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Bundesligafussball

EM-Endrunde für U21-Team in greifbarer Nähe

Düsseldorf – Mit einem Rekord und im Eiltempo kann der neue U21-Trainer Stefan Kuntz mit seinem Team die EM-Teilnahme perfekt machen.

In das letzte Heimspiel in der Gruppe 7 gegen Russland am Freitag in Ingolstadt (18.00 Uhr) geht die deutsche Fußball-Auswahl mit einer makellosen Bilanz aus acht Spielen und einer Siegesserie von zehn Spielen am Stück seit der EM-Endrunde 2015. Ein Erfolg gegen die Russen bedeutet die direkte und vorzeitige Qualifikation für die Endrunde in Polen 2017.

«Das wollen wir mit aller Macht schaffen», sagte Kuntz, der sich mit dem Team seit Montag in Bad Gögging auf den Doppelpack gegen Russland und Österreich am kommenden Dienstag vorbereitet. Zudem wären elf Siege nacheinander ein Rekord. Ohnehin liegt die letzte Niederlage einer deutschen U21 in der EM-Qualifikation sechs Jahre zurück, seitdem ist die Mannschaft in 32 Spielen unbesiegt.

Für den Endspurt auf dem Weg zur Endrunde vom 16. bis 30. Juni 2017 hat der DFB-Coach eine starke Truppe zusammen. Die zuletzt in der A-Mannschaft eingesetzten Leroy Sané, Niklas Süle und Jonathan Tah stehen wieder für die U21 zur Verfügung. Auch die Olympia-Fahrer Matthias Ginter und Davie Selke sind zurückgekehrt. Kapitän Leon Goretzka musste wegen muskulärer Probleme absagen.

Die Rückkehr einiger A-Nationalspieler und die gleichzeitige Abstellung einiger U21-Spieler für die Auswahl von Joachim Löw sind das Ergebnis intensiver Absprachen zwischen den Trainern und DFB-Sportdirektor Hansi Flick. «Die Idee ist, dass es keine Trennung von A-Mannschaft und U21 gibt, sondern ein Miteinander», sagte Kuntz. Mit Blick auf die Entwicklung der Spieler soll entschieden werden, wo ein Einsatz am meisten Sinn macht. «Deshalb wird es immer wieder auch Rotationen geben», erklärte Flick.

Am Beispiel Sané, der zuletzt wegen einer Verletzung pausieren musste, erklärte Kuntz die Strategie. «Im Mittelpunkt steht der Spieler. Für Leroy ist es jetzt gut, zwei Spiele zu machen», sagte der DFB-Coach. Auch der Jungprofi von Manchester City freut sich auf die Rückkehr ins Team, für das er in sechs Spielen bislang fünf Treffer erzielen konnte. «Die Spielpraxis tut mir gut. Das ist wichtig für mich», sagte Sané.

Unter Kuntz gewann die DFB-Auswahl die vergangenen beiden Spiele gegen die Slowakei (3:0) und in Finnland (1:0). Gegen Russland soll die Erfolgsserie fortgesetzt werden. «Die Russen werden defensiv stehen und versuchen, uns das Leben schwer zu machen», meinte Torjäger Serge Gnabry. Allerdings ist die Mannschaft auch gewarnt. Bei einem Remis oder einer Niederlage droht am letzten Spieltag in Österreich ein Finale um die direkte Qualifikation. Nur der Gruppensieger qualifiziert sich direkt, die vier besten Zweiten aus neun Gruppen spielen in den Playoffs noch zwei Startplätze für die erstmals mit zwölf Teams ausgetragene EM aus.

Fotocredits: Swen Pförtner
(dpa)