Der Frust nach der vergangenen Saison war Marc-André Kruska deutlich anzumerken. Lediglich 13 Einsätze in der Startelf standen für den 21jährigen in der zurückliegenden Saison zu Buche, so dass das Dortmunder Eigengewächs durchaus einen Wechsel in Betracht zog. Doch zur Überraschung vieler Experten bekundet kein Bundesligist Interesse, sondern das königliche Real Madrid.
Dort soll Kruska zunächst im Nachwuchsteam zum Einsatz kommen, ähnlich wie es beim Ex-Herthaner Christopher Schorch gewesen war, aber bereits im Kader der Profimannschaft trainieren. Ab 2009 soll dann entschieden werden, ob Kruska dann als vollwertiges Mitglied zum Kader von Real Madrid gehört, oder leihweise woanders Spielpraxis sammelt.
Für die Verantwortlichen von Borussia Dortmund kommt diese Entwicklung etwas überraschend, hatte sich Kruska gerade nach der Verletzung von Tinga in den Fokus von Trainer Jürgen Klopp gespielt. Deshalb wird auch überlegt, ob der Transfer überhaupt zustande kommt, kann man Kruska in der jetzigen Phase sehr gut gebrauchen.
Es wird langsam wieder ernst – die Bundesligaspieler schwitzen in ihren Trainingslagern und bestreiten ein Testspiel nach dem anderen. Am heutigen Mittwoch besteht nun für zwei Mannschaften die Möglichkeit, den ersten Titel der Saison zu gewinnen – den T- Home- Supercup.
Im Signal Iduna Park stehen sich am Abend Borussia Dortmund und Bayern München gegenüber, jeweils mit neuem Trainer. Es ist die Neuauflage des DFB Finales in der letzten Saison.
Ursprünglich hatte Jürgen Klinsmann angekündigt, ohne die EM- Fahrer anzureisen, doch nachdem sich die Dortmunder in der Münchener Führungsetage beschwert hatten, lenkte Klinsi doch noch ein. Lediglich Ribéry wird wegen seines Gipsbeines noch fehlen.
Dennoch hat dieses Spiel einen Testspielcharakter: so haben sich beide Vereine mithilfe einer Sonderregel darauf geeinigt komplett durchwechseln zu können. Ursprünglich waren maximal sechs Auswechslungen geplant. Von den 80.000 Karten wurden bisher erst 40.000 verkauft – wohl auch eine Reaktion auf Klinsmanns Ankündigung.
Sollte nach 90 Minuten noch kein Sieger feststehen, gibt es sofort Elfmeterschießen.
Für alle Fußballhungrigen überträgt Sat 1 die Partie live ab 20:15 Uhr, Anstoß ist um 20:30 Uhr. Schiedsrichter der Partie ist übrigens Thorsten Kinhöfer.
Kevin-Prince Boateng ist den geneigten Fußballfans in Deutschland seit seiner Zeit bei Hertha BSC bestens bekannt, nun interessiert sich Borussia Dortmund für den vielseitigen Mittelfeldspieler, der seit der vergangenen Saison bei Tottenham unter Vertrag steht. Für 7,5 Millionen Euro ließ die Hertha damals das Talent ziehen, das sich oft durch seine Mentalität selbst im Wege stand. Immerhin absolvierte er für 42 Bundesligaspiele und schoss vier Tore.
Bei Tottenham konnte er jedoch auch noch nicht vollständig Fuß fassen, kam dort nur zu 13 Einsätzen sowie acht in verschiedenen Pokalwettbewerben. In der Winterpause hatte der mehrmalige Junioren-Nationalspieler ein Angebot von Aston Villa, entschloss sich aber in Tottenham zu bleiben.
Ein Kauf von Boateng kommt zunächst für die Dortmunder nicht in Frage, da ihre finanziellen Mittel für Transfers bereits vollständig ausgeschöpft sind. Eine risikolose Ausleihe wäre jedoch für beide Seiten lukrativ.
