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Bundesligafussball

Pokal: Hertha raus!

Vor dem Spiel sprachen die Berliner Verantwortlichen vom Spiel des Jahres. Beim DFB-Halbfinale gegen Borussia Dortmund war von einem solchen Spiel aber leider nicht so viel zu erkennen. Die Hertha agierte viel zu passiv und folglich fährt der BVB, trotz vieler vergebener Chancen, sicher und verdient nach Berlin.

Es sei die beste Saison seit Jahren, die Champions League-Qualifikation zum Greifen nah, doch all das schien zweitrangig. Das zumindest machten die Hertha BSC-Verantwortlichen vor dem DFB-Pokal-Halbfinale gegen Borussia Dortmund klar. Ganz Berlin hoffe auf den Einzug ins Finale. Gerade deshalb erwarteten die Zuschauer ein spannendes, hart umkämpftes Spiel. Manch ein Zuschauer rechnete ganz sicher mit aggressiven, früh störenden Herthanern. Doch zu früh gefreut: Berlins Trainer Pal Dardai wählte eine andere Variante.

Passiv und kaum gefährlich

Die Alte Dame verteidigte äußerst passiv gegen motivierte Dortmunder. Die Berliner zogen sich im eigenen 4-4-1-1-System bis kurz vor den eigenen 16er zurück. So stand fast ganz Hertha in der eigenen Hälfte. Ein aggressives Pressing oder ein Vorrücken ins fordere Mittelfeld gab es nur selten, und wenn dann meist nach Einwürfen oder Abstößen der Dortmunder.

Die Berliner enttäuschten auf ganzer Linie. Mit 4 Torschüssen und 30 Prozent Ballbesitz nach 90 Minuten gingen sie als verdiente Verlierer vom Platz. Die Berliner ließen den letzten Mut vermissen und wirkten zu keiner Zeit gefährlich. So schien der BVB, trotz bekannter und anfänglicher schlechter Torchancenverwertung zu keinem Zeitpunkt gefährdet.

Während die Herthaner passiv und harmlos wirkten, konnten die Dortmunder den Ball in der eigenen Abwehr laufen lassen. Im Aufbauspiel gab es einen leichten Fokus auf die rechte Abwehrseite. Von dort wurde der Pass häufig diagonal auf Dortmunds Castro gespielt, der bis zu seinem Cut an der rechten Schläfe unsortierte wirkte und viele Fehler beging. Diese führten in zwei Situationen zu Berliner Kontern. Nach der Behandlung seiner Wunde wirkte Castro sortierter, bekam in der Zwischenzeit Anweisungen von Trainer Thomas Tuchel. Castro spielte nun schnellere Bälle, seine Pässe und Flanken kamen an. Die Dortmunder wurden mit Castros Aufwind noch stärker. Die Dortmunder spielten flexibel und spielten mit Seitenverlagerungen. Die Dortmunder Dominanz lag vor allem an ihrem Pressing. Ihre Antwort auf Dardais 4-4-1-1 war ein 4-3-3 bzw. 3-4-3. Sie waren mit verantwortlich für die tief stehenden Herthaner.

Am Ende stand es aus Sicht der Dortmunder 3:0 und so ziehen die Westfalen verdient ins Finale in Berlin am 21. Mai ein und treffen dort auf die Rekord-Bayern.

Foto: privat