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Beiträge vom: Februar, 2008

Sturm über Deutschland ©Drawings of Light

Der für den morgigen Tag angekündigte Sturm Emma zwingt die Verantwortlichen der DFL und der Stadt Cottbus zur Absage des Bundesligaspiels zwischen dem FC Energie Cottbus und dem VfB Stuttgart. Ein Orkan mit Geschwindigkeiten bis zu 130 km/h ist für Cottbus angekündigt worden und würde ein Austragung unter gleichwertigen Voraussetzungen unmöglich machen. Wie der Stuttgarter Manager Horst Heldt auf einer Pressekonferenz betonte: „Wichtig ist, dass die Partie unter regulären Bedingungen ausgetragen und die Sicherheit aller Beteiligten gewährleistet werden kann. Ansonsten macht es keinen Sinn zu spielen.“ Ein Nachholtermin steht bisher nicht fest, allerdings bemüht sich die DFL um eine zeitnahe Ansetzung.


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©by Manatari

Verrohen die Sitten in der Bundesliga? Auch dieses Wochenende wurden die Schlagzeilen wieder von Ereignissen beherrscht, die mit dem Fussball nur bedingt zu tun haben.

Der Stuttgarter Mario Gomez ließ sich in einem Interview nach dem Spiel dazu hinreißen, über Karlsruhes Verteidiger Maik Franz Folgendes zu sagen: „”Normalerweise respektiere ich im Fußball jeden Gegenspieler. Aber dieses Arschloch… Er ist einfach ein unfairer Sportsmann. Er spielt unfair, das ist ligaweit bekannt, und er wird auch noch von den Schiedsrichtern geschützt. Das verstehe ich nicht”. Diese Worte haben nun dazu geführt, dass der DFB Ermittlungen gegen Mario Gomez einleitete, der sich, wahrscheinlich vorsorglich, auf seiner Internetseite für sein Benehmen entschuldigte. Ob es zu einer Sperre kommt, ist aber eher unwahrscheinlich, da der Vorfall nicht direkt das Spielgeschehen beeinflusste.

Schwerwiegendere Konsequenzen dürfte Bayerns Mark van Bommel erwarten, der zuerst eine gelbe Karte sah, als er den Ball für einen Einwurf nicht freigeben wollte, sich dann aber dafür mit Klatschen und zu allem Überfluss auch noch mit einer obszönen Geste beim Schiedsrichter bedankte. Er sah zumindestens fürs Klatschen die Gelb/Rote Karte, da die Geste hinter dem Rücken des Schiedsrichters stattfand. Da der Kontrollausschuss des DFB nun die Ermittlungen eingeleitet hat, könnte van Bommel für unsportliches Verhalten nun weit mehr als ein Spiel Sperre erwarten.

Seine Strafe bereits erhalten hat Bremens Diego, der die Rote Karte erhielt nachdem er den Frankfurter Kyrgiakos nach einem Zweikampf und einigen deftigen Worten aus dessen Richtung umrammte. Der DFB hat nun 3 Spiele Sperre verhängt, die von den Bremern zähneknirschend angenommen wurden.Die Fälle hatten wieder eine Diskussion darüber ausgelöst, wie aggressiv die Aggressive Leaders sein dürfen und ob man nicht mehr dagegen unternehmen kann, dass die kreativen Spieler von den Verteidigern mit zu viel unfairen Mitteln gestoppt werden.


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kein Sieger in der Allianz-Arena ©b.schrade

Der 21. Spieltag war nicht der Spieltag der Torjäger, lediglich 26 Treffer fielen in den neun Partien, wobei allein vier Tore auf das Spiel Karlsruher SC gegen den VfB Stuttgart entfielen. Fünf Mannschaften blieben sogar ohne eigenen Treffer und drei Mal reichte ein einziges aus, um die drei Punkte für sich zu verbuchen.

