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Bundesligafussball

Gladbach will Aufholjagd in Rom starten

Rom – Ohne Abwehrchef und Torjäger, aber mit genesenem Kapitän will Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach die Aufholjagd in der Europa League starten.

Das Comeback von Fußball-Nationalspieler Matthias Ginter kommt nach seiner Schulterverletzung noch zu früh, dafür kann Lars Stindl wieder helfen. Borussias Spielführer war an Bord des Fluges nach Rom, wo die Gladbacher am Donnerstag (18.55 Uhr/DAZN) bei AS Rom unter großem Erfolgsdruck stehen. «Wir haben die letzten beiden Bundesligaspiele gut gemacht. Daran wollen wir anknüpfen», sagte Angreifer Patrick Herrmann kurz vor dem Abflug.

Verzichten muss Trainer Marco Rose im bislang wichtigsten Spiel der Saison allerdings auch auf Alassane Plea, der mit einer Muskelverletzung im Oberschenkel bis auf Weiteres ausfällt.

Stindl feierte sein Comeback nach sechsmonatiger Pause bereits am Samstag beim unglücklichen 0:1 im Bundesligaspiel in Dortmund mit einem Kurzeinsatz. «Es ist schön, wieder Teil der Elf zu sein», sagte Borussias Kapitän, der in Rom vielleicht zu seinem ersten Startelfeinsatz kommt – oder als Joker in der Hinterhand bleibt.

Wie Rose die vorderste Reihe besetzt, wird er wohl nach dem Abschlusstraining entscheiden. Pleas Ausfall wiegt schwer, da der französische Nationalspieler mit bislang vier Treffern und fünf Assists der effektivste Angreifer im Team ist. Raffael ist auch noch nicht fit, bleibt noch Herrmann. «Natürlich hoffe ich auf einen Einsatz von Beginn an. Ich möchte immer spielen, damit ich von Anfang an Gas geben kann», sagte Herrmann. Der Ur-Borusse hatte als Joker bei Basaksehir Istanbul zumindest noch ein 1:1 gerettet.

Ob Stindl überhaupt schon bereit ist für die Anfangself? «Wir müssen sachlich bleiben», sagte Coach Rose. Man wolle den Kapitän Schritt für Schritt heranführen. Seine Position sei auf jeden Fall zentral auf der «9» oder «10». Beim letzten Italien-Auftritt der Gladbacher im Februar 2017 hatte Stindl beim 4:2-Sieg in Florenz mit drei Treffern seinen großen Abend.

Die Ausgangslage ist klar: Mit bislang nur einem Punkt stehen die Gladbacher in der Gruppe J hintendran. «Wir müssen in Rom unbedingt punkten, sonst kann schon alles vorbei sein», sagte Abwehrspieler Tony Jantschke vor dem ersten von zwei Duellen innerhalb von 14 Tagen mit dem dreimaligen italienischen Meister. Jantschke vertrat Ginter zuletzt in der Innenverteidigung und soll auch in Rom neben Nico Elvedi für Sicherheit sorgen. «Bei Matze hatten wir die Hoffnung, dass es für Rom reicht. Aber es geht um die Gesundheit des Spielers. Im Moment macht es noch keinen Sinn», sagte Rose.

Mittelfeldspieler Christoph Kramer meint, man müsse den Druck aushalten. «Damit können wir als Mannschaft umgehen. Wir wollen das Spiel gewinnen und damit die Chance wahren, im Europapokal zu überwintern», sagte der Weltmeister von 2014.

Auch mit einem Remis wäre dem Bundesligaersten schon geholfen – wenn die Mannschaft dann im Rückspiel nachlegen kann. Unverwundbar sind die Römer sicherlich nicht. Trainer Paulo Fonseca, der wie Rose zu Saisonbeginn das Traineramt übernahm, muss eine ganze Reihe von wichtigen Spielern ersetzen, darunter auch den Ex-Dortmunder Henrich Mchitarjan, den Kroaten Nikola Kalinic und die Jung-Nationalspieler Bryan Cristante und Lorenzo Pellegrini. Bestens bekannt aus seiner Zeit beim VfL Wolfsburg ist Mittelstürmer Edin Dzeko, der für die Niedersachsen in 111 Spielen 66 Tore erzielte.

Fotocredits: Federico Gambarini
(dpa)

(dpa)

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