Schlechte Nachrichten für den BVB und 1899 Hoffenheim. Die beiden Bundesligisten müssen in den kommenden Wochen jeweils auf einen Abwehrrecken verzichten.
Das hat gesessen: BVB-Keeper Roman Weidenfeller hat Mats Hummels mit einem Faustschlag unbeabsichtigt den Unterkiefer gebrochen. Zugetragen hat sich das ganze beim Revier-Derby zwischen Schalke 04 und Borussia Dortmund (2:1). Dabei trifft S04-Stürmer Kevin Kuranyi eine Teilschuld, da er Hummels einen Schubser verpasste, so dass dieser voll mit seinem Keeper zusammenprasselte und sich dabei schmerzhaft verletzt. Diese Aktion hätte sich Kuranyi auch verkneifen können.
Für Mats Hummels bedeutet das eine Zwangspause von mindestens 4 bis 6 Wochen. Ein großer Rückschlag für den BVB, da sich der 21-Jährigen seit Wochen in blendender Form präsentierte. Den Platz neben Neven Subotic in der Innenverteidigung wird jetzt wohl Felipe Santana übernehmen.
Vorsah mit Innenbandriss
Aber auch 1899 Hoffenheim musste einen schweren Ausfall am 24. Spieltag verkraften. Beim 2:0-Auswärtserfolg bei Hertha BSC verkraften. Isaac Vorsah hat sich das Innenband im Knie gerissen und wird ebenfalls 4 bis 6 Wochen ausfallen. Als Alternative stehen Per Nilsson und Marvin Compper bereit.
Wie bewertet ihr das Verhalten von Kevin Kuranyi, das zur Verletzung von Mats Hummels geführt hat?
Naldo gehört ohne Zweifel zu den besten Verteidigern der Liga. Doch dabei kann sich Werder Bremen nicht nur auf die Defensivkünste des Brasilianers verlassen, schließlich glänzt er regelmäßig als Torjäger. Höchste Zeit, den stürmenden Abwehrspieler etwas genauer zu beleuchten.
Naldo spielt bereits die 5. Saison für Werder Bremen. 2005 wechselte er für beschauliche 2,5 Mio. EuroTwin Towers vom brasilianischen Erstligisten Esporte Clube Juventude in den hohen Norden Deutschlands. Beim SVW hat sich der Abwehrhüne schnell zum Stammspieler und auch zum absoluten Leistungsträger entwickelt. Mit seinem kongenialen Innenverteidiger-Partner Per Mertesacker bildet Naldo seit geraumer Zeit eines der besten Abwehrduos der Liga, die besser unter Namen „Twin Towers“ bekannt sind.
Das Tor der Woche hat diesmal der Youngster Thomas Müller vom FC Bayern erzielt. Es gab, wie Toni Kroos gegen Werder Bremen bewiesen hat, sicherlich spektakulärere Tore am 23. Spieltag, doch der Treffer von Müller war das Resultat eines herrlich vorgeführten Angriffs der Bayern-Offensive. Und daher unser Tor der Woche.
Beim Gastspiel gegen den 1. FC Nürnberg war es Thomas Müller selbst, der das Tor einleitete. Nach einem Zuspiel von Holger Badstuber nahm der Offensivallrounder Fahrt auf und machte das Spiel durch einen Pass auf Ribery-Vertreter Ivica Olic plötzlich ganz schnell. Der Kroate leitete im brasilianischen Stil das Leder per Hacke auf Mario Gomez auf den linken Flügel weiter, der dann wieder diagonal auf Müller in den Strafraum zurücklegte. Und der 20-Jährige vollendete mit einem platzierten Rechtsschuss vom Elfmeterpunkt direkt und platzierte die Kugel in den rechten Giebel (siehe Video).
Für den 20-Jährigen, der bislang in jedem Bundesliga-Spiel dieser Saison zum Zuge kam, war es bereits der 7 Saisontreffer. Wobei er sich erstmals über das Tor der Woche freuen darf.
Tordebüt für Ilkay Gündogan
Am Ende trennten sich der FC Bayern mit 1:1-Unentschieden vom 1. FC Nürnberg. Für die abstiegsbedrohten Franken traf Ilkay Gündogan kurz nach dem Wechsel. Für den jungen Türken war es der erste Bundesliga-Treffer überhaupt.
Der VfB Stuttgart hat Valon Behrami ins Visier genommen. Der Schweizer soll von West Ham United verpflichtet werden, wobei man für den talentierten Mittelfeldspieler tief in die Tasche greifen müsste.
VfB-Trainer Christian Gross hat mit Valon Behrami scheinbar einen neuen Wunschspieler ausgemacht. Der Nationalspieler gilt als starker Flügelspieler und kann dabei auf der linken als auch auf der rechten Seite spielen. Und Behrami könnte sich einen Wechsel zum Klub seines Landsmanns durchaus vorstellen, da er selber bei West Ham United nicht wirklich glücklich geworden ist. Vor allem seine Familie scheint sich in London noch nicht wirklich heimisch zu werden.
