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Bundesligafussball

Empörung nach 0:3-Schlappe des HSV gegen Frankfurt

Hamburg – Der Hamburger SV bleibt auch nach dem achten Spieltag der Fußball-Bundesliga auf einem Abstiegsplatz. Der HSV verlor am Freitagabend 0:3 (0:1) gegen Eintracht Frankfurt und verdarb seinem neuen Trainer Markus Gisdol die Heimpremiere. Die Eintracht verbesserte sich dagegen vorläufig auf Rang vier.

UNGLÜCKSRABE: Lewis Holtby sorgte mit einem Eigentor in der 35. Minute für die Führung der Hessen. Zuvor hatte der Dauerläufer des HSV schon den Ball an den Gegner verloren. Danach brachen alle Dämme, die Hamburger trauten sich nichts mehr zu. Nach der Gelb-Roten Karte gegen den Hamburger Dennis Diekmeier gab es keine Gegenwehr mehr.

MULTIKULTI: Vor der Saison war Eintracht Frankfurt wegen seiner Multikulti-Truppe kritisiert worden. Trainer Niko Kovac nutzte die lange Vorbereitungszeit und schweißte die Profis zusammen. Gegen Hamburg ließ er sogar Alex Meier und Haris Seferovic zunächst auf der Bank. Seferovic entschied nach seiner Einwechslung die Partie. «Wir haben gute Fußballer und sehr gute Charaktere, das mixt sich gut, da wächst etwas zusammen», sagte der ehemalige HSV-Profi Kovac.

EMPÖRUNG: 52 258 Fußball-Fans kamen in den Volkspark und unterstützten den HSV mit Schlachtrufen und überdimensionalen Spruchbändern wie «Voran HSV». Nach dem dritten Tor verließen die Anhänger in Scharen das Stadion, schmissen volle Bierbecher und pfiffen. Nach Schlusspfiff zeigten die Anhänger den Profis demonstrativ den Rücken.

ERNÜCHTERUNG: 26 Tage nach seinem Start beim HSV wirkte Trainer Markus Gisdol angesichts der desolaten Heimpremiere ernüchtert. «Natürlich bin ich sehr enttäuscht. Wir hatten uns sehr viel vorgenommen, wollten mutig auftreten. Das ist uns nicht gelungen. Wir waren immer einen Schritt zu spät, ängstlich», sagte der Coach. Im sechsten Spiel nacheinander gelang den Norddeutschen kein Treffer, damit stellte die Mannschaft den Negativrekord des Vereins aus der Saison 2014/15 ein.

RAGE: René Adler hatte die Nase gestrichen voll. Während des Spiels stauchte er seine Mitspieler zusammen, hinterher schimpfte er wie ein Rohrspatz. «Ich habe keinen Bock, mich nach jedem Spiel auspfeifen zu lassen, das kotzt mich an. Wir haben alles vermissen lassen, was man braucht, um in der Bundesliga zu gewinnen», fauchte der Torhüter.

Fotocredits: Axel Heimken
(dpa)