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Bundesligafussball

Die Renaissance der Roten Karte

Der DFB hat in diesen Stunden viel zu tun. Nach drei roten Karten am 12. Spieltag gilt es zudem, die Aktionen von Trainer Jürgen Klopp und Werder – Stürmer Claudio Pizarro zu bewerten.
Der Fall Stajner

Es war bereits die 89. Minute, in der sich der Mittelfeldspieler von Hannover 96 zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ. Der Kölner Fußballprofi Roda Antar zog Jiri Stajner zuvor am Arm und gab ihm einen leichten Schubser, woraufhin der Tscheche dem Kölner in die Magengegend schlug. Die nächsten drei Spiele seiner Mannschaft kann sich Stajner nun von der Tribüne aus ansehen.

Ebenfalls drei Spiele Sperre für Özil

Die Bremer stecken in einer Krise – das war auch beim Spiel gegen den VfL Bochum wieder deutlich zu spüren. Der zehnte Tabellenplatz verdeutlicht dies, Bremen ist momentan nur Mittelmaß.
Wie sehr eine Mannschaft von ihren Schlüsselspielern getragen wird, sieht man an den Beispielen Mesut Özil und Claudio Pizarro, die beide in einem Formtief stecken.
Mesut Özil ließ seinem Frust im Spiel gegen Bochum dann auch freien Lauf, als er im Liegen seinen Gegenspieler Tomasz Zdebel trat. Nun wird er wie Stajner in den nächsten drei Partien die Gelegenheit haben, darüber nachzudenken.
Hannover 96, Werder Bremen und die beiden Spieler haben den Strafen bereits zugestimmt.

Nicht sicher ist dagegen, ob und wenn ja, wie hoch das Strafmaß für Claudio Pizarro ausfällt. Der vom FC Chelsea ausgeliehene Stürmer ließ sich in einem Fernsehinterview zu folgender Aussage hinreißen: „Wir haben gegen zwölf Bochumer gespielt. Der Schiedsrichter war eine Katastrophe.“
Die Entscheidung über ein weiteres Vorgehen wird nach einer Stellungsnahme des Peruaners getroffen.

Auch der BVB im Blickpunkt des Kontrollausschuss

Auch gegen Jürgen Klopp und dessen Abwehrspieler Robert Kovac wird noch ermittelt. Der Trainer der Dortmunder Borussia hatte sich nach der Partie gegen den Hamburger SV beim Schiedsrichter Dr. Drees über die vermeintlich zu kurze Nachspielzeit beschwert. Der Sonderbericht des Schiedsrichters liegt dem Kontrollausschuss bereits vor. Wie beim Bremer Pizarro wird noch die Aussage von Trainer Klopp abgewartet, bevor weitere mögliche Schritte eingeleitet werden.

Anders bei Kovac – nach dem Disput seines Trainers mit dem Unparteiischen sagte auch er diesem noch seine Meinung und sah daraufhin den Roten Karton. Der BVB kündigte bereits an, gegen das Urteil vorzugehen. Noch in dieser Woche soll es nach Wunsch der Dortmunder eine mündliche Aussprache geben.
„Glück gehabt“ hat unterdessen Diego Klimowicz, der nach einem groben Foul an Mathijsen nur die Gelbe Karte bekam. Damit ist eine härtere, nachträgliche Bestrafung nicht mehr möglich.

Die Liga ist angespannt – hoffen wir, dass es an den nächsten Spieltagen wieder sportlicher zugeht!