Klare Sache: Das Tor der Woche erzielte diesmal Aristide Bance. Der Stürmer des 1. FSV Mainz 05 jagte die Kugel beim Gastspiel gegen Hertha BSC mit einem herrlichen Volleyschuss unhaltbar in die Masche.
Eine gefühlte Ewigkeit hatte Aristide Bance nicht mehr getroffen. Genauer gesagt blickte der Stürmer auf eine schier nie enden wollende Durststrecke von 1.153 Minuten zurück. Sein letzter Treffer datierte vom 8. Spieltag. Das war beim 2:1-Sieg gegen 1899 Hoffenheim Anfang Oktober. Alles Vergangenheit, denn nun meldete sich der sympathische Torjäger via Tor der Woche zurück.
Aristide Bance mit Traumtor
(das Tor gab es leider nicht bei Youtube, aber dafür ein Bilder-Video von Arsitide Bance…)
Es läuft die 37. Spielminute zwischen Hertha BSC und Mainz 05. Adam Szalai, Leihgabe von Real Madrid, flankt den Ball butterweich vom linken Strafraumeck nach rechts. Aristide Bance kommt aus dem Hinterhalt angestürmt und hämmert das Leder volley mit rechts aus 14 Metern in den linken Winkel. BSC-Keeper Jaroslav Drobny ist natürlich chancenlos und wir um ein weiteres Traumtor reicher.
Nicht selten, auch bei Profis, fliegen solche Geschosse Richtung Anzeigetafel. Doch diesmal nicht. Also, an alle Stürmer und Torjäger da draußen. Nehmt euch ein Herz und macht es Aristide Bance gleich. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Slapstick pur – so lässt sich das Tor der Woche am 21. Spieltag am besten beschreiben. Geschossen hat es Bo Svensson vom 1. FSV Mainz 05 beim 1:0-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach.
In der Regel suchen wir ja immer nach schönen und sehenswerten Treffern für unsere Kategorie: Tor der Woche. Doch diesmal fiel die Wahl auf ein eher lustiges Tor.
Zu sehen gab es das im Spiel zwischen Mainz 05 und Borussia Mönchengladbach. Und so hat es sich zugetragen: Eine Ecke von links köpft Neu-Mainzer Malik Fathi per Flugeinlage aufs Tor, Logan Bailly klatscht den Ball an die Latte, Marco Reus will auf der Linie retten, tritt aber am Ball vorbei und dieser kullert zu Bo Svensson, der seinerseits keine Mühe hat, die Kugel über die Linie zu befördern! Keine Mühe? Denkste, denn der Däne ist zuvor auf dem Rasen im Bruchwegstadion schön ausgerutscht und hat sich auf die Fre… gepackt.
Das nenn ich mal eine Verknüpfung von lustigen und missgeglückten Aktionen. Kurzum: Unser Tor der Woche vom 21. Spieltag bietet Slapstick pur.
Der FSV Mainz 05 hat einen beachtlichen Saisonstart hingelegt. Sicher auch ein Verdienst von Elkin Soto. Der Kolumbianer ist der heimliche Star des Aufsteigers.
Nach acht Spieltagen haben die 05er schon 14 Punkte auf dem Konto und liegen im sicheren Mittelfeld der Tabelle. Vor allem Spielmacher Andreas Ivanschitz, der vor der Saison verpflichtet wurde, und Stürmer Aristide Bance stehen dabei im Rampenlicht. Kein Wunder, hat das Duo zusammen acht der zwölf Tore erzielt. Elkin Soto steht dagegen eher im Schatten.
Soto mag es ruhig
Da fühlt sich der zurückhaltende, schüchterne und sensible Mittelfeldspieler ja auch sehr wohl. Trubel um seine Person mag er nicht. Doch dabei gibt es keinen Grund sich zu verstecken. Schließlich blüht der Kolumbianer unter 05-Trainer Thomas Tuchel richtig auf. Dieser hat den 29-Jährigen vom linken ins defensive Mittelfeld umgepflanzt. Ein weiser Entschluss, wie sich in der bisherigen Saison zeigte.
“Unser kleiner Zé Roberto”
“Elkin kann seine herausragenden Fähigkeiten und seine Zweikampfstärke dort am effektivsten einsetzen“, sagt Tuchel. „Er ist unser kleiner Zé Roberto.“ Zé Roberto blüht derzeit beim Hamburger SV mächtig auf und ist unersetzlich. Gleiches gilt für Soto in Mainz.
Das Stadion am Bruchweg, die Heimspielstätte des 1. FSV Mainz 05, stellt zwar das kleinste Stadion der Bundesliga dar, dennoch ist die Atmosphäre einzigartig. Doch die Kultstätte soll bis Ende 2010 ausgedient haben. Dann soll das neue Stadion der 05er fertig sein.
Das Bruchwegstadion ist wahrhaftig ein Schmuckkästchen. Lediglich 20.300 überdachte Zuschauer fasst das Stadion, das noch aus der Vorkriegszeit stammt. Natürlich ist die Hütte sanierungsbedürftig, aber dennoch ist die Stimmung in den Heimspielen des FSV Mainz 05 immer extrem gut.
Fast immer ausverkauft
In der laufenden Saison war das Stadion so gut wie bei jedem Spiel ausverkauft. Doch nicht nur seit der Rückkehr in die Bundesliga zu Saisonbeginn, genießen die 05er ein hohes Fanaufkommen. Denn auch im letzten Zweitliga-Jahr strömten durchschnittlich 19.500 Fans an den Bruchweg.