Beim Topspiel des 21. Spieltages empfing der FC Bayern München den Hamburger SV, aber es konnte wie im Hinspiel kein Sieger ermittelt werden. Nach einem krassen Abwehrfehler von Lucio konnte Jarolim den Ball erobern und auf Olic passen, der dann überlegt zum 1:0 einschoss. Unmittelbar nach der Hamburger Führung wechselte Trainer Ottmar Hitzfeld seinen Superstar Frank Ribery ein, der auch gleich das Spiel an sich riss und die Vorlage zum 1:1 von Ze Roberto gab. Allerdings entstand der Treffer irregulär, denn der Einwurf der Münchner hätte eigentlich den Hamburgern zugestanden. Damit konnten die Bayern den Ausrutscher von Verfolger Bremen nicht wirklich nutzen,

denn die Hanseaten verloren bei Eintracht Frankfurt mit 0:1. Aufreger des Tages war hierbei die Rote Karte für Diego, der sich zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ. Zwar kämpften die Mannen von Trainer Thomas Schaaf aufopferungsvoll, vergaben aber zu viele Chancen. Die Eintracht, die Diego vor seinem Platzverweis arg attackierten, verlegte sich aufs Defensivspiel und wußte ihre Chancen durch Torjäger Amanatidis eiskalt zu nutzen.

Einen etwas glücklichen Sieg errang Bayer 04 Leverkusen gegen den FC Schalke 04. Eine verunglückte Flanke von Manuel Friedrich senkte sich aus 35 Metern unglücklich hinter Torhüter Manuel Neuer ins Netz und entschied diese Partie auf Augenhöhe. Damit kassierten die Schalker ihre zweite Pleite in Folge und Trainer Slomka gerät immer mehr unter Druck. Leverkusen rückte mit diesem Sieg vor auf den dritten Platz.

So langsam darf auch der VfB Stuttgart wieder in Richtung UEFA-Cup schauen, auch wenn dies fast acht Mannschaften tun. Gegen den ewigen Rivalen Karlsruher SC gelang den Schwaben ein 3:1-Erfolg, der allerdings für Stürmer Mario Gomez noch ein Nachspiel haben wird, denn er bezeichnete seinen Gegenspieler Maik Franz als „Arschloch“.

Im Tabellenkeller verschaffte sich Duisburg etwas Befreiung. Die Zebras gewannen beim direkten Konkurrenten Arminia Bielefeld mit 2:0 und zogen diese weiter in die Krise. Somit hat Trainer Frontzeck schon in fünf Spielen fünf Pflichtspielniederlagen erlitten. Aber auch Thomas von Heesen geht es nicht besser, denn seine Nürnberger kassierten nur eine Minute nach ihrer Führung den Ausgleichstreffer von Energie Cottbus und wiederum sah Keeper Blaszek nicht gut aus. Die Torwartdiskussion ist nun entflammt im bisher beschaulichen Frankenland.

Ihre Siegesserie konnten die Wolfsburger am 21. Spieltag nicht fortsetzen. Beim Spiel gegen Hertha BSC konnten sich die Wölfe bei ihrem Torwart bedanken, das es am Ende noch 0:0 stand, denn die Berliner hatten die besseren Chancen.
Etwas abseits vom großen Trubel gewannen Bochum und Dortmund ihre Spiele. Die Schwarz-Gelben konnten glücklich das Spiel gegen Hansa Rostock mit 1:0 für sich entscheiden. Bochum kämpfte bereits am Freitag Hannover 96 nieder, die weiterhin im Jahr 2008 ohne Sieg bleiben.

Ergebnisse der 21. Spieltages

  • Bayern München - Hamburger SV 1:1
  • Nürnberg - Cottbus 1:1
  • Wolfsburg - Hertha BSC 0:0
  • Frankfurt - Bremen 1:0
  • Stuttgart - Karlsruher SC 3:1
  • Bielefeld - Duisburg 0:2
  • Leverkusen - Schalke 04 1:0
  • Bochum - Hannover 96 1:2
  • Dortmund - Rostock 1:0

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    So ein Debüt haben lediglich zwei Spieler vor ihm in der Bundesliga gefeiert. Gleich drei Tore schoss der tschechische Stürmer Martin Fenin bei seiner Premiere in der Bundesliga in der Partie gegen Hertha BSC.

