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Bundesligafussball

Freiburg erkämpft in Unterzahl Punkt: 0:0 gegen BVB

Freiburg – Der SC Freiburg hat in Unterzahl den schwungvollen Saisonstart von Borussia Dortmund gebremst und sich ein 0:0 erarbeitet.

In einem hitzig geführten Duell mussten die Breisgauer vor 24 000 Zuschauern im ausverkauften Schwarzwald-Stadion mehr als eine Stunde mit zehn Mann überstehen, weil Neuzugang Yoric Ravet nach einem Foul an BVB-Kapitän Marcel Schmelzer mit Rot vom Platz ging (29. Minute). Dortmund hatte zwar einige Chancen, blieb aber insgesamt blass und konnte die Serie von zuletzt zwölf Siegen in zwölf Spielen gegen den SCF nicht ausbauen.

Zumindest bis zum Duell zwischen Hoffenheim und Bayern am Abend blieb der BVB aber Tabellenführer. Freiburg musste mit dem Punkt zufrieden sein, wartet nach drei Spieltagen in der Fußball-Bundesliga aber noch auf den ersten Saisonsieg.

Für Schmelzer dauerte das Comeback nach überstandener Verletzung am Sprunggelenk und wochenlanger Pause nur eine halbe Stunde. Nach einem Tritt in die Wade von Freiburgs Ravet musste der Linksverteidiger dem Augenschein nach verletzt mit einer Trage vom Platz gebracht und ausgewechselt werden. Der nicht souverän wirkende Schiedsrichter Benjamin Cortus zeigte dem Franzosen zunächst die gelbe Karte, entschied nach dem Einsatz des Video-Assistenten aber auf Rot.

Neben Ravet brachte SC-Trainer Christian Streich noch fünf weitere Profis, die beim 1:4 gegen RB Leipzig nicht in der Startelf standen. Auch der bislang einzige Bundesliga-Torschütze der SC-Saison, Florian Niederlechner, saß gegen den Tabellenführer lange nur auf der Bank. An seiner Stelle durfte Tim Kleindienst von Beginn an spielen und vergab nach sechs Minuten bereits eine riesengroße Gelegenheit zur Führung für den Gastgeber. Freigespielt von Christian Günter und Janik Haberer scheiterte der Stürmer mit einem schwachen Abschluss an BVB-Keeper Roman Bürki.

Mit bissigen Kontern und guter Defensivarbeit hätten sich die noch sieglosen Freiburger die Führung in der Anfangsphase verdient gehabt. Außer einem zu hoch angesetzten Kopfball von Pierre-Emerick Aubameyang brachte der BVB lange Zeit überhaupt nichts zustande und wirkte ideenlos. Allerdings musste Trainer Peter Bosz auch früh zweimal unfreiwillig wechseln. Vor Schmelzer musste bereits Innenverteidiger Marc Bartra nach 18 Minuten runter. Der Spanier hatte sich zuvor an die Leiste gefasst. Für ihn kam der ehemalige Freiburger Ömer Toprak.

In Unterzahl verlagerte sich das Spiel dann nahezu komplett in die Freiburger Hälfte. Nuri Sahin prüfte SC-Torwart Alexander Schowlow mit einem Distanzschuss (40.). Unmittelbar nach dem Seitenwechsel verhinderte Schwolow mit einer Parade gegen Christian Pulisic den Rückstand (46.).

Ein Kopfball von Aubameyang geriet erneut zu hoch (54.), wenig später rutschten drei Dortmunder an einer Flanke von Gonzalo Castro vorbei – die Borussen hatten Chancen, nutzten diese aber nicht und blieben oft einfach zu durchschauen. Lukasz Pisczeks Kopfball war nach langer Zeit die beste Chance zum späten Siegtreffer (81.). Auch der in der Schlussphase eingewechselte Neuzugang Andrej Jarmolenko konnte am 0:0 nichts ändern.

Fotocredits: Patrick Seeger
(dpa)

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