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VfL Bochum: Die Bochumer, die sich in der ersten Saisonhälfte recht unbeschadet gehalten haben, möchten möglicher weise etwas für die Offensive tun. Topscorer Sestak trifft immer nur vor dem eigenen Publikum, weshalb sich Trainer Marcel Koller und Manager Kuntz bereits auf die Suche begeben haben. Wen die Bochumer ins Auge gefasst haben, wurde bisher nicht bekannt.

Arminia Bielefeld: Nachdem vor der Saison keine wirklich Verstärkung zu den Ostwestfalen gestoßen ist und sie mit 38 Toren zur Schießbude der Liga mutiert sind, müssen die Bielefelder natürlich etwas tun. Da Hannover bereit ist, einen seiner Innenverteidiger abzugeben, rücken Zuraw und Thomas Kleine in den Fokus. Kleine wäre aufgrund seines Alters die bessere Perspektive, weil Zuraw mit seinen 35 Jahren keine langfristige Lösung ist.

Hansa Rostock: Bei Hansa Rostock ist die finanzielle Lage weiterhin angespannt, weshalb Trainer Frank Pagelsdorf bei Neuzugängen auch Abgänge verbuchen möchte. Erster Kandidat zum Verlassen der Ostseestadt ist Marcel Schied, der seit dem Beginn der Saison auf dem Abtellgleis ist. Vielleicht macht Hertha BSC auch schon einen Vorstoß in Sachen Marc Stein, der im Sommer ablösefrei nach Berlin wechselt. Gledson, der im vergangenen Sommer nach Stuttgart wechselte, aber dort überhaupt nicht zu recht kam, soll zurückgeholt werden. Zudem sucht man an der Ostsee nach einem weiteren Stürmer, denn Victor Agali trifft das Tor nicht und Kern muss viel nach hinten arbeiten, weshalb viel von seiner Torgefährlichkeit verloren geht.

1.FC Nürnberg: Einen Transfer haben die Franken bereits über die Bühne gebracht. Mit Jacques Abardonado wurde ein erfahrener Abwehrspieler nach Nürnberg geholt und mit einem Vertrag bis 2010 ausgestattet. Er soll der oft wackligen Nürnberg-Defensive neue Stabilität verleihen, damit im neuen Jahr der Abstiegskampf Geschichte ist. Ebenfalls auf der Wunschliste ist Jan Koller. Der einstige Stürmer von Borussia Dortmund, der jetzt beim AS Monaco unter Vertrag steht, möchte unbedingt zur Europameisterschaft und ist deshalb auf der Suche nach Spielpraxis. Es bleibt abzuwarten, ob Nürnberg dieser Transfercoup gelingt, zumal Angelos Charisteas wieder regelmäßig trifft.

Energie Cottbus: Die Lausitzer waren bisher am aktivsten auf dem Transfermarkt. Geholt wurden mit Dusan Vasiljevic ein offensiver Mittelfeldspieler, mit Ivan Radeljic ein kopfballstarker Innenverteidiger und mit Branco Jelic ein torgefährlicher Stürmer. Der 30 jährige Jelic war immerhin schon einmal „Spieler des Jahres“ in China und soll die Offensive der Cottbuser beleben. Falls der 1.FC Nürnberg Jan Koller aus Monaco loseisen kann, wäre Josua Kennedy ein weiterer Kandidat für den Sturm der Lausitzer. Verlassen werden Cottbus Francis Kioyo, der unter Ex-Trainer Patrick Sander noch Stammspieler gewesen ist und Thomas Bandrowski, der in seine polnische Heimat wechselt.

MSV Duisburg: Bei den Duisburgern sieht es ganz finster aus. Tabellenletzter mit gerade einmal 14 geschossenen Toren in 17 Spielen – da weiß man, wo der Schuh drückt. Leider haben die Duisburger kein allzu großes Budget, um Einkaufen zu gehen. Eine riesige Enttäuschung ist der einstige Torschützenkönig der Bundesliga, Ailton, der weit entfernt ist von seiner früheren Leistung. Man überlegt inzwischen sogar, den Brasilianer in der Winterpause wieder abzugeben.

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Sestak gegen Hamburg erfolgreich

Irgendwie abseits und selten im Fokus der breiten Öffentlichkeit agiert in diesem Jahr der VfL Bochum, was man durchaus als Kompliment werten kann. Die einstigen „Unabsteigbaren“ hatten sich um die Jahrtausendwende in eine Fahrstuhlmannhaft verwandelt, waren für die 2.Liga zu gut und für die 1.Liga nicht stark genug. Der letzte Aufstieg vor knapp 1 ½ Jahren soll nach den Wünschen der Verantwortlichen ein endgültiger Abschied aus dem Unterhaus gewesen sein und die Vorzeichen hierfür sind nicht so schlecht. Der Schweizer Trainer Marcel Koller hat das Ruder schon der 2. Liga übernommen und seit dem der Mannschaft ein Gesicht gegeben.

Trainer Marcel Koller und seine SpielerIn der vergangenen Saison wurde man überraschend Achter und ließ dabei prominente Vertreter wie Borussia Dortmund und Hertha BSC hinter sich, deren Ansprüche wesentlich höher sind, als die des VfL. Die Qualifikation zum UI-Cup wurde nur sehr knapp verpasst und somit die Möglichkeit, seit der Regentschaft von Peter Neururer erneut in den UEFA-Cup einzuziehen. Auch in dieser Saison scheint sich der VfL Bochum im gesicherten Mittelfeld der Bundesliga einzufinden. Mit 18 Punkten nach 15. Spieltagen liegt man in der Tabelle auf Platz 11 mit sechs Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Der fulminante Zwischenspurt mit drei Siegen in Folge führte die Bochumer in die Erfolgsspur zurück, nachdem zuvor man der Abstiegszone bedrohlich nahe gekommen war.

Freude beim VfL BochumAls Garanten für den Erfolg gelten die Neueinkäufe Maciel, Concha und Sestek, sowie die altbewährten Kräfte wie Yahia, Zdebel, Epalle und Zdebel. Die homogene Elf lässt sich auch bei Niederlagen nicht aus der Ruhe bringen und betreiben durch den Trainer Koller eine gezielte Fehleranalyse. Die einzig vakante Position beim VfL ist die des Torwartes. Nach dem Abgang von Jaroslav Drobny zu Hertha BSC übernahm zunächst der Tscheche Jan Lastuvka die Stelle als Torwart, aber während einer Grippe nutzte sein Vertreter René Renno seine Chance. Mit ihm verloren die Bochum lediglich eines der letzten vier Spiele, auch wenn er bei der Niederlage auf Schalke am Gegentor nicht ganz unschuldig war.
Die Konstanz der letzten Jahre spricht für den VfL Bochum. Möglicherweise gelingt in den nächsten Jahren der Schritt in Richtung UEFA-Cup – zu wünschen wäre es den sympathischen Bochumern.

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