    Seit diesem Zeitpunkt stapeln sich die Anfragen bei der Frankfurter Eintracht und es wird nur noch über den Zeitpunkt spekuliert, wann der Jungstar den Verein in Richtung eines Top-Klubs wieder verlässt. 3,5 Millionen war der junge Stürmer der Eintracht wert, der sich bei der U20-Weltmeisterschaft in Notizbücher einiger Spielbeobachter aus ganz Commerzbank-Arena - neue Heimstätte für Martin Fenin -flickr©commanderxEuropa gespielt hatte. Neben Frankfurt waren Branchenriesen wie Juventus Turin, Arsenal London und der FC Liverpool an Fenin interessiert, aber für seine besten Entwicklungschancen sah er bei den Frankfurter. Gerade im Hinblick auf die anstehende Europameisterschaft wollte Fenin, der vom tschechischen Erstligisten FK Teplice kam, unbedingt Spielpraxis haben. Inzwischen war der 20jährige Angreifer bereits vier Mal für sein Heimatland aktiv.

    Mit seinem Tor im nachfolgenden Spiel gegen Arminia Bielefeld schaffte Fenin etwas, was keinem anderen der 4761 Bundesligaspieler bisher gelungen war, vier Tore in den ersten zwei Spielen in der deutschen Fußball-Bundesliga. Die Hysterie um seine Person scheint Fenin jedenfalls zu trotzen, denn er hat sich selbst ein Interviewverbot auferlegt und möchte sich langfristig als Stammspieler durchsetzen.


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    Jens Lehmann © wikimedia Bundestrainer Jogi Löw sieht sich einer Personaldebatte gegenüber, die er eigentlich nach der Heim-WM und für die kommende Europameisterschaft schon als abhakt gesehen hatte, die Position des Torhüters. Inzwischen diskutiert die gesamte Bundesliga über die offene Stelle im Tor und fast jeder Trainer würde seinen Keeper gerne im Nationaldress sehen.

    Etwas machtlos muss der eigentliche Platzhalter Jens Lehmann die ganze Debatte verfolgen. Zuerst verlor er seinen Stammplatz bei Arsenal London, dann konnte er sich zu keinem Wechsel durchringen und dann lieferte er noch miserable Leistung im Spiel gegen Österreich ab. Alles keine Argumente, um den gerade erst im Vorfeld der Weltmeisterschaft 2006 eroberten Stammplatz zu verteidigen. Seine eigentlichen Vertreter, Timo Hildebrand und Robert Enke, liefern zwar solide Leistungen ab, werden aber von anderen Keepern arg in Bedrängnis gebracht.

    Timo Hildebrand © wikimediaAus ganz neutraler Sicht lässt sich sagen, dass der Kampf um den Platz im Tor der Nationalelf offen ist wie nie zuvor. Da ist zum Beispiel der junge Rene Adler, der sich öffentlich nie zu diesem Thema äußert, aber Woche für Woche überragende Leistungen erbringt. Allein in der Rückrunde kann sich Bayer Leverkusen zu allererst bei seinem Keeper bedanken, dass die Spiele gegen den HSV und den KSC nicht verloren wurden. Da nun Adler auch im UEFA-Cup entsprechende internationale Erfahrung sammeln kann, spricht momentan nichts gegen ihn.

    Ein weiterer Kandidat ist Frank Rost. Der Routinier vom Hamburger SV, der nach seiner Ausbootung auf Schalke in Hamburg wieder zu alter Form zurückgefunden hat, untermauerte im Kicker vom Montag noch einmal seine Ambitionen auf die EM und lässt gleichzeitig Fakten sprechen. Gegen Bayer 04 Leverkusen hielt der 35jährige, der bereits vier A-Länderspiele absolviert hat, einfach überragend.

    Und in Bremen scheint Tim Wiese von Spieltag zu Spieltag sich in der Rolle des Herausforderers immer wohler zu fühlen. Nach seinem gehaltenen Elfmeter gegen Bayern, hielt er deren gleich zwei im UEFA-Cup gegen Braga. Keine schlechteTim Wiese (Bremen) Bilanz, zumal der Bremer-Torhüter momentan ohnehin gut drauf ist. Wie groß seine Anhängerschaft inzwischen geworden ist, beweisen kleine Animationsspielchen im Internet, bei denen man virtuelle Elfmeter gegen Wiese schießen kann, die dieser dann überragend hält.

    Also was tun Herr Löw? Gleich sechs Kandidaten bewerben sich um die drei Plätze bei der Europameisterschaft und sollte Manuel Neuer doch noch plötzlich zu der Form des Vorjahres zurückfinden, wären es gleich sieben derer. Der Bundestrainer stärkt jedoch Jens Lehmann demonstrativ den Rücken und möchte mit ihm als Nummer 1 in die Europameisterschaft gehen. Es bleibt abzuwarten, ob Lehmann diesem Vertrauensvorschuss gerecht wird.


