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Bundesligafussball

Cristian Molinaro – neuer Linksverteidiger vom VfB Stuttgart im Portrait

Cristian Molinaro wechselt auf Leihbasis von Juventus Turin zum VfB Stuttgart. Worauf darf sich die Bundesliga freuen? Wir stellen euch den Abwehrspieler in unserem Spielerportrait etwas genauer vor.

Durch die Ausleihe von Cristian Molinaro hat der VfB Stuttgart auf den Verkauf von Ludovic Magnin zum FC Zürich sowie die bevorstehende Abstellung ihres ivorischen Nationalspielers Artur Boka zum Afrika-Cup auf den personellen Engpass auf der linken Abwehrseite reagiert. Dabei wurde lange Christian Fuchs vom VfL Bochum als heißer Kandidat gehandelt, doch Molinaro ist alles andere als zweite Wahl.

Stammplatz an Grosso verloren
Okay, bei Juventus Turin kam der 26-jährige Italiener zuletzt nicht zum Zuge, aber wenn der direkte Konkurrent Fabio Grosso heißt, ist das auch nicht wirklich verwunderlich. Immerhin war Molinaro in den letzten drei Saisons – bevor Juve Grosso von Olympique Lyon verpflichtete und Ciro Ferrara Trainer wurde – absoluter Stammspieler bei der „Alten Dame“ aus Turin.

Stärken von Molinaro
In Stuttgart darf man sich auf einen fertigen und erfahrenen Spieler freuen, der im Kampf um den Klassenerhalt durchaus eine echte Verstärkung ist. Apropos Stärke: Spielerisch bringt Molinaro alles mit, was einen Außenverteidiger auszeichnet. Mit seiner Körpergrößer von 1,78 cm ist er eher klein, dafür umso quirliger. Entsprechend gehören Schnelligkeit und Zweikampfstärke zu seinen herausragendsten Fähigkeiten. Aber auch sein Kopfballspiel zeichnet den Italiener aus, für den der VfB Stuttgart für den Rest der Saison eine Million Euro Leihgebühr zahlt. Dafür ist sein Offensivspiel durchaus noch verbesserungswürdig.

Sollte sich Molinaro bei den Schwaben durchsetzen und den Klassenerhalt schaffen, haben die Stuttgarter eine Kaufoption. In diesem Falle müsste man weitere vier Millionen Euro an Juve zahlen.

Lieber Königsklasse statt Europa League
Dabei war es keine Selbstverständlichkeit, dass sich Molinaro zu einem Wechsel nach Stuttgart entschied. Schließlich buhlte lange Zeit auch Atletico Madrid um den Linksfuß, doch der Deal platzte. Vielleicht auch der Tatsache geschuldet, dass der VfB Stuttgart noch in der Champions League vertreten ist, wo mit dem FC Barcelona hingegen eine schier unüberwindbare Hürde wartet – Atletico Madrid schied hingegen nach der Vorrunde aus und rutschte in der Europa League.

Und über den derzeitigen Tabellenplatz des VfB Stuttgart macht sich Molinaro auch keine großen Sorgen. „Der VfB steht zurzeit nicht dort, wo der Verein normalerweise hingehört. Die Mannschaft ist besser als ihr momentaner Tabellenplatz“, sagte der Abwehrspieler und ergänzte: „Ich freue mich auf die Bundesliga.“