Eigentlich kann Deutschland die jährliche Suche nach dem Supertalent einstellen. Denn das größte Talent heißt Toni Kroos – zumindest was den Fußball angeht. Was der Mittelfeldspieler derzeit auf dem Platz abliefert, ist einfach nur überragend. Ja fast schon weltklasse. Das ist auch Trainer Jupp Heynckes zu verdanken. Der Trainer von Bayer Leverkusen ist auf dem besten Weg, den Shootingstar zu einem absoluten Starspieler zu entwickeln.
Der Wechsel von Bayern München zu Bayer Leverkusen war das Beste, was Toni Kroos passieren konnte. Das war in der Winterpause 2008/09. Beim FC Bayern kam er aufgrund der starken Konkurrenz nicht zum Zuge, was in dieser Saison wohl kaum anders gewesen wäre. Auch wenn FCB-Trainer Louis van Gaal als Förderer von jungen Spielern gilt – siehe Holger Badstuber und Thomas Müller – hätte er einen schweren Stand.
Heynckes als Förderer von Kroos
Zwar saß der 20-Jährige, der am 4. Januar 1990 in Greifswald geboren wurde, anfänglich unter Bayer-Trainer Bruno Labbadia auch nur auf der Bank, doch auch als Joker wusste Kroos mit seiner Genialität und Fußballkunst zu überzeugen. Und spätestens nachdem Labbadia-Nachfolger Jupp Heynckes intensiv an den Schwächen, wie körperliche Defizite und Defensivverhalten des Spielgestalters gearbeitet hat, führte der Weg unaufhaltsam in die Stammelf von Bayer Leverkusen.
Mit einem herrlichen Freistoßtor hat Arjen Robben dem FC Bayern einen 3:2-Auswärtssieg bei Werder Bremen beschert. Ganz im Stile von Holger Badstuber zirkelte der niederländische Flügelflitzer die Kugel in die Maschen. Unser Tor der Woche.
Arjen Robben gilt als schneller, dribellstarker und auch verletzungsanfälliger Flügelstürmer. Doch dank seiner hervorragenden Schusstechnik und Ballgefühl eignet sich der Bayern-Star auch sehr gut zum Treten von Standards. So durfte der 26-Jährige auch am 19. Spieltag beim Gastspiel in Bremen erstmals Ecken und Freistöße ausführen. Einer davon schlug direkt im Kasten ein und bescherte den 6. Sieg in der Bundsliga am Stück und uns das Tor der Woche.
Traumtor durch Arjen Robben
In der 78. Minute, kurz nach dem Hugo Almeida für Werder Bremen den 2:2-Ausgleich markierte, legte sich Arjen Robben den Ball an der rechten Strafraumkante zurecht. Entfernung zum Tor: 20 Meter. Der Stürmer läuft an und schlenzt den Ball mit Links aus halbrechter Position gefühlvoll Richtung langes Eck. Immer länger wird der Ball, der sich über SVW-Keeper Tim Wiese hinwegsenkt und von der Unterkante der Latte im Tor landete (s. Video). Ein echtes Traumtor und der verdiente Siegtreffer für die Bayern.
Mit der Verpflichtung von Ruud van Nistelrooy hat der Hamburger SV einen echten Transfercoup gelandet. Der Stürmerstar kommt ablösefrei von Real Madrid und kann mit den Hanseaten noch für mächtig Furore sorgen.
Jubel in Hamburg und wohl auch in der ganzen Bundesliga. Denn kein geringer als Torjäger Ruud van Nistelrooy wird zum Hamburger SV wechseln. Für den bei Real Madrid aussortierten Niederländer müssen die Rothosen nicht mal eine Ablöse zahlen. Das verschafft einen finanziellen Puffer, um das Gehalt des Angreifers zu zahlen, der einen Vertrag bis 2011 erhalten soll. Zuvor hieß es, dass van Nistelrooy vorerst für den Rest der Saison ausgeliehen wird, doch anscheinend wechselt er langfristig.
Im Kampf um den 33-Jährigen hat sich der HSV auch gegen klangvolle Klubs wie den FC Liverpool oder Tottenham Hotspurs durchgesetzt, die auch ihrerseits Interesse an einer Verpflichtung hatten.