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    Klaus Allofs © wikimedia Über Weihnachten sah es kurzzeitig so aus, als erwäge Klaus Allofs sein trautes Heim in Bremen zu verlassen, um in München die Nachfolge des scheidenden Managers Uli Hoeneß zu übernehmen. Seit gestern ist dies alles Makulatur, denn Klaus Allofs verlängerte seinen Vertrag bei Werder Bremen bis ins Jahr 2012.

    Damit beweisen die Bremer wieder einmal Kontinuität im so schnelllebigen Bundesligageschäft, nachdem sie bereits den Vertrag von Trainer Thomas Schaaf bis ins Jahr 2010 verlängert hatten. Seit 1999 trägt Allofs die Verantwortung an der Weser und hat zahlreiche Erfolge aufzuweisen. Gemeinsam mit Thomas Schaaf formte eine Mannschaft, die sich nach der Klaus Allofs als Spieler des 1. FC KölnÄra Rehagel erst einmal wieder finden musste und sich ihren Grundsätzen treu blieb. Neben Bayern München zählt Bremen zu den erfolgreichsten Mannschaften national sowie international. Die Verlängerung des Vertrages wurde Klaus Allofs auch mit einer Anhebung seiner Bezüge schmackhaft gemacht. Von geht davon aus, dass sein Gehalt von 800.000 Euro auf 1,25 Millionen Euro erhöht hat.

    Der ehemalige deutsche Nationalspieler absolvierte insgesamt 56 Länderspiele. In der Bundesliga spielte Allofs in 424 Partien unter anderem für den 1.FC Köln, Fortuna Düsseldorf und Werder Bremen. Für die drei Klubs traf der ehemalige Weltklasse-Stürmer insgesamt 177 ins Schwarze. 1979 und 1985 wurde er sogar Torschützenkönig der Bundesliga. Ab 1999 übernahm er die Geschäfte bei Werder Bremen und konnte überragende Transfers wie Miroslav Klose oder Diego verbuchen. Seine solide Arbeit machte ihn natürlich für andere Klubs interessant, weshalb es nicht verwundert, dass Uli Hoeneß ihn als Nachfolger ins Auge gefasst hatte.


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    Noch in der vergangenen Woche war Luca Toni noch so etwas wie der Depp, wenn man dies von einem italienischen Weltmeister überhaupt behaupten darf, als er den Elfmeter gegen den ärgsten Verfolger Werder Bremen verschoss, aber schon in der UEFA-Cup Partie gegen Aberdeen zeigte er mit seinem Tor Besserung und gestern im Spiel gegen Hannover 96 zeigte er, warum der FC Bayern so großen Wert auf seine Dienste legt. Mit einem lupenreinen Hattrick erledigte der smarte Stürmer die Niedersachsen von Hannover 96 fast im Alleingang, aber nur fast, denn der in letzter Zeit so oft kritisierte Schweinsteiger stand im hilfreich zur Seite. Er bereitete allein zwei Tore des Italieners vor. In dieser Kompaktheit und Entschlossenheit ist der FC Bayern nur sehr schwer zu schlagen, auch wenn sie ohne ihren Superstar Ribery auskommen mussten.

    Ärgster Verfolger der Bayern bleibt der SV Werder Bremen, der einen Arbeitssieg gegen den 1.FC Nürnberg errang. Tore von Rosenberg und Klasnic fielen nach haarsträubenden Fehlern der Franken. Insbesondere der sonst so solide Abwehrchef Wolf patzte beim 1:0. Zudem reduzierten sich Clubberer selbst, als Saenko innerhalb von drei Minuten erst Gelb und dann Gelb-Rot sah (20.Minute). Kein guter Einstand für Thomas von Heesen in der Bundesliga.