Kleiner als BVB-Fankurve
Doch das Stadion am Bruchweg wird schon bald Geschichte sein. Die Mainzer sind aus wirtschaftlicher Sicht gezwungen, ein neues, größeres und moderneres Stadion zu bauen, um national konkurrenzfähig zu bleiben. Zur Verdeutlichung: In die Dortmunder Fankurve im Signal Iduna Park passen mehr Zuschauer, als in das gesamte Bruchwegstadion.
So wird das neue Stadion
Aber auch die neue Arena verspricht ein kleiner Fußballtempel zu werden.
Aristide Bance ist einer der Publikumslieblinge beim 1. FSV Mainz 05. Zeit, den wuchtigen Angreifer des Aufsteigers etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
Das Bance in Mainz gelandet ist, ist eigentlich nur Ex-Trainer Jörn Andersen zu verdanken. Der vor wenigen Wochen entlassende Norweger brachte den Stürmer von den Kickers Offenbach im Sommer 2008 mit an den Bruchweg, wo er schnell einen Platz in der Stammelf sicher hatte. Insgesamt erzielte Bance 14 Tore in der Aufstiegssaison.
Doch nicht nur aufgrund seiner Leistungen spielte sich der 24-Jährige in die Herzen der Mainzer Fans. Denn auch sein äußeres Erscheinungsbild ließ ihn zum Publikumsliebling aufsteigen.
Er ist schwarz, trägt blondgefärbte Haare und ist bei einer Körpergröße von 1,90 m und einem Körpergewicht von 96 kg eine respekteinflößende Gestalt. Kein Wunder, dass Bance bei dieser Statur vor allem für sein gefährliches Kopfballspiel bekannt ist.
Unter dem neuen Mainz-Trainer Thomas Tuchel hat der Mann aus Burkina Faso aber auch stark an seinem Defensivverhalten gearbeitet. Beschränkte sich diese früher nur auf das Aushelfen im eigenen 16er bei gegnerischen Standards, ist Bance nun bei gegnerischem Ballbesitz erster Verteidiger.
Doch in den letzten Wochen und Monate lief es bei dem sympathischen Afrikaner vor allem abseits des Platzes weniger rund.
Paukenschlag beim FSV Mainz 05! Der Aufsteiger hat völlig überraschend Trainer Jörn Andersen entlassen. Die 1:2-Pokalpleite beim Viertligisten VfB Lübeck soll dabei nicht den ausschlaggebenden Grund geliefert haben.
Die neue Bundesliga-Saison hat noch nicht mal angefangen und schon gibt es die erste Trainerentlassung. Erwischt hat es Jörn Andersen, der, wie die “Bild” berichtet, seinen Platz in Mainz räumen muss.
Die Ursachen sollen dabei im angespannten und zerrütteten Verhältnis zur Mannschaft liegen. Zudem war der Vorstand mit der Vorbereitung der 05er unzufrieden und entsprechend gab es zuletzt vermehrt Kritik an den Trainingsmethoden des 46-Jährigen.
So wird im angekreidet, das während der Vorbereitung mitunter 14 Spieler verletzt ausfielen. Auch die Tatsache, dass Andersen Keeper Dimo Wache zum Mannschaftskapitän ernannte und ihn im Pokal gegen Lübeck auf die Bank setzte, sorgte für Unmut. Genau wie die Tatsache, dass er den Spielern angeblich verboten hat, Privatfotos in ihren Schränken zu platzieren.
Das Aus im DFB-Pokal könnte das i-Tüpfelchen gewesen sein.
Erst im letzten Sommer hat Andersen den Posten bei Mainz 05 als Nachfolger von Jürgen Klopp übernommen und die Rheinhessen auf Anhieb in die Bundesliga geführt. Doch das ist Schnee von gestern.
Vorübergehend wird der bisherige U19-Trainer Thomas Tuchel das Training leiten.
Mit Niko Bungert darf sich die Bundesliga auf einen verheißungsvollen Spieler freuen. Der Innenverteidiger vom Aufsteiger 1. FSV Mainz 05 erkämpfte sich in seiner ersten Saison einen Stammplatz und könnte eines Tages durchaus den Sprung in die Nationalmannschaft schaffen.
Der 22-Jährige gilt als kopfball- und zweikampfstark, gefällt durch sein gutes Stellungsspiel und seine sauberen Tacklings. Zudem wirkt er in seinem Spiel trotz seines jungen Alters sehr abgeklärt. Kurzum, Bungert ist der Defensivstabilisator der 05er.
Schwächen im Offensivspiel
Als einzige Schwäche kann hingegen sein Offensivspiel angesehen werden. Oft scheut er sich davor, sich in den Angriff mit einzuschalten. Aber auch nur, weil der 1,88 m große Abwehrspieler Angst hat, “hinten einen reinzukriegen”.
Keine Chance auf Schalke
In seiner Jugend spielte Bungert von 1996 bis 2004 bei der SG Wattenscheid 09, bevor er zu seinem Lieblingsklub FC Schalke 04 wechselte. Da hatte es für die Profimannschaft nicht gereicht und so wählte er 2006 den Weg in die 2. Liga. Kickers Offenbach lautete das Ziel. Dort musste Bungert im letzten Jahr jedoch den Abstieg verkraften, was sich im Nachhinein durchaus als Glücksfall betrachten lässt.
Bungert lässt Subotic vergessen
Denn sein damaliger Kickers-Trainer Jörn Andersen nahm Bungert und auch Stürmer Aristide Bance gleich von Offenbach mit zu den Rheinhessen. Und dieses Trio hat in Mainz voll eingeschlagen: