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Bundesligafussball

Podolski: Der ewige Prinz

Der ewige Prinz – Kann Lukas Podolski der DFB Elf noch helfen?

Deutschland tritt bei der EM in Frankreich zum größten Teil mit einem ähnlichen Kader wie zur WM vor zwei Jahren an. Philipp Lahm (32), Miroslav Klose (37) und Per Mertesacker (31) haben die Mannschaft nun zwar verlassen und ergänzt wird das Team durch Rückkehrer wie Mario Gomez (30) oder Turniernewcomer wie Jonas Hector (26). Auch Lukas Podolski (31) hat einen Platz im Kader und nicht wenige Fans stellen die Frage nach dem Warum.

In Zahlen ist Podolski ein Held

Die Zeiten, in denen Prinz Poldi der jung-dynamische unberechenbare Ideengeber der deutschen Mannschaft war, sind gezählt. Mesut Özil (27), Toni Kroos (26) und Thomas Müller (26) gelten als kreativer und taktisch besser geschult und in dem Tempo eines Bastian Schweinsteiger (31) konnte Podolski sich einfach nicht entwickeln. Sportliche Schwächephasen konnte er in der DFB Elf stets übertünchen, machte über 100 Länderspiele und war seit 2004 bei jedem Turnier der deutschen Mannschaft, deren erneuter Favoritenstatus sich in den Wettquoten widerspiegelt, dabei.

Natürlich ist der Stürmer durch seinen Aufenthalt in der Türkei (derzeit spielt er für Galatasaray) in Deutschland nicht so stark im Medienfokus wie die Spieler der Bundesliga oder der mit Real Madrid frisch gekürte Champions League-Sieger Toni Kroos.

Doch in der türkischen Liga war Podolski in 43 Spielen an 27 Treffern beteiligt, 17 davon erzielte er selbst.

Kann Podolski Reus’ Fehlen ausnutzen?

Lukas Podolski kommt dabei sicherlich zugute, dass Marco Reus (27) (wie auch bei der WM 2014) auch in diesem Jahr wegen einer Verletzung nicht in den Kader berufen wurde. Beide können ähnliche Aufgaben erfüllen, auch wenn Reus ohne Frage der flexiblere und grazilere Spieler ist.

Dennoch hat Podolski natürlich Chancen für eine aktive Turnierteilnahme und auch bei den letzten Turnieren vertraute Löw Podolski. Dieser kann inzwischen sehr gut die Rolle eines Führungsspielers einnehmen und bietet auf und abseits des Platzes längst eine Identifikationsfigur für jüngere EM-Teilnehmer.

Und diese besondere Begeisterungsfähigkeit und die physische Dynamik bringt Podolski auch mit 31 Jahren immer noch mit. Nicht nur von Reus’ Ausfall dürfte Podolski profitieren, auch Schweinsteigers lange Verletzung und die Nominierung nur eines einzigen Stoßstürmers könnten Podolski zu Spielzeit verhelfen.

Wie kaum ein anderer steht Podolski für Geschlossenheit

Als amtierender Weltmeister hat die DFB Elf natürlich einen gewissen Ruf zu verteidigen und natürlich gilt: Deutschland ist Favorit. Da kann Nationaltrainer Joachim Löw (56) es sich notfalls auch leisten, einen Spieler mitzunehmen, der schlechte Chancen für die Startelf hat und eher symbolisch für den Mannschaftsgeist steht – auch wenn Podolski natürlich alles daransetzen wird, der Mannschaft auf dem Platz zu helfen.

Bild: Thinkstock, 453213863, iStock, NiseriN