    Wenig Freude hat momentan Michael Frontzeck an seinem Job in Bielefeld, auch wenn er 92. Minuten danach aus sah, als würde es erstmals einen Grund zur Freude geben.. In einem Grottenkick im Berliner Olympiastadion vor gerade einmal 32.000 Zuschauern entschied Neueinkauf Raffael das Spiel nach 92 Minuten und 17 Sekunden mit einem Tor aus dem Nichts. Damit hat Hertha sich einen 10 Punktepolster auf die Abstiegsränge erarbeitet, muss aber noch mächtig zulegen, wenn sie die nächsten Partien auch erfolgreich bestehen wollen.

    Ebenfalls in den letzten Sekunden des Spiels entschied Thomas Hitzelsberger das Duell zwischen Duisburg und Stuttgart. Die erste Hälfte spielte der VfB Stuttgart wie ausgewechselt. Offensiv freudig und hinten stabil gingen die Schwaben nach zwei Toren von Gomez in die Pause. Aber anscheinend war ihnen der Pausentee nicht bekommen, denn nach der Pause spielte nur noch der MSV Duisburg. Ein herrliches Freistoß-Tor von Neuzugang Nicolescu und der Treffer von Ishiaku führten zum Ausgleich, bis zur 93.Minute, als Hitzelsberger den Spielverlauf auf den Kopf stellte.

    Die Mannschaft der Stunde ist momentan der VfL Wolfsburg, die auch im dritten Spiel der Rückrunde siegreich waren. Diesmal gelang ihnen sogar ein Erfolg gegen die aufstrebenden Schalker, die vor allem mit ihrer Chancenverwertung haderten. Immer besser in Form kommt dabei Stürmer Grafite, der jetzt acht Saisontore auf seinem Konto hat.

    Kein Glück für die Cottbusser brachte Bundeskanzlerin Angela Merkel, die vor dem Spiel die Ehrenmitgliedschaft erhielt. Sie hatte auf ein 2:1 für die Lausitzer getippt, musste aber mit ansehen, wie einmal mehr Mladen Petric mit zwei Toren ein schlechtes Spiel rettete.

    Ohne ihren Regisseur musste der HSV am Sonntag gegen die Bochumer antreten, die in ihrem letzten Auswärtsspiel Bremen besiegen konnten. Aber auch ohne Raphael van der Vaart siegte die Hamburger durch Olic und einem Doppelpack von Jarolim mit 3:0. Ein Gerücht besagt, dass das offenen Stellenangebot in Hamburg als Trainer des HSV mit Hans Meyer besetzt werden würde, mal abwarten, was in dieser Richtung noch passiert.

    In einem offensivfreudigen Match trennten sich Leverkusen und Karlsruhe mit 2:2, wobei Bayers Torhüter Rene Adler einmal mehr überragend hielt und immer mehr in Fokus der Nationalmannschaft gerät. Nationalspieler war auch Christian Rahn von Hansa Rostock einmal, jedoch ist das schon vier lange Jahre her. Aber in Rückrunde scheint sich der linke Mittelfeldspieler der Hanseaten einiges vorgenommen zu haben, denn schon gegen Nürnberg und jetzt gegen Frankfurt war Rahn erfolgreich. Top-Torjäger Fenin musste nun erkennen, dass die Bäume in der Bundesliga nicht in den Himmel wachsen.

    Am kommenden Sonntag kommt es dann zu spannenden Abstiegsduellen, bei denen die letzten vier Mannschaften aufeinander treffen sowie dem Gipfel zwischen dem FC Bayern und dem HSV.

    Ergebnisse der 20. Spieltages

  • Energie Cottbus - Dortmund 0:2
  • Hannover 96 - FC Bayern München 0:3
  • Karlsruher SC - Leverkusen 2:2
  • Hansa Rostock - Frankfurt 1:0
  • MSV Duisburg - Stuttgart 2:3
  • Hertha BSC - Bielefeld 1:0
  • Bremen - Nürnberg 2:0
  • Schalke 04 - Wolfsburg 1:2
  • Hamburger SV - Bochum 3:0

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    Schüco Arena Bielefeld © wikimedia

    Als Michael Frontzeck am 15. Dezember 2007 das Ruder bei Arminia Bielefeld übernahm, hätte er sich wohl kaum träumen lassen, dass in seinen ersten drei Pflichtspielen nur Niederlagen zu Buche stehen würden.

