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Bundesligafussball

Amateurklubs – Auch sie brauchen Sponsoren!

Die Zeiten für den Amateurfußball haben sich in den letzten Jahren drastisch geändert. Das betrifft nicht nur die immer weiter fortschreitende Professionalisierung der Amateurligen, sondern auch weniger sportliche Schauplätze wie den zu Beginn des Jahres eingeführten Mindestlohn: Der könnte nämlich für ein Umdenken im Amateursport sorgen.
Fussballer grätscht den Ball

Mit breiter Brust durch die Kreisliga

Viele Spieler im Amateurbereich verdienen sich durch ihre Spiele 250,- Euro im Monat dazu, durch die Einführung des Mindestlohns würde deren Arbeitszeit aber auf 29 Stunden im Monat reduziert. Das umfasst Training, Spiele, Besprechungen und auch Fahrten. Mit so wenig Zeit ist ein Liga-Alltag auch in den unteren Ligen natürlich nicht zu stemmen. Zumal Vereine von den Regionalligen an abwärts oft professionelle Anforderungen stellen, deren Maß zwischen Zeitaufwand und Entlohnung kaum im Verhältnis stehen. Das ist für die Spieler und Trainer prinzipiell positiv, bedeutet aber für viele Vereine, dass sie mehr Gelder akquirieren müssen.
Während die finanziellen Anforderungen an die Clubs steigen, möchten die Vereine aber vermeiden, die Mitglieder weiter zu belasten – insbesondere in den unteren Ligen, wo ein Schwund an Fans tödlich sein kann.
Das Heil sollen Trikotsponsoren bringen, denn die Trikots bergen nicht nur in der Bundesliga eine attraktive Werbefläche. Für lokale Betriebe stehen aber nicht ausschließlich finanzielle Aspekte im Vordergrund.

Wachsender Druck an allen Fronten

Die Mindestlohnregelung wirkt dabei nur wie ein Katalysator um einen ohnehin schon bestehenden Trend weiter zu beschleunigen. Seit der Saison 2012/13 haben sich mehr Mannschaften am Spielbetrieb ab- als angemeldet, das hat auch finanzielle Gründe.
Natürlich bietet das Sponsoring lokaler Vereine eine Werbefläche, die lokale Pizzeria, der Bäckereibetrieb oder die Versicherung aus der Region können so zwar ein wenig Werbung für sich machen, verbinden aber vor allem andere Aspekte mit ihrer Marke. Die Emotionalität des Profi-Bereichs gibt es auch im Amateurfußball – Disziplin, Arbeitsbereitschaft und Teamwork sind die Grundpfeiler des Fußballs. Damit möchte jedes Unternehmen gerne in Verbindung gebracht werden, außerdem entstehen so oft vertikale Verbindungen zwischen Nachwuchs im Personalbereich und dem Team. Oft sind auch persönliche Kontakte der Einstiegspunkt für den Sponsor.

Quelle: Swiss Life Select

Vom Muss ins Soll

Der Amateursport wird in allen Bereichen professioneller, das betrifft nicht nur das individuelle Training und die Ausrüstung, sondern eben auch wirtschaftliche Aspekte.
Leidenschaft für die Region und den Sport verbinden dabei im Amateurbereich Sponsor und Team und sorgen dafür, dass Mannschaften mit breiter beflockter Brust auflaufen können.

Bildurheber: ThinkStock, Photodisc, Ryan McVay