Tattoos und schnelle Autos
Und mit Behrami würde der VfB nicht nur ein großes Talent, sondern auch einen echten Spielertypen verpflichten. Schließlich gilt der 24-Jährige, der im Kosovo geboren wurde, als extrovertiert und wird aufgrund seiner Tattoos und seiner Vorliebe für schnelle Autos als David Beckham der Schweiz bezeichnet. Dabei hat Behrami aber auch fußballerisch einiges auf dem Kasten.
Plant Schalke 04 den nächsten Transfer? Offenbar wollen die Knappen Valentin Stocker vom FC Basel verpflichten. Doch ein Transfer des linken offensiven Mittelfeldspielers ist schwer zu stemmen.
Das Transferkarussell will beim FC Schalke 04 einfach nicht zum Stillstand kommen. Nachdem in der Winterpause mal eben 8 Spieler verpflichten wurden, laufen die Planungen für die kommende Saison bereits auf Hochtouren. Dabei sollen die Königsblauen mal wieder am Schweizer Shootingstar Valentin Stocker interessiert sein, den man bereits 2008 im Visier hatte.
Valentin Stocker trumpft auf
Valentin Stocker ist im linken Mittelfeld zu Hause, wo er vor allem im offensiven Bereich seine Stärken hat. Mit seinen 20 Jahren hat er sich nicht nur beim FC Basel einen Stammplatz erkämpft, sondern zugleich den Sprung in die Schweizer Nationalmannschaft geschafft. Und da es der Linksfuß in der laufenden Saison bereits 6 Tore und 7 Torvorlagen in der Liga zu Buche stehen hat, ist das Interesse am talentierten Schweizer folgerichtig wieder aufgeflammt.
HSV, BVB, VfB – alle wollen Stocker
Doch mit seinen starken Vorstellungen hat Valentin Stocker gleich eine ganze Heerschar an Bundesligisten auf sich aufmerksam gemacht. Dabei sollen neben Schalke 04 auch noch Werder Bremen, der Hamburger SV, VfB Stuttgart sowie Borussia Dortmund ein Auge auf den Flügelflitzer (Körpergröße 1,77 m) geworfen haben.
Klare Sache: Das Tor der Woche erzielte diesmal Aristide Bance. Der Stürmer des 1. FSV Mainz 05 jagte die Kugel beim Gastspiel gegen Hertha BSC mit einem herrlichen Volleyschuss unhaltbar in die Masche.
Eine gefühlte Ewigkeit hatte Aristide Bance nicht mehr getroffen. Genauer gesagt blickte der Stürmer auf eine schier nie enden wollende Durststrecke von 1.153 Minuten zurück. Sein letzter Treffer datierte vom 8. Spieltag. Das war beim 2:1-Sieg gegen 1899 Hoffenheim Anfang Oktober. Alles Vergangenheit, denn nun meldete sich der sympathische Torjäger via Tor der Woche zurück.
Aristide Bance mit Traumtor
(das Tor gab es leider nicht bei Youtube, aber dafür ein Bilder-Video von Arsitide Bance…)
Es läuft die 37. Spielminute zwischen Hertha BSC und Mainz 05. Adam Szalai, Leihgabe von Real Madrid, flankt den Ball butterweich vom linken Strafraumeck nach rechts. Aristide Bance kommt aus dem Hinterhalt angestürmt und hämmert das Leder volley mit rechts aus 14 Metern in den linken Winkel. BSC-Keeper Jaroslav Drobny ist natürlich chancenlos und wir um ein weiteres Traumtor reicher.
Nicht selten, auch bei Profis, fliegen solche Geschosse Richtung Anzeigetafel. Doch diesmal nicht. Also, an alle Stürmer und Torjäger da draußen. Nehmt euch ein Herz und macht es Aristide Bance gleich. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Alex vom FC Chelsea soll angeblich beim FC Bayern auf der Wunschliste ganz oben stehen. Der Innenverteidiger ist unglücklich in London und könnte sich einen Wechsel garantiert vorstellen.
FCB-Trainer Louis van Gaal hat endlich seine Stammelf gefunden und eilt seitdem von Sieg zu Sieg. In der Abwehr sind derzeit Daniel van Buyten, Martin Demichelis, Philipp Lahm und Holger Badstuber vorbei. Doch in der nächsten Saison könnte ein echter Hochkaräter die Bayern verstärken: Alex!
Alex nur noch Reserve
Der Brasilianer in Diensten des FC Chelsea ist hinter John Terry und Ricardo Carvalho nur noch Innenverteidiger Nummer 3 und kommt nur noch selten zum Zuge. Keine zufrieden stellende Situation für den 27-Jährigen, der sich entsprechend Gedanken über einen Vereinswechsel macht.
Und der FC Bayern könnten ruhig noch einen international erfahrenen Abwehrrecken vertragen, sollten van Buyten oder Demichelis verletzt ausfallen oder in ein Formtief geraten. Und das an diesem Gerücht, was die englischen Zeitung „Daily Mirror“ publik machte, auch durchaus ein Funken Wahrheit dran ist, beweist die Tatsache, dass die Bayern bereits im Sommer an Alex interessiert gewesen sein sollen.