    Frontzeck wurde als Nachfolger des geschassten Ernst Middendorp recht frühzeitig der Öffentlichkeit vorgestellt, um dem Trainer genügend Zeit zu geben, das Team während der Winterpause nach seinen Vorstellungen zu formen. Allerdings war vielen Experten nicht klar, warum die Wahl bei Bielefeld auf Michael Frontzeck gefallen war, schließlich stand in seiner Cheftrainer-Vita bislang nur der Abstieg mit Alemannia Aachen. Sicherlich repräsentiert Frontzeck die moderne Generation der Fußball-Lehrer, jedoch auf einen solch unerfahrenen Mann zurückzugreifen war ein zweifelhafter Schachzug der Arminen, zumal er im vergangenen Jahr nicht nachweisen konnte, mit solcherlei Situationen umgehen zu können.

    Seine Karriere als Spieler kann man zweifelsohne als erfolgreich bezeichnen, denn Titel wie die Deutsche Meisterschaft mit dem VfB Stuttgart oder Vize-Europameister hat nicht jeder Fußball-Profi in seiner Sammlung. Erste Erfahrungen als Trainer sammelte er unter dem Altmeister Hans Meyer in Mönchengladbach. Auch unter Meyer Nachfolger Ewald Lienen arbeitete Frontzeck zunächst bis zu dessen Entlassung als Co-Trainer. Anscheinend wusste Lienen seine Arbeit zu schätzen und holte ihn 2004 nach Hannover. Am dritten Spieltag der vergangenen Saison trat Frontzeck dann die Nachfolge von Dieter Hecking bei Alemannia Aachen an, der zu Hannover 96 wechselte. Zwischenzeitlich bewegte sich Alemannia im gesicherten Mittelfeld der Liga, verlor aber im Schlussspurt an Boden und stieg dann ab. Unmittelbar nach dem letzten Spieltag verkündete Frontzeck dann seinen Rücktritt, kam somit einer möglichen Entlassung zuvor.

    Bei seiner Pflichtspielpremiere für Arminia Bielefeld unterlag er dem Zweitliga-Schlusslicht Carl-Zeiss Jena im DFB-Pokal. Anschließend folgten in der Bundesliga Niederlagen gegen Frankfurt und Wolfsburg. Mal sehen, ob es Frontzeck gelingt, sein Team dahingehend einzustellen, dass gegen Hertha BSC die ersten Erfolgserlebnisse verbucht werden können.


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    Es war die Schlagzeile der Woche – Nürnberg entlässt Hans Meyer und installiert Thomas von Heesen als dessen Nachfolger auf dem Trainerstuhl des Clubs. Angesichts des bevorstehenden UEFA-Cup Spieles gegen Benfica Lissabon keine leichte Aufgabe für den neuen Trainer.

    Thomas von Heesen möchte dem kriselnden Club neue Impulse einhauchen und kündigte verbal schon einmal folgendes an: „Ich habe keine Lust, etwas zu verschenken und werde von der ersten Sekunde an Vollgas geben. In Lissabon haben wir die erste Chance, ein Erfolgserlebnis zu holen.“ Man könnte sich sicherlich leichtere Aufgaben vorstellen, als seine erste Partie als Trainer gegen den Tabellenzweiten der portugiesischen Liga anzutreten. Die Euphorie der Fans, die immer vorbehaltlos hinter Meyer gestanden hatten, scheint trotz der Vorkommnisse ungebremst zu sein, allein 5.000 von ihnen begleiten Nürnberg auf der Reise nach Lissabon.

    In der Bundesliga spielte Thomas von Heesen für den Hamburger SV und Arminia Bielefeld. Er absolvierte insgesamt 378 Bundesligaspiele und schoss dabei 100 Tore. Als Spieler kann von Heesen auf zahlreiche Erfolge zurückblicken, so wurde er zweimal Meister (1983/1984), gewann den DFB-Pokal (1987) und gewann den Europokal der Landesmeister (1983). Seine Erfolge als Trainer sind wesentlich übersichtlicher, so führte von Heesen den damaligen Zweitligisten Arminia Bielefeld zurück in den die 1.Bundesliga. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere 1987 wechselte von Heesen auf den Posten des Sportdirektors und übernahm kurze Zeit später den Cheftrainerposten von Ernst Middendorp. 1999 fungierte er kurzzeitig als Sportdirektor von Hannover 96 und ging 2000 als Cheftrainer nach Saarbrücken. Zu Arminia Bielefeld kehrte er im Mai 2005 zurück und trat im Februar 2007 von seinem Posten zurück. Nun will sich von Heesen als Nachfolger von Hans Meyer in Nürnberg einen Namen machen.