Man kann davon ausgehen, das Ruud van Nistelrooy beim Hamburger SV auch mächtig einschlagen wird. Hierfür braucht man nur auf seine sagenhafte Torquote gucken, die er bei jedem seiner bisherigen Vereine erzielte: u.a. PSV Eindhoven 62 Tore in 67 Spielen, Manchester United 95 Tore in 150 Spielen, Real Madrid 46 Tore in 68 Spielen.
Van Nistelrooy und Petric stürmen
Durch die Verpflichtung von „Van the Man“ hat HSV-Trainer eine unfassbare Sturmreihe. An der Seite von van Nistelrooy dürfte Mladen Petric stürmen und mit Marcus Berg hat man einen hochbegabten Jungen in der Hinterhand.
Gerald Asamoah und Halil Altintop sollen bei Hannover 96 endlich für mehr Torgefahr sorgen. Gut möglich, dass das Schalker-Duo noch im Januar zum Ex-Trainer Mirko Slomka wechselt.
Nach 7 sieglosen Spielen hat Mirko Slomka Andreas Bergmann als Cheftrainer von Hannover 96 abgelöst. Und ursprünglich wollte der 42-Jährige mit dem aktuellen Kader die Mission Klassenerhalt in Angriff nehmen.
Doch spätestens nach der Verletzung von 96-Toptorjäger Didier Ya Konan bricht bei den Niedersachsen Unruhe aus. Denn außer Jiri Stajner vermag keiner der anderen Offensivkräfte wie Mike Hanke, Jan Schlaudraff oder Mikkael Forssell für Torgefahr zu sorgen – wenn sie denn mal fit sind und überhaupt spielen können.
Kein Wunder, dass sich Slomka nun nach neuen Stürmern umschaut. Doch finanziell kann man sich bei Hannover 96 keine großen Sprünge erlauben. Was liegt da näher, als das Slomka einfach bei seinem Ex-Klub Schalke 04 wildert und zugleich S04-Trainer Felix Magath von „unnötigem Ballast“ befreit.
Asamoah und Altintop - günstige Verstärkung
Genauer gesagt handelt es sich dabei um Gerald Asamoah und Halil Altintop. Beide würde Slomka nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ gerne verpflichten und es ist davon auszugehen, dass auch Magath nach seiner winterlichen Shoppingtour den Spielern keine Steine in den Weg legen will.
Marcell Jansen ist on the top. Noch nie war der Linksfuß des Hamburger SV so gut drauf wie in den letzten Wochen. In der derzeitigen Verfassung ein sicherer Kandidat für die Nationalmannschaft und die Mission WM-Titel 2010. Aber auch privat läuft es rund. Unser Porträt.
Nachdem Jansen zu Saisonbeginn verletzungsbedingt zum Zuschauen verdammt war, hat der 24-jährige seinen Stammplatz in der HSV-Elf zementiert. Dabei überragt er auf der eher ungewohnten Position des linken Mittelfeldspielers, obwohl sein eigentlicher Platz in der Viererkette ist. Doch da kommen seine Vorzüge nur selten zum Vorschein.
Stärken von Marcell Jansen
Schließlich verfügt Marcell Jansen auch in der Offensive über hervorragende Qualitäten. Vor allem wenn er seine Schnelligkeit und Technik ausspielen kann, ist er für die Labbadia-Elf ein permanenter Unruheherd. Ein weiteres Markenzeichen des ehemaligen Bayern- und Gladbach-Profis ist sein linker Hammer. Unfassbar mit welcher Wucht er beispielsweise die Kugel zum Rückrundenauftakt gegen den SC Freiburg die Kugel in den Winkel jagte. Ein Indiz, dass Jansen auch mit stolz geschwellter Brust und viel Selbstbewusstsein unterwegs ist.
Und da passt es ins Bild, dass der bodenständige Blondschopf zuletzt auch als Torjäger brillierte. 3 der letzten 8 HSV-Treffer gingen auf sein Konto, zudem bereitete er 3 Treffer vor. In der laufenden Saison steht er bei 4 Toren – soviel hat er noch nie in einer Spielzeit erzielt. Es läuft!
Nach kurzer Winterpause rollt der in der Bundesliga wieder der Ball und unsere Suche nach dem Tor der Woche geht auch im neuen Jahrzehnt weiter. Diesmal war es Edin Dzeko, der mit einem schönen Schlenzer das Rennen gewann.
