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Bundesligafussball

Amin Younes: «Wir können trotzdem stolz sein»

Stockholm – Amin Younes und Ajax Amsterdam haben es nicht geschafft. Der designierte deutsche Fußball-Nationalspieler und sein niederländischer Verein verloren das Europa-League-Finale gegen Manchester United mit 0:2 (0:1).

Wie groß ist Ihre Enttäuschung?

Amin Younes: «Die ist sehr groß. Aber unser Trainer hat gleich nach dem Spiel gute Worte gefunden, als er uns noch auf dem Rasen in einem Kreis zusammengerufen hat. Wir können trotzdem stolz auf das sein, was wir geleistet haben, dass wir mit dieser jungen Mannschaft ins Finale gekommen sind. Ich bin der Letzte, der jetzt sagt: Es war alles schlecht. Wenn du ein Finale erreichst, hat du auch viele Dinge gut und richtig gemacht. Darauf sollten wir aufbauen.»

War Ihre Mannschaft vielleicht zu jung für so ein Finale und so einen erfahrenen Gegner wie Manchester United?

Younes: «Nein, das glaube ich nicht. Wir haben vorher tolle Spiele gegen Lyon und gegen Schalke gemacht – und die waren auch erfahrener als wir. Wir waren in dieser Europa League in jeder Runde die jüngere Mannschaft. Aber klar: Manchester hat gut gespielt, gut verteidigt und in zwei entscheidenden Momenten das nötige Glück gehabt. Wir dagegen haben uns nur wenige Chancen herausgespielt. Ein Finale besteht immer nur aus einem Spiel. Da muss jeder an seine Grenzen gehen und eine Top-Leistung bringen. Das haben wir nicht geschafft.»

Für Sie persönlich geht es jetzt direkt weiter: mit Ihrer Nationalmannschafts-Premiere beim Confed Cup in Russland.

Younes: «Jetzt geht es erstmal nach Hause nach Düsseldorf zur Familie. Dort werde ich noch mal über dieses Spiel nachdenken: Was gut war und was schlecht war. Und dann beginnt schon die Vorbereitung auf den Confed Cup. Darauf freue ich mich sehr, ich bin ja das erste Mal dabei in der Nationalmannschaft. Ich freue mich auf alles, ich will mein Bestes geben, aber vorher auch die paar freien Tage nutzen, um den Kopf frei zu kriegen und den Körper wieder in Gang zu bringen.»

Können Sie schon sagen, ob Sie auch in der nächsten Saison noch für Ajax Amsterdam spielen werden? Angeblich sind nach dieser Saison mehrere Bundesliga-Clubs an Ihnen interessiert.

Younes: «Ja, davon gehe ich aus. Ich habe hier noch einen Vertrag.»

Fotocredits: Ina Fassbender
(dpa)

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