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Bundesligafussball

Bundesliga-Formbarometer: Bayern gut drauf – BVB mit Sorgen

Berlin – Nach 30 Tagen Winterpause startet die Fußball-Bundesliga am Freitag ins Jahr 2017. Der FC Bayern München will gleich zum Auftakt seinen Drei-Punkte-Vorsprung auf RB Leipzig ausbauen.

In der unteren Tabellenhälfte haben sich einige namhafte Clubs Wiedergutmachung für eine schwache Hinserie vorgenommen. Das Formbarometer der Bundesliga:

FC Bayern München (1. Platz/39 Punkte)

Nach einem intensiven Trainingslager gab es standesgemäß das erste Titelchen beim Turnier in Düsseldorf. Gut in Form starten Ancelotti & Co. in die verbleibenden Spiele. Weltmeister Boateng fehlt weiter, Thiago verletzte sich. Müller ist die erste Option für ihn.

RB Leipzig (2./36)

Trainer Ralph Hasenhüttl bezeichnete die kurze Vorbereitung als stimmig. Bis auf die 1:5-Niederlage gegen Ajax Amsterdam verliefen auch die Testspiele erfolgreich. Offen ist, wie man den für drei Partien gesperrten Spielmacher Emil Forsberg ersetzen kann.

Hertha BSC (3./30) 

Im einwöchigen Trainingslager auf Mallorca legten Team und Trainer in einer Mannschaftssitzung Platz sechs als Saisonziel fest. 30 Punkte sollen bis zur Sommerpause her. Kalou fehlt in Leverkusen wegen des Afrika Cups ebenso wie der verletzte Weiser.

Eintracht Frankfurt (4./29)

Zehn Tage lang bereitete Niko Kovac sein Team bei besten Bedingungen in Abu Dhabi auf die Rückrunde vor. Changchun Yatai FC aus China wurde mit 3:0 besiegt, gegen den russischen Europa-League-Teilnehmer Zenit St. Petersburg gab es ein 0:0.

1899 Hoffenheim (5./28)

Nach der Niederlage von Real Madrid ist die TSG der letzte Club in Europas Topligen, der noch ungeschlagen ist. Auch die Vorbereitung verlief zufriedenstellend: Alle drei Testspiele wurden souverän gewonnen. Im Sommer wechseln Rudy und Süle zum FC Bayern.

Borussia Dortmund (6./27)

Thomas Tuchel geht mit Sorgenfalten in die zweite Halbserie. Marco Reus und Raphaël Guerreiro sind zwar fit, dafür bangt der Coach um den Einsatz von Sokratis (Sprunggelenk) und Ousmane Dembélé (Hüftprobleme). Sven Bender fällt wohl aus.

1. FC Köln (7./25)

Stögers Team ist stabil, hat Ausfälle wie die von Horn, Lehmann, Bittencourt oder Maroh verkraftet. Rückkehrer Clemens könnte in Mainz gegen seinen ehemaligen Club auflaufen. Größere Ungewissheit herrscht auf den Außenpositionen.

SC Freiburg (8./23)

Zwar ist der Freiburger Trainingsplatz halb verschneit, in Spanien konnte sich der Aufsteiger zuvor aber gut vorbereiten. Außer dem angeschlagenen Verteidiger Söyüncü muss sich Coach Streich um keinen Stammspieler sorgen. Ziel bleibt trotz Rang acht der Klassenerhalt.

Bayer Leverkusen (9./21)

Der Werksclub will unbedingt noch einen Europacupplatz erreichen. In der vergangenen Saison lief es in der Hinrunde auch nicht gut und Bayer erreichte direkt die Champions League. Die Hoffnung ruhen auch auf Rückkehrer Bellarabi.

FSV Mainz 05 (10./20)

Beim Telekom Cup zeigten die Mainzer eine aufsteigende Formkurve, verloren im Finale nur knapp mit 1:2 gegen die Bayern. Das 3:1 im abschließenden Test gegen Thun relativierte Trainer Schmidt allerdings: «Sie haben unsere Schwächen in der Defensive aufgezeigt.»

FC Schalke 04 (11./18)

Die Vorbereitung verlief nicht nach Wunsch. Im Trainingslager fehlten mehrere Langzeitverletzte, dazu fiel Höwedes (Hüftprobleme) aus. Bentaleb, Baba und Tekpetey sind beim Afrika-Cup. Die Neuzugänge Badstuber und Burgstaller müssen integriert werden.

FC Augsburg (12./18)

Nach der Beförderung von Baum zum Cheftrainer wollen die Schwaben von der Schuster’schen Mauertaktik abrücken. Die personelle Lage bleibt in der Offensive schwierig. Bobadilla soll sorgsam an das Team herangeführt werden, Finnbogason und Caiuby fehlen weiter.

VfL Wolfsburg (13./16)

Nach einer turbulenten Phase sehnt sich der VfL nach Ruhe. Der neue Sportdirektor Rebbe hat nicht nur Sorgenkind Draxler verkauft, sondern den Kader mit dem Mainzer Malli auch verstärkt. Coach Ismael wirkt gestärkt, muss aber Ergebnisse liefern.

Borussia Mönchengladbach (14./16)

Die Aufbruchstimmung durch den Trainerwechsel hat nach zuletzt schwachen Leistungen beim Telekom Cup und größeren Personalsorgen ein wenig abgenommen. Dieter Hecking muss zum Start sechs Profis, davon vier Stammspieler, ersetzen.

Werder Bremen (15./16)

Die Bremer wollen den Schwung vom Ende des vergangenen Jahres mitnehmen, als sie fünfmal ungeschlagen blieben. Allerdings hat Coach Nouri vor allem im Mittelfeld Personalsorgen. Neuzugang Delaney hinterließ bislang einen guten Eindruck.

Hamburger SV (16./13)

Nach intensiver Vorbereitung im Dubai-Trainingslager und in Hamburg will Trainer Gisdol den jüngsten Aufwärtstrend mit dem HSV fortsetzen und den Klassenverbleib sichern. Er hofft, dass das neue Abwehrduo Papadopoulos/Mavraj dafür sorgt, die wackelige Defensive zu stärken.

FC Ingolstadt (17./12)

Nach der Vorbereitung «dahoam» muss sich der FCI zumindest nicht ans Wetter gewöhnen. Die Oberbayern bauen darauf, dass sich der Aufschwung unter dem im November verpflichteten Coach Walpurgis fortsetzt. Innenverteidiger Tisserand fehlt wegen des Afrika-Cups.

SV Darmstadt 98 (18./8)

Mit dem neuen Trainer Torsten Frings holte der Tabellenletzte in der Vorbereitung Siege gegen den Drittligisten Preußen Münster (1:0) sowie den Zweitligisten VfL Bochum (2:1) und verlor gegen den belgischen Erstligisten KRC Genk (0:1).

Fotocredits: Sven Hoppe
(dpa)