Der VfL Wolfsburg befindet sich weiter im sportlichen Tief. Beim VfB Stuttgart setzte es für den deutschen Meister eine 1:3-Pleite. Somit wartet die Elf von Trainer Armin Veh seit 6 Spielen weiter auf ein Erfolgserlebnis. Da ist es sicherlich nur ein kleiner Trost, dass Edin Dzeko mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:2 das Tor der Woche erzielte.
Dzeko macht’s mit Gefühl
Marcel Schäfer spielte von links in die Mitte zum bosnischen Stürmerstar, der mit einem gefühlvollen Schlenzer aus 20 Metern die Kugel in den Giebel jagte. Für VfB-Keeper Sven Ulreich, der für den gelbgesperrten Jens Lehmann zwischen den Pfosten stand, gab es da nichts zu halten. Kurz darauf hätte Dzeko beinahe sein zweites Tor markiert, doch der 23-Jährige scheiterte am Pfosten. Und so bleibt es bei 8 Saisontoren für Dzeko, den wohl nichts mehr in Wolfsburg hält, wenn die internationalen Plätze verpasst werden.
Für den VfB Stuttgart erzielten im übrigen Roberto Hilbert, Pawel Pogrebnyak sowie der eingewechselte Timo Gebhardt die Tore. Doch keiner traf so schön wie Edin Dzeko – den Schwaben kann es aber egal sein.
Der 1. FC Köln könnte bald die erhoffte Verstärkung für das in der Hinrunde doch sehr lahmende Offensivspiel erhalten. Demnach sollen sich die Domstädter um Vladimir Weiss von Manchester City bemühen. Im Gespräch ist eine Ausleihe, die eine klassische Win-Win-Situation für alle Beteiligten darstellen würde.
Vladimir Weiss gehört zu den größten Nachwuchshoffnungen im slowakischen Fußball. Kein Wunder, dass sich Manchester City die Dienste frühzeitig sicherte und den Mittelfeldspieler mit 16 Jahren ins Internat holte. Doch bislang blieb dem mittlerweile 20-Jährigen der Sprung in die Profimannschaft verwehrt. Angesichts der starken City-Konkurrenz fast logisch.
Fit zur WM
Da wäre ein Ausleihgeschäft durchaus sinnvoll. Und da kommt der 1. FC Köln ins Gespräch. Weiss, der vornehmlich im rechten offensiven Mittelfeld zum Zuge kommt, könnte die für die WM benötigte Spielpraxis sammeln, ManCity lässt ein Talent erstklassig ausbilden und die Kölner bekommen einen starken Spieler. Eine klassische Win-Win-Situation.
Stärken von Weiss
Doch worauf darf sich der FC freuen, wenn der Transfer tatsächlich klappen sollte? Weiss, dessen Vater und Großvater ebenfalls professionell Fußball spielten, ist technisch sehr versiert, blitzschnell, mit gutem Zug zum Tor und kann Situationen auf dem Platz schnell einschätzen und entsprechend darauf reagieren. Auf jeden Fall bringt er alles mit, um dem 1. FC Köln eine nützliche Hilfe zu sein.
Angeblich sollen die Domstädter gute Chancen auf eine Ausleihe haben, wobei Weiss aber auch immer wieder mit den Bolton Wanderers oder Hull City in Verbindung gebracht wird.
FC-Manager Michael Meier sollte sich unbedingt um den talentierten Jungen bemühen!!!
Der FC Bayern will sich in der Talentschmiedes des VfB Stuttgart bedienen und Sami Khedira an die Isar lotsen. Ein Wechsel im Sommer scheint nicht unrealistisch, wobei auch internationale Topteams mit den Hufen scharen.
Nach dem FCB-Trainer Louis van Gaal den Kader in der Winterpause ordentlich ausgedünnt hat, gilt nun das Augenmerk auf neue Spieler. Angeblich hat der Rekordmeister einen Wunschkandidaten beim VfB Stuttgart. Sami Khedira lautet das Objekt der Begierde.
Der zentrale Mittelfeldspieler mit defensiver Ausrichtung wäre ein geeigneter Kandidat, um in die Fußstapfen von Bayern-Kapitän Mark van Bommel zu treten. Der Vertrag des Niederländers läuft aus und es ist mehr als fraglich, ob dem 32-Jährigen der gewünschte Zwei- oder Drei-Jahres-Vertrag vorgelegt wird. Schließlich ist eine Verjüngung geplant und man mit Anatoli Timoschtschuk noch einen weiteren Spieler in der Hinterhand.
