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Bundesligafussball

Aufreger in Sindsheim

Ein Phantom-Tor am 9.Spieltag überschattet das Fußball-Wochenende. Bei der Partie zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und Bayer 04 Leverkusen erzielt Stefan Kießling in der 70. Minute ein Tor das keines war. Bei einem Endstand von 2:1 ist das besonders ärgerlich, weshalb die Gastgeber nun Einspruch einlegen und auf eine Wiederholung hoffen.


Am vergangenen Freitag gab es nach 19 Jahren mal wieder ein so bezeichnetes Phantom-Tor in der Bundesliga. An das 1994 nicht erzielte Tor von Thomas Helmer kann sich sicherlich noch ein Großteil von uns erinnern: Der damalige Bayern-Profi schoss links am Tor vorbei ins Toraus der Nürnberger. Der Schiedsrichter-Assistent aber sah den Ball im Tor, worauf der damalige Schiedsrichter Hans-Joachim Osmers vertraute und ein Tor für die Bayern gab, das keines war. Nach Abpfiff protestierten die Nürnberger, für die es in diesem Spiel um den Abstieg ging. Nach reiflicher Prüfung des DFB wurde das Ergebnis für Ungültig erklärt und das Spiel musste wiederholt werden.

19 Jahre später, eine ähnliche Szene. Nachdem Stefan Kießling nach der 1:0 Führung durch Sidney Sam den Ball links ans Außennetz schoss, sich bereits wegdrehte und sich den Kopf raufte, rissen sein Teamkollegen bereits die Arme hoch. Der Ball liegt im Tor. Ins Tor aber hat der Leverkusener ihn nicht selber geschossen. Das Loch im Tornetz tat sein Übriges. Und so gab Schiedsrichter Dr. Felix Brych den Treffer und es stand 2:0 für die Gäste.

Nun muss auch hier das Sportgericht prüfen, ob dem Einspruch Hoffenheims stattgegeben wird. Denn auch dann würde das Ergebnis für ungültig erklärt werden. Die Folge: ein Wiederholungsspiel.

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