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Bundesligafussball

Eintracht «trainiert» gegen Vaduz für Liga-Start

Frankfurt/Main – Die Partie gegen Fußball-Zwerg FC Vaduz ist für Eintracht Frankfurt nicht mehr als ein lockerer Abschluss-Test für den Bundesligastart.

Nach dem 5:0 in Liechtenstein zweifelt vor dem Rückspiel der 3. Qualifikationsrunde zur Europa League an diesem Donnerstag (20.30 Uhr/Nitro) niemand mehr am Erreichen der Playoffs. Größere Priorität bei den Hessen hat daher der Liga-Auftakt am Sonntag gegen die TSG 1899 Hoffenheim.

«Es ist ein Pflichtspiel, das wir gewinnen wollen, um mit breiter Brust in die Bundesliga zu gehen», versicherte Eintracht-Trainer Adi Hütter. «Außerdem geht es für den einen oder anderen Spieler um einen Platz in der Mannschaft.» Im Falle des erwarteten Weiterkommens kämpfen die Frankfurter gegen den Sieger des Duells Racing Straßburg gegen Lok Plowdiw (Hinspiel 1:0) um den Einzug in die Gruppenphase.

Obwohl die Partie gegen Vaduz nur eine Formsache zu sein scheint, machen die Fans auch dieses Europacupspiel zu einem großen Fest. Mit 48 000 Zuschauern ist die Frankfurter Arena – in der alle Einwohner Liechtensteins (38 000) bequem Platz finden würden – wie schon in der Runde zuvor gegen Flora Tallinn ausverkauft.

Auch die Spieler aus dem Fürstentum wollen das besondere Flair – ohne Illusion auf eine Sensation – genießen. «Wir müssen nicht darüber reden, dass das Europacup-Abenteuer beendet ist», sagte Vaduz-Coach Mario Frick. «Nichtsdestotrotz wartet in Frankfurt ein Riesenhighlight auf uns, das wir uns verdient haben.»

Vor ausverkauftem Haus wollen sich die Platzherren keine Blöße geben. «Ich sehe null Komma null Anzeichen, dass wir das Spiel leicht nehmen», betonte Verteidiger Erik Durm am Mittwoch. «Drei Tage vor dem Bundesligastart will jeder zeigen, was er kann.» Auch Flügelspieler Filip Kostic versprach, die Aufgabe ernst zu nehmen und den Fans etwas zu bieten. «Wir sind es den Zuschauern schuldig, unser bestmögliches Gesicht zu zeigen», sagte der Doppel-Torschütze des Hinspiels.

Nach dem kräftezehrenden DFB-Pokalkampf beim SV Waldhof Mannheim (5:3 nach 0:2-Rückstand) und mit Blick auf die Begegnung gegen Hoffenheim wird Hütter eine größere Rotation vornehmen. Abgesehen von Nationaltorwart Kevin Trapp, der nach seinem Rückkehrer-Debüt in Mannheim weitere Spielpraxis sammeln soll, wird es auf einigen Positionen Umbesetzungen geben.

Hütter verriet allerdings nur eine Personalie. Mittelfeldspieler Sebastian Rode wird sein Startelf-Comeback feiern. «Ja», sagte der Coach kurz auf eine entsprechende Frage. Der 28-jährige Profi des Fußball-Bundesligisten hatte sich im Europa-League-Halbfinale Anfang Mai beim FC Chelsea eine schwere Knieverletzung zugezogen.

Weiter unklar ist, ob der kroatische Vize-Weltmeister Ante Rebic, der in Mannheim drei Tore erzielte, in Frankfurt bleibt oder noch geht. «Es gibt bisher noch kein Angebot eines anderen Vereins», sagte Hütter. Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic hatte einen Weggang des Offensivspielers zuletzt jedoch nicht ausgeschlossen.

So oder so brauchen die Hessen noch einen Stürmer. «Das ist auf jeden Fall klar», bestätigte Bobic. «Wir sind schon an der einen oder anderen Personalie dran, die auch total Spaß macht.» Dieses Vergnügen könnte der frühere Frankfurter Spieler Cenk Tosun (28) bereiten. Der Stürmer wechselte 2011 zu Besiktas Istanbul und von dort im Januar 2018 für rund 22 Millionen Euro nach England zum FC Everton. Die Gespräche zu diesem Transfer seien fortgeschritten, wird spekuliert.

Fotocredits: Uwe Anspach
(dpa)

(dpa)

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