Alex - kein Schnäppchen
Doch dabei müsste sich die der deutsche Rekordmeister auf eine saftige Ablösesumme einstellen. Schließlich hat Alex erst im Oktober einen neuen 4-Jahres-Vertrag unterschrieben. Und zudem soll auch Atletico Madrid am zweikampf- und kopfballstarken Brasilianer interessiert sein.
Mit Patrick Herrmann hat Borussia Mönchengladbach ein neues Top-Talent in ihren Reihen. Der 19-Jährige hat sich in der Winterpause für den Profikader empfohlen und kann jetzt schon als künftiger Hoffnungsträge betitelt werden. Wir stellen euch den offensiven Mittelfeldspieler etwas genauer vor.
Gladbach hat mit Sebastian Deisler, Marcell Jansen oder Marko Marin schon einige Topspieler hervorgebracht. Und mit Patrick Herrmann steht das nächste große Talent in den Startlöchern.
Der A-Jugendliche hat sich durch starke Leistungen in der Winterpause für den Profikader empfohlen und wurde von Gladbach-Trainer Michael Frontzeck in der Rückrunde bislang in jedem Spiel eingewechselt. Dabei gelang dem 19-Jährigen gleich bei seinem Debüt gegen den VfL Bochum das Kunststück, nur 20 Sekunden nach seiner Einwechslung einen Treffer vorzubereiten. Getroffen hat übrigens Sebastian Bäcker – ein weiteres Fohlen-Talent.
Patrick Herrmann – Stärken und Schwächen
Patrick Herrmann ist ein klassischer Flügelspieler, der sich durch seine enorme Schnelligkeit und seinem Zug zum Tor auszeichnet. Hat er den Ball am Fuß, werden schnell seine technischen Fertigkeiten sichtbar. Aber auch im Defensivverhalten und der Rückwärtsbewegung weiß das große Talent zu überzeugen. Typisch für Flügelstürmer sind seine körperlichen Eigenschaften. Bei einer Größe von 1,77 m bringt das Leichtgewicht gerade einmal 61 kg auf die Waage. Entsprechend fehlt Herrmann noch die Robustheit im direkten Zweikampf.
Sven Bender hat sich bei Borussia Dortmund prima entwickelt. Der defensive Mittelfeldspieler wechselte erst zu Saisonbeginn von 1860 München zu den Schwarz-Gelben, wo er mittlerweile aus der Stammelf kaum noch wegzudenken ist. Wir wollen das große Talent mal genauer vorstellen.
Nach vier Monaten kassierte der BVB zuletzt zwei Pleiten am Stück. Gegen den VfB Stuttgart und Eintracht Frankfurt zog die Klopp-Elf jeweils den Kürzeren. Auffällig dabei: in beiden Spielen fehlten Sven Bender verletzungsbedingt.
Sven Bender – BVB-Stabilisator
Wer hätte gedacht, dass der 20-Jährige bereits jetzt schon zu den wichtigsten Spielern im Dortmunder-Spiel zählt? Wohl die wenigsten. Doch der U19-Europameister ist der Stabilisator im Mittelfeld. Dabei wirkt er trotz seines Alters extrem abgeklärt und kann Spielsituationen hervorragend antizipieren, was ihm vor allem im Zweikampf zugute kommt.
Traumpaar: Bender und Sahin
Seitdem Bender zusammen mit seinem kongenialen Partner Nuri Sahin die Doppelsechs bildet, steht der BVB wesentlich sicherer als noch zu Saisonbeginn. Während der technisch versierte Sahin für die wichtigen Spielimpulse im Offensivspiel hauptverantwortlich ist und das Spiel lenkt, übernimmt Bender den defensiven Part. Wobei sich BVB-Trainer Klopp auch voll auf seine konditionellen und läuferischen Fähigkeiten verlassen kann.
Mit Zoran Tosic hat der 1. FC Köln ein vielversprechendes Talent von Manchester United bis zum Saisonende ausgeliehen. Doch wer ist dieser Tosic? Und was hat er drauf? Wir geben ein paar Antworten.
Zoran Tosic wechselt vor gut einem Jahr von Partizan Belgrad zu Manchester United. Die „Red Devils“ zahlten für den jungen Serben damals rund 9 Millionen Euro. Eine stolze Summe, aber für einen talentierten Spieler mit seiner Begabung nichts Ungewöhnliches.
Tosic als Giggs-Erbe
Eigentlich sollte das Balkan-Juwel langfristig zum Erben von Flügelflitzer Ryan Giggs aufgebaut werden, doch Tosic hat bei ManUtd nicht wirklich Fuß gefasst. Und so führte der Weg zum 1. FC Köln, die ihn für 500.000 Euro ausgeliehen haben und sich wirklich über einen klasse Spieler freuen dürfen.