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Bundesligafussball

FC Bayern München: Das große Rätselraten um Ab- und Zugänge

Der FC Bayern München ist frisch gebackener Champions League Sieger und trotzdem wird sich in der kommenden Saison einiges ändern.  Durch die Verpflichtung von Pep Guardiola wird zum einen das Spielsystem und zum anderen die Spielphilosophie umgestaltet. Aufgrund dieser werden einige Spieler im aktuellen Kader des FCB keine Zukunft mehr in ihrem Verein haben.

Nur noch 2 offene Planstellen

Die Bayern gelten nach dem Champions League Sieg als beste Mannschaft Europas und werden sich mit Jan Kirchhoff, Mario Götze und höchst wahrscheinlich auch Robert Lewandowski weiter verstärken. 2014 wird zudem der noch Frankfurter Sebastian Rode erwartet, auch wenn dieser eher als Ergänzungsspieler vorgesehen ist. Durch das neue Spielsystem und die zuvor genannten Verstärkungen wird ein interner Konkurrenzkampf entfacht.  Grundsätzlich gilt es, das mit Neuer, Dante, Lahm, Martinez, Schweinsteiger, Alaba, Ribery, Götze und ggf. Lewandowski bereits neun von elf Planstellen im neuen System vergeben sind.  Die restlichen Superstars wie z.B. Mandzukic, Gomez, Müller, Boateng, Kirchhoff, Kross, Shaquiri und Robben kämpfen um die restlichen 2 Planstellen, wobei sie meist positionsbedingt nur für maximal eine der zwei freien Positionen in Frage kommen.  Grundsätzlich geht man davon aus, dass Pep Guardiola ein 4-3-3 spielen lassen wird – bestehend aus einem defensiven Mittelfeld sowie zwei Spielern auf den Halbpositionen im zentralen Mittelfeld.

Kirchhoff: Vom FSV Mainz zum FCB-Stammspieler?

In der Abwehr entsteht durch die Verletzung von Badstuber ein Dreikampf um den Platz neben Dante in der  Innenverteidigung. Ausgetragen wird dieser zwischen Kirchhoff, Boateng und van Buyten. Da jedoch van Buyten als zu langsam und Boateng  im defensiven Kopfballspiel zu schwach und noch immer zu Unkonzentriertheit neigt, erwarten viele Experten, dass der ehemalige Mainzer Abwehrspieler Kirchhoff der größte Profiteur von der Verletzung Badstubers sein könnte. Dies liegt vor allem daran, dass er als kopfballstark, jung und stark in der Spieleröffnung  gilt und dem Idealbild von Peps Innenverteidiger sehr nahe kommt. Falls Boateng den Zweikampf gegen Kirchhoff verlieren würde, könnte Pep u.a. auch Alaba auf die offene Planstelle neben Schweinsteiger im zentralen Mittelfeld vorziehen, Lahm die Seiten wechseln lassen und Boateng als rechten Außenverteidiger auflaufen lassen. Wenn Lahm zurück auf die linke Seite wechselte, hätte dies den Vorteil mit Lahm, Alaba und Ribery die wohl stärkste linke Seite der Welt auf dem Platz zu haben.  Allerdings rechnet sich bei einen Wechsel von Lahm auf die linke Seite auch Rafinha mehr Einsatzzeiten unter dem neuen Trainer aus, da dessen Spielphilosophie ihm entgegen kommen sollte. Doch steht auch Rafinha auf dem Wunschzettel einiger Konkurrenzvereine. So steht beispielsweise ein Wechsel zu seinem ehemaligen Club Schalke im Raum.

Mit der besten linken Seite der Welt in die Zukunft?

Im Mittelfeld gelten die Positionen von Martinez auf der 6 und Schweinsteiger auf einer der beiden 8er Positionen als bereits vergeben. Um die zweite 8er Position ergibt sich erneut ein Dreikampf. In diesem Fall zwischen Kroos, Shaqiri und Alaba. Wobei Alaba wie bereits erwähnt auch als linker Außenverteidiger spielen könnte.  Auch hier sehen die Experten in der kommende Saison mögliche Veränderungen, wie beispielsweise einen festen Platz für den jungen Xherdan Shaqiri, der bei all seinen nationalen sowie internationalen Auftritten glänzen konnte. Zudem gilt er als technisch versierter als sein Teamkollege Toni Kroos. Sollte im Sturm tatsächlich der noch Dortmunder Robert Lewandowski verpflichtet werden,  wären dort mit Ribery und Götze auf den Außen sowie Lewandowski als Stoßstürmer alle Planstellen besetzt. Falls die unerwartete Situation eintritt, dass Lewandowski doch nicht verpflichtet würde, könnte auch um die Position des Stoßstürmers ein Dreikampf zwischen Müller, Mandzukic und Gomez entstehen, wobei sich Mandzukic hier bereits in der vergangenen Saison behaupten konnte.

Sucht Müller ein neues Abenteuer?

Während van Buyten, Rafinha und Pizarro sich mit ihrer Reservistenrolle abgefunden haben und ihre Verträge erfüllen bzw. verlängern möchten, wird der eine oder andere sich mit der neuen Reservistenrollen nicht zufrieden geben. Im Kader haben Contento und Gomez (zumindest bei einer Verpflichtung Lewandowskis) keine Zukunft mehr. Gerade für Gomez als ehemaligen Bundesligatorschützenkönig sollte die Verpflichtung  von Lewandowski ein erneuter Tiefschlag sein.  Während Robben bereits ausdrücklich erwähnte, sich in Bayern wohl zu fühlen und auch in der nächsten Saison in München spielen wird, könnte es zu einem anderen spektakulären Abgang kommen.  Es könnte durchaus sein, dass sich Müller nach einen möglichen Tripple Gewinn eine neue sportliche Herausforderung suchen könnte. Chelsea United und Real Madrid sollen neben den üblichen Verdächtigen wie Paris St. Germain, Manchester City, Zenit St. Petersburg und AS Monaco starkes Interesse haben. Ein neues Abenteuer in London unter dem Trainer Jose Mourinho oder in Madrid unter seinem neuen alten Trainer Jupp Heynckes könnte für den Abenteurer Müller sehr interessant sein.  Zudem könnte Pizarro noch einmal in der Bundesliga neu angreifen, da dieser angeblich Angebote von Schalke und Dortmund vorliegen habe. Nach neusten Gerüchten soll Dortmund ebenfalls Interesse an Mandzukic und Shaquiri haben, falls Guardiola deren Potential unterschätzen sollte. Da Uli Hoeneß bereits weitere Zugänge für die kommende Saison angedeutet hatte, kann man davon ausgehen, dass der eine oder andere Superstar den Verein sowohl bereichern als auch verlassen wird.

Bayern Stammelf

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Bayern Ersatzelf


Guardiolas Vision von Bayern München

Artikelfoto: Patrick Huebgen, Wikipedia (Bild gemeinfrei)
Illustrationen: privat