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    Mit Hans Meyer verliert die Bundesliga einen der größten Entertainer ihrer Geschichte. Ohne den Druck, etwas erreichen zu müssen, führte der Kulttrainer den Club in den letzten zweieinhalb Jahren zu einem Pokalsieg und zur besten Platzierung in den vergangenen 20 Jahren. Leider konnte die Mannschaft in dieser Saison nicht mehr an die grandiosen Leistungen anknüpfen und liegt momentan mit zwei Punkten Rückstand auf einem Nichtabstiegsrang auf Platz 16.

    Ausschlaggebend war wohl das Remis am vergangenen Wochenende gegen den Mitkonkurrenten aus Rostock. Bereits vor dem 1:1 orakelte Meyer, der sich den Mechanismen des Geschäftes durchaus bewusst ist, dass möglicherweise Ende Februar keinen Trainer Hans Meyer mehr geben wird. Vielleicht hatte er, der schon seit Jahren im Trainergeschäft ist, das Gefühl die Mannschaft nicht mehr erreichen zu können, schließlich blieb der Stammkader bis auf Torwart Raphael Schäfer vor dieser Saison fast unverändert. Stattdessen hat man sich mit Misimovic, Charisteas und Koller sogar punktuell verstärkt. Fakt ist aber, dass Nürnberg zwar schön spielte, aber nicht die Ergebnisse lieferte, die nötig sind, um in der Bundesliga bestehen zu können. Das wusste auch Hans Meyer, genauso wie jene Tatsache, dass die erreichten Erfolge alle nutzlos wären, würde man am Ende der Saison den bitteren Gang in Liga zwei antreten müssen. Das Beispiel Kaiserslautern lässt grüßen.

    Als Spieler agierte Meyer in der DDR-Oberliga ausschließlich bei Carl-Zeiss-Jena von 1963 bis 1969. Seine erfolgreiche Trainerkarriere sollte eben auch dort beginnen. Zwischen 1971 und 1983 sollte Hans Meyer mit dem thüringischen Traditionsverein immerhin drei Mal den FDGB-Pokal gewinnen. Der größte Erfolg jener Ära war das Erreichen des Europapokals der Pokalsieger 1981, wo man aber im Finale Dynamo Tiflis mit 1:2 unterlag. Im Anschluss trainierte er Rot-Weiß Erfurt und den Chemnitzer FC. Auch bei Carl-Zeiss Jena und dem 1.FC Union sollte Meyer kurzzeitig das Ruder übernehmen, ohne aber große Erfolge verbuchen zu können.

    1996 wählte Meyer den ungewöhnlichen Weg ins Ausland, wo er in der niederländischen Ehrendivision Twente Enschede übernahm und dort das kleine Team in höhere Tabellenregionen führte. 1999 folgte dann die Rückkehr nach Deutschland zum damaligen Zweitligisten Borussia Mönchengladbach, die unter seiner Regie 2001 den Aufstieg schafften. Im März 2003 verließ Meyer auf eigenem Wunsch den Verein, weil es erhebliche Meinungsverschiedenheit um Umfeld gab. Im Dezember desselben Jahres unterschrieb Hans Meyer bei Hertha BSC und sollte die hoffnungslosen Berliner bis zum Ende der Saison bis auf Platz 12 führen. Für seine Konsequenz und sein authentisches Auftreten besitzt Hans Meyer noch immer Kultstatus in Berlin. Trotz einer vorliegenden Vertragsverlängerung entschied er sich gegen ein weiteres Engagement und kehrte erst im Dezember 2005 in Nürnberg auf den Trainerstuhl zurück. Sein größter Erfolg beim Club bleibt aber der Gewinn des DFB-Pokals im vergangenen Jahr.

    Mit seiner Ironie und seinem Sarkasmus bereicherte Meyer jedes Wochenende die Bundesliga. Vermutlich wird wohl kein weiteres Engagement von Meyer in der Bundesliga mehr geben, weshalb er uns sehr fehlen wird. Nachfolger von Meyer soll Thomas von Heesen werden.


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