Robben pro van Bommel
Sollte am Bayern-Interesse an Khedira was dran sein, stehen für van Bommel die Zeichen klar auf Trennung – sehr zum Leidwesen von dessen Landsmann Arjen Robben, der auf einen Verbleib des Leitwolfs hofft. Doch Khedira wäre von seiner spielerischen Klasse reif für die Bayern.
VfB auf Verkauf eingestellt
Der 22-jährige Nationalspieler bringt einiges an Erfahrung mit und dürfte sich seinerseits auch nach einer neuen sportlichen Herausforderung sehnen. Spätestens 2011, wenn sein Vertrag ausläuft.
Gonzalo Castro muss mit Simon Rolfes, Toni Kroos oder Sami Hyypiä in einem Atemzug gennant werden, wenn man die Säulen des Erfolges von Bayer Leverkusen ausmachen will. Und dabei gehört der Abwehrspieler schon seit fünf Jahren zum Stammpersonal. Zeit, den Yongster genauer vorzustellen.
Seit der D-Jugend spielt der Halbspanier für Bayer Leverkusen. Und dass der 22-Jährige jetzt schon an eine Zeit nach seiner Karriere denkt, beweist die Tatsache, dass er bei Bayer eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann absolviert hat. Doch bis zum Karriereende ist es hoffentlich noch ein bisschen Zeit, schließlich steht Gonzalo Castro nicht nur in Leverkusen vor einer glänzenden Zukunft.
Gonzo’s Stärken…
Castro verfügt über eine Vielzahl von Stärken. Doch vor allem seine Vielseitigkeit macht ihn auch für andere arrivierte Teams begehrenswert. „Gonzo“, so sein Spitzname, kann auf beiden Außenverteidigerpositionen spielen und zudem auch das defensive Mittelfeld bekleiden. Zudem ist er trotz seines jungen Alters unglaublich reif und spielt taktisch einen perfekten Fußball. „Ein Spieler, wie ihn sich jeder wünscht“, schwärmte einst Ex-Bayer-Trainer Michael Skibbe.
…und Schwächen
Dagegen fehlt es Gonzalo Castro etwas an Konstanz, doch was angesichts seines Alters nichts Ungewöhnliches ist. Darüber hinaus wurde dem Jungnationalspieler ein etwas phlegmatisches, bequemes und emotionsloses Image nachgesagt, was aber durch seine bissigen und herausragenden Leistungen in der Hinrunde ausgemerzt hat. Und mittlerweile zeigt er absolute Leidenschaft und Hingabe auf dem Platz.
Ein Schotte für Borussia Mönchengladbach? Angeblich steht mit Gary Caldwell von Celtic Glasgow ein Innenverteidiger auf der Liste der „Fohlen“. Das wäre eine durchaus sinnvolle Verpflichtung.
Eigentlich ist Gladbach mit Roel Brouwers und Dante in der Innenverteidigung stark besetzt. Das Duo überzeugte in der Hinrunde zudem mit sieben erzielten Treffern (fünf durch Brouwers) und bewies unerwartete Torjägerqualitäten. Aber was, wenn einer der beiden ausfällt?
Caldwell perfekte Alternative
Dann fehlt es definitiv an gleichwertigem Ersatz. Zumal Jan Ingwer Callsen-Bracker sich immer wieder mit Verletzungen rumplagen muss, statt das er sein fußballerisches Talent aufblitzen lassen kann. Und Thomas Kleine hat bei der Elf vom Niederrhein sowieso keine Perspektive mehr. Da würde ein starker Backup durchaus Sinn ergeben.
Und mit Gary Caldwell hat Borussia Mönchengladbach anscheinend schon einen Kandidaten gefunden. Und der 27-jährige Rechtsfuß könnte Celtic Glasgow idealerweise im Sommer aufgrund seines auslaufenden Vertrages ablösefrei verlassen. Der schottische Nationalspieler würde den Konkurrenzkampf in der Hintermannschaft garantiert anheizen und hätte sicherlich auch Chancen auf die erste Elf.
Auch Schalke 04 interessiert
Doch natürlich wecken gute Spieler auch andernorts Begehrlichkeiten, vor allem wenn sie ablösefrei zu haben sind. So soll auch Schalke 04 ein Auge auf Caldwell geworfen haben. Und mit Wigan Athletic und dem FC Middlesbrough buhlen zudem zwei weitere englische Teams um den Innenverteidiger.