Borussia Dortmund scheint seine Abwehr weiter verstärken zu wollen. Der Schwachpunkt der zurückliegenden Saison soll vermutlich durch Patrick Owomoyela verstärkt werden. Der Defensib Allrounder steht momentan noch bei Werder Bremen unter Vertrag, kam aber über den Status eines Ersatzspielers kaum noch hinaus. Der 28jährige steht unmittelbar vor der Unterschrift eines neuen Vertrages bei Borussia Dortmund.
Owomoyela kam in der letzen Saison auf gerade einmal neun Bundesligaspiele und drei Eisätze im Uefa-Cup. Er soll den etablierten Außenverteidigern beim BVB, Dede und Rukivana, einen heißen Konkurrenzkampf liefern. Damit wäre Owomoyela der dritte Neuzugang in der Abwehr nach dem Brasilianer Santana und Neven Subotic.
Kaum ist Jürgen Klopp im Amt, wildert er schon bei seinem Ex-Verein Mainz 05. Neven Subotic, 19jähriges Abwehrtalent wechselt mit sofortiger Wirkung zu Borussia Dortmund.
Gebürtig stammt der hoch aufgeschossene Innenverteidiger aus Bosnien-Herzegowina, siedelte aber später in die USA auf und machte dort seine ersten Schritte beim Fußball. 2006 wechselte er zunächst zu den Amateuren von Mainz 05, um dort schon bald von sich reden zu machen. Bereits am letzen Spieltag der Saison 2006/2007 kam Subotic bei den Profis zum Einsatz. In der zurückliegenden Saison jedoch avancierte er zum absoluten Stammspieler unter Jürgen Klopp, er absolvierte 33 Spiele und schoss dabei vier Tore.
Imposante fünf Millionen Euro ließ sich Dortmund das Abwehrtalent kosten. „Es gibt eine Schmerzgrenze, da mussten wir ihn ziehen lassen“ äußerte sich Mainz-Manager Heidel zu diesem Transfer. Hintergrund dieser hohen Ablösesumme war das Interesse von Hoffenheim, die Subotic ebenfalls in die Bundesliga holen wollten.
Borussia Dortmund präsentiert am heutigen Freitag den Trainer für die neue Saison. Jürgen Klopp soll einen zwei Jahres Vertrag mit Option auf drei Jahre erhalten haben und im Jahr etwa 1,5 Mio € verdienen. Damit ändet eine 18-jährige Ära, in der “Kloppi” als Spieler und Trainer beim 1. FC Mainz arbeitete. Als Trainer konnte er den Verein zwischenzeitlich von der zweiten Liga in die erste führen, nachdem der Verein in der Saison 2006/07 wieder abgestiegen war und dieses Jahr knapp den Aufstieg verpasste, kündigte er an, den auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Er wurde schon sehr früh mit dem BVB in Verbindung gebracht, was nicht zuletzt in der Wutrede Dolls endete.
Heute wurden aus den Spekulationen Gewissheit und viele sind gespannt, ob das System Klopp auch bei einem anderen Verein funktioniert. Bei Mainz hatte er alle Freiheiten und einen Verein, der nicht bekannt dafür war, Trainer zu “verheizen”. Von Dortmund kann man das nicht gerade sagen. Seine Fussballkenntnisse sind allerdings unbestritten und es ist beiden zu gönnen, eine erfolgreiche Partnerschaft einzugehen.
Der Abschied aus Mainz war tränenreich und emotional für Jürgen Klopp. Doch trotz aller Emotionen wollen die Verantwortlichen von Borussia Dortmund heute Nägel mit Köpfen machen und den beliebten Trainer heute nach Dortmund holen.
Spekuliert wird schon seit geraumer Zeit, dass der Erfolgstrainer Klopp bei einem großen Verein unterschreiben wird und hätte sich der HSV noch ein wenig in Geduld geübt, wären die Chancen gar nicht schlecht gewesen. Nun haben die Hanseaten Martin Jol und Borussia Dortmund buhlt um Klopp, der das kleine Mainz einst in die Bundesliga führte und mit erfrischendem Offensivfußball zu begeistern wusste. Knapp 18 Jahre als Spieler und Trainer verbrachte Klopp in Mainz und besitzt dort so etwas wie Kultstatus.
