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Bundesligafussball

Christiano Ronaldo verhindert das Wolfsburg-Wunder

Im gestrigen Champions-League Rückspiel zwischen Real Madrid und dem VfL Wolfsburg haben es die Niedersachen nicht geschafft, ihr überraschendes 2:0-Polster aus dem Hinspiel zu verteidigen. Grund dafür war der Dreierpack von Real-Star Christiano Ronaldo.

Gekämpft, gewankt und verloren! Der VfL Wolfsburg verpasste das Wunder in Bernabeu und ging leider doch noch in die Knie. Christiano Ronaldo besiegelte mit seinen drei Toren in der 16., 17. und 77. Minute das bittere Aus für den Bundesligisten. Damit war für den VfL Wolfsburg die Champions League Saison nach dem Viertelfinale vorbei. Nach einem sensationellen 2:0 Erfolg im Hinspiel kämpfte der VfL Wolfsburg vor 80.000 euphorischen Zuschauern letztendlich vergeblich gegen den zehnfachen Königsklassen-Sieger um Superstar Christiano Ronaldo. Damit steht Real Madrid zum zehnten Mal in Folge im Halbfinale der Champions League. Für die Wölfe ist zum dritten Mal in fünf Jahren die Reise in einem Europa-Pokal-Wettbewerb nach dem Viertelfinale zu Ende. Was bleibt, ist eine magische Erinnerung an das Hinspiel vor einer Woche. Für die kommende Saison steht es für den VfL Wolfsburg schlecht um die Teilnahme in einem internationalen Wettbewerb. Aktuell sind die Niedersachsen Tabellenachter.

Versöhnliche Stimmung beim VfL

Trotz der Niederlage im Bernabeu-Stadion schienen die mitgereisten Wolfsburger Fans stolz auf ihre Mannschaft zu sein. Zwar trat Maximilian Arnold nach dem Spiel so betrübt vor die Kamera, dass die Zuschauer befürchten mussten, er bräche gleich in Tränen aus und Manager Klaus Allofs warf seiner Truppe vor, in den falschen Momenten Fehler begangen zu haben, insgesamt überwog jedoch eine versöhnliche Stimmung: „Wir müssen uns nicht verstecken und waren nah dran, Real Madrid rauszuwerfen“ sagte Wolfsburgs Torwart Diego Benaglio nach dem Spiel.

Tatsächlich blieb dem VfL Wolfsburg die herbe Demütigung erspart, die von Real-Fans vor dem Spiel erwartet wurde. Der Bundesligist blieb bis zum Ende heiß und versuchte, wenn auch häufig ängstlich und ungewohnt unbeholfen, das so wichtige Auswärtstor zu erzielen. Wäre das gelungen, hätten sie es den Spaniern noch einmal richtig schwer machen können.

Fehlentscheidung sorgte für die 3:0 Führung

Während die Wölfe anfangs gut in die Partie kamen, gelang es den Madrilenen nach einer viertel Stunde Dante und Naldo ins Schleudern zu bringen, sodass nach 15 Minuten Christiano Ronaldo zum 1:0 einnetzte. Nur eine Minute später traf CR7 nach einer Ecke zum 2:0. Damit war der Wolfsburger Plan dahin – der Vorsprung aus dem Hinspiel auch. „Wir wussten, was uns erwartet. Aber wenn man dann auf dem Platz steht, sieht man dann doch erst mal, was auf einen zukommt“ sagte Trainer Dieter Hecking nach dem Spiel. Danach kam seine Mannschaft zwar wieder besser ins Spiel, auch weil Real das Tempo raus nahm, doch die Torabschlüsse blieben weitestgehend unbedacht und etwas ängstlich.

Ronaldos entscheidender Freistoß in der 77. Minute war für die Wölfe besonders bitter: Ein für uns sehr fragwürdiger Pfiff, nachdem Wolfsburgs Luiz Gustavo lediglich den Ball spielte. Der Ball flog dann auch noch unglücklich durch die Wolfsburger Mauer. Damit sicherte sich Real Madrid das Ticket für das Champions League Halbfinale. Unterm Strich auch verdient. Am Ende setzte sich Qualität eben doch durch!

Foto: Starpress, 00236520, STARPRESS
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