Leben immer zweimal.” so auch diesmal. Klinsmann war bereits von 1995-1997 Spieler bei den Bayern, wirkte aber unter Trapattoni und generell in München sehr unglücklich. Außerdem hatte ich eigentlich den Eindruck, als wären Hoeneß und Klinsmann nicht die besten Freunde. Naja wir werden sehen, ich denke, es könnte ab Sommer in Bayern wieder mehr FC Hollywood geben.

Klinsmann - der wo gewinnt

Fakt ist, wenn Klinsmann seine Konzepte durchsetzten kann und in Ruhe arbeiten kann, wie er es in der Nationalmannschaft getan hat, könnte die Zusammenarbeit sehr erfolgsversprechend sein.


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