Die Entscheidung nach Dortmund zu gehen, dürfte ihm aber nicht leicht fallen, denn kein anderer Verein in der Bundesliga verschliss in den vergangenen Jahren mehr Trainer als die Schwarz-Gelben. Allerdings könnte Klopps unbeschwerte Art dafür sorgen, den BVB endlich auf Kurs zu bringen.
Dass hätte sich Philipp Degen wohl nicht träumen lassen, angesichts seiner Verletzung und seiner geringen Spieldauer ein Angebot des Champions League-Halbfinalisten FC Liverpool zu erhalten. Zwar galt Degen, immerhin 26facher Nationalspieler der Schweiz, als talentierter Außenverteidiger, aber seine Schwächen in der Rückwärtsbewegung brachten nicht nur den geschassten Trainer Thomas Doll auf die Palme, sondern auch seinen Vorgänger Bert van Marwijk. Ab der kommenden Saison wird Philipp Degen nun beim Traditionsverein Liverpool verteidigen und freut sich riesig auf die anstehenden Aufgaben: „Als ich das Angebot von Liverpool bekam, war mir sofort klar, dass ich es annehmen werde. Das ist einer der größten Klubs der Welt. Ich freue mich auf die Herausforderung und darauf, in der besten Liga zu spielen, die es gibt”, so Degen gegenüber sport1.
Borussia Dortmund hatte bereits in der Winterpause mit dem Serben Rukivana einen Nachfolger präsentiert.
Heute muss Trainer Thomas Doll zum Report auf der Geschäftsstelle von Borussia Dortmund erscheinen und sich zur zurückliegenden Saison sowie seinen Plänen für die kommende Saison äußern. Die Chancen, dass Doll trotz der Finalteilnahme im DFB-Pokal seinen Job behält stehen eher schlecht, denn im letzten Spiel gegen den VfL Wolfsburg offenbarten sich die spielerischen Mängel der Mannschaft. Wenn Torjäger Frei nicht gewesen wäre, hätte es vermutlich ein Debakel für die Schwarz-Gelben gegeben.
Menschlich gesehen wäre Doll sicherlich ein Verlust für Borussia Dortmund, aber wie schon in Hamburg scheint er zu sehr an die menschlichen Aspekte bei einem Profi-Fußballer zu glauben und wurde wie einst bitter enttäuscht. Im Profifußball sind solche Vertrauensverhältnisse kaum von Wert.
Größter Favorit auf eine mögliche Doll-Nachfolge ist Jürgen Klopp, der wieder einmal knapp den Aufstieg in die 1.Liga mit Mainz verfehlte und nun vermutlich eine neue Herausforderung sucht. Auch Leo Benhakker, noch Trainer von Deutschlands EM-Gegner Polen, könnte bei einem Misserfolg bei der EM ein möglicher Kandidat sein.
Das Thomas Doll nicht der liebe Trainer von nebenan ist, hat er ja in der letzten Zeit des öfteren schon mal unter Beweis gestellt. Heute hat er auf der Pressekonferenz von Borussia Dortmund nochmal richtig vom Leder gezogen. Hier konnte er sich endlich seinen Frust von der Seele reden. Denn schon seit geraumer Zeit wächst der Druck auf Thomas Doll. Erst vor einigen Tagen stark im DFB-Pokal-Finale unglücklich verloren und spielen trotzdem als Finalist im nächsten Jahr im UEFA-Cup. Also könnte man doch eigentlich sagen, trotz Tabellenplatz 13 hat man seine Ziele mit Sicherheit schon jetzt übertroffen, wenn sie denn die Klasse erhalten.
Aber warum soll es in Dortmund anders als auf Schalke sein, natürlich ist niemand zufrieden. Heute platzte dann Doll endlich der Kragen und er legte auf der Pressekonferenz los. Thomas das war ganz Doll.
Leider ist der Trainer immer das schwächste Glied in der Kette und somit der geprügelte Hund.