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Bundesligafussball

33. Spieltag – Des Einen Freud ist des Anderen Leid

An diesem Spieltag gab es einige Begegnungen, die für beide Teams von entscheidender Bedeutung waren. Energie Cottbus konnte mit einem Sieg gegen den Hamburger SV den Klassenerhalt sichern und Hamburg eine empfindliche Niederlage im Kampf um die internationalen Plätze beibringen. Zuerst sah es aber anders aus, da der HSV die bessere Mannschaft am Platz war. Doch Cottbus war einfach effektiver und gewann nach den Toren von Rivic und D. Sörensen (84.).

Auch Bielefeld konnte mit einem Sieg und Niederlagen der direkten Konkurrenz den Aufstieg jetzt schon sichern. Anfangs sah es gegen Dortmund auch sehr gut aus. Bielefeld führte und zeigte ein gutes Spiel und ging durch T. Marx (24., Foulelfmeter) und
Wichniarek (34.) in Führung. In der Schlussphase jedoch verspielten sie dies, nachdem Buckley (28.) den Anschlusstreffer schoss und Torwart R. Fernandez (83.) einen sehr schönen Freistoß Freis von der Latte ins eigene Tor köpfte. Mit diesem Unentschieden muss Bielefeld bis zum letzten Spieltag warten, um sicher die Klasse zu halten.

Nürnberg hätte durch das Unentschieden Bielefelds in Berlin zumindestens mit den Bielefeldern gleichziehen können. Doch sie verloren das Spiel mit 0:1, nachdem Raffael (74.) das einzige Tor des Spiels schoss. Nürnberg fühlte sich nach dem Spiel nicht ganz zu Unrecht um mindestens einen Elfmeter betrogen und haderte mit den Schiedsrichtern. Nun wird es immer enger für den Pokalsieger des letzten Jahres.

MSV Duisburg hatte den Meister aus Bayern zu Gast und sollte bei einer Niederlage so gut wie abgestiegen sein. Sie machten sich bestimmt einige Hoffnungen, die Münchner in einer Phase der Saison anzutreffen, in der sie nicht mehr ganz so motiviert zu Werke gehen würden. Doch es sollte anders kommen. Die Bayern siegten souverän mit 2:3 und hatten die Partie durch Ottl (3.) und Podolski (18., 20.) bereits früh entschieden. Tararache (48.) und Daun (54.) gelangen nur noch die im Endeffekt unnötigen Ehrentreffer.

Auch bei Rostock, die Bayer Leverkusen zu Gast hatten, ging es ums Ganze. Bayer Leverkusen dagegen brauchte unbedingt Punkte für die UEFA Qualifikation. Am Ende hatte die Werksmannschaft die Nase vorne und gewann nach zwei Foulelfmetern durch Rolfes (40.) und Castro (58.). Menga (67.) konnte mit dem Anschlusstreffer weder die Niederlage noch den damit endgültigen Abstieg verhindern. Somit hat Cottbus den Klassenerhalt bereits jetzt geschafft, während die Liga mit Rostock und Duisburg die ersten sicheren Absteiger hat.

Im oberen Tabellendrittel geht es kurz vor Ende der Saison ähnlich eng zu. Stuttgart musste nach Wolfsburg. Beide Mannschaften hatten noch gute Chancen in den UEFA CUP einzuziehen. Dies galt besonders für den Fall, wenn Wolfsburg gewinnen sollte. Anscheinend hatten sich die Wolfsburger dies zu Herzen genommen und so gewannen sie mit 4:0 durch die Tore von Marcelinho (16.), Dzeko (22.), Ricardo Costa (55.) und Dejagah (75.). Nachdem nun alle Kandiaten von Leverkusen bis Stuttgart 51 Punkte haben, wird der letzte Spieltag die Entscheidung bringen. Stuttgart hat durch das schlechteste Torverhältnis die schwierigste Ausgangsposition.

Schalke und Bremen dagegen brauchen sich um den UEFA Cup keine Sorgen mehr zu machen und wollen höher hinaus. Bremen hatte Hannover zu Gast und konnte mit einem Sieg eine Ausgangssituation schaffen, die am letzten Spieltag ein Unentschieden ausreichend macht, um die direkte Champions League Qualifikation zu sichern. Nach dem turbulenten Spiel während der Woche war man auf die Reaktion der Hanseaten gespannt

Und dies geschah sehr eindrucksvoll. Bremen fertigte Hannover mit einem Kantersieg von 6:1 ab. Die Tore schossen Almeida (14.), Naldo (27.), Borowski (73.), Klasnic (80.), Rosenberg (82.) und Hunt (87.). Den Ehrentreffer für die hoffenungslos unterlegenen Niedersachsen schoss Huszti (90. + 1). Besonders Löw dürfte es freuen, dass seine Nationalspieler um Frings und Borowski eine bestechende Form haben.

Schalke musste somit gegen Frankfurt gewinnen, um eine Chance auf den zweiten Platz zu haben. Sie schafften es, allerdings nicht so spektakulär wie die Konkurrenz. Es schien fast so, als wären die Knappen wieder in die Vor-Eurobomber-Zeit zurückgefallen. Das einzige Tor fiel nach einer Standartsituation per Kopf durch Krstajic (65.)

Duisburg – Bayern (Sa.) 2:3 (0:3)
Schalke – Frankfurt 1:0 (0:0)
Rostock – Leverkusen 1:2 (0:1)
Bremen – Hannover 6:1 (2:0)
Karlsruhe – Bochum 1:3 (0:1)
Bielefeld – Dortmund 2:2 (2:1)
Wolfsburg – Stuttgart 4:0 (2:0)
Hertha – Nürnberg 1:0 (0:0)
Cottbus – Hamburg 2:0 (1:0)