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Bundesligafussball

In der WM-Euphorie fast untergegangen: Lewandowski wechselt zu Bayern

Während der WM in Brasilien und dem Erfolg der deutschen Nationalmannschaft gerät die Bundesliga selbst für eingefleischte Fußballfans schon einmal aus dem Fokus. Inzwischen sind die Spieler, die nicht am Zuckerhut um den WM-Titel spielen aber schon wieder bei ihren Vereinen. Auch der spektakulärste Bundesliga-Transfer der aktuellen Spielzeit ist in München angekommen: Robert Lewandowski.

Neuer Torschütze für den Rekordmeister

Mit Robert Lewandowski sicherte sich der FC Bayern München die Dienste des polnischen Nationalstürmers, der in Zukunft mit der Rückennummer 9 für die Bajuvaren auflaufen wird. Gekommen ist Lewandowski ausgerechnet vom derzeitigen Ligarivalen Nummer eins, dem BVB. Dortmund wird die Dienste des zuverlässigen Goalgetters bitterlich vermissen. Schon im vergangenen Jahr waren sich der FC Bayern München und Lewandowski eigentlich über einen Transfer einig, allerdings wehrte sich Dortmund nach Kräften.
Zur Saison 2014/15 ist der Pole allerdings endgültig nicht mehr zu halten. Pep Guardiola kann das Training mit dem Stürmer bereits aufnehmen, da Polen bei der WM nicht vertreten ist, kommt Lewandowski aus dem Urlaub und freut sich auf die neuen Aufgaben in München. Während der Vorstellung mit Sportdirektor Matthias Sammer verkündete Lewandowski, dass es nach vier Jahren in Dortmund für ihn an der Zeit gewesen sei, sportlich den nächsten Schritt zu machen.
Nicht nur sportlich, sondern auch finanziell ist der Wechsel für Borussia Dortmund schmerzhaft: Da Lewandowskis Vertrag ausgelaufen ist, wechselt er nun ablösefrei. In München erhält der
Stürmer einen Vertrag bis 2019.

Guardiola schafft Platz für Lewandowski

Unter dem spanischen Trainer Pep Guardiola geriet die Position des klassischen Stoßstürmers ein wenig in Vergessenheit. Oft setzte Guardiola nicht auf Mandzukic (der inzwischen zum Champions League-Finalisten Atlético Madrid abgewandert ist), sondern auf Alternativen aus dem Mittelfeld und eine falsche Neun (also eine hängende Spitze). Die Sturmposition übernahmen dann spielerisch starke aber eher wuselige Spieler wie Thomas Müller oder Mario Götze. Mit Robert Lewandowski steht Guardiola in der neuen Saison nicht nur eine echte Neun zur Verfügung, sondern auch ein spielstarker Stürmer.
Außerdem verfügen die Bayern auf der Bank ja noch über ihren in die Jahre gekommenen aber raffinierten Edel-Joker Claudio Pizarro.

Variabel und torgefährlich

Mit Robert Lewandowski haben die Bayern sich für die neue Saison nicht nur ordentlich verstärkt, sondern auch die Konkurrenz im Rennen um die Meisterschaft geschwächt. Der geplante Abgang von Mario Mandzukic ist zu verkraften – ein Vorlagengeber wird Lewandowski allerdings fehlen. Toni Kroos wird im nächsten Jahr ziemlich sicher für Real Madrid auflaufen.

Photo: Kroelleboelle (Wikipedia)