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Bundesligafussball

Hannover: Bei Abstieg geht Trainer Schaaf

Thomas Schaaf (54) und Hannover 96 werden sich bei Abstieg trennen. Der Trainer wird den Klub in der zweiten Liga nicht mehr betreuen. Diese Entscheidung gab der Klub vor dem kommenden 29. Spieltag bekannt. Der derzeitige Tabellenletzte hat bereits zehn Punkte Rückstand auf den rettenden Platz 15. Am Samstag steht nun das Derby gegen den Hamburger SV an.

Der Verein gab eine Pressemitteilung heraus

In einer Pressemitteilung vom 30. März erklärt Hannovers Geschäftsführer-Sport Martin Bader (48): „Wir sind gemeinsam mit Thomas Schaaf in die Analyse gegangen und sind zum Entschluss gekommen, dass wir bei einem nicht erfolgten Klassenerhalt den Vertrag nicht verlängern werden. Beide Parteien sind der Überzeugung, dass ein personeller Neuanfang auf der Trainerposition die beste Lösung ist.“ Trainer Thomas Schaaf, dessen Vertrag bei Hannover 96 nur für die erste Liga gilt und am 30. Juni 2017 ausläuft, bestätigt: „Wir haben immer offen und professionell alle Möglichkeiten diskutiert und ich bin ebenfalls der Meinung, dass dies die richtige Lösung ist. Meine volle Konzentration liegt nun auf der Vorbereitung der Mannschaft auf die nächsten Spiele.“

Thomas Schaaf kam erst im Dezember

Thomas Schaaf hatte den Verein am 28. Dezember vergangenen Jahres in der Winterpause von Vorgänger Michael Frontzeck (52) übernommen. Seinerzeit stand Hannover auf Platz 17 – mit nur einem Punkt Rückstand auf Platz 15. Doch der als Retter verpflichtete Schaaf hatte mit dem Klub mehr Probleme als erwartet. Von den zehn Partien seit Ende der Winterpause konnte Hannover lediglich eines gewinnen: 2:1 beim VfB Stuttgart am 27. Februar. Die restlichen Partien endeten allesamt mit Niederlagen. Hannovers Torverhältnis in der Rückrunde macht die Krise besonders deutlich. 4:20 Tore – kein Team erzielte weniger Tore und keine Mannschaft kassierte mehr Treffer in den bisherigen zehn Partien. Die Ausgangsbasis für einen erfolgreichen Klassenerhalt ist mit noch offenen sieben Spielen denkbar ungünstig.

Hannovers Restprogramm:

1. Samstag, 2. April, 15.30 gegen den Hamburger SV (Heimspiel)
2. Freitag, 8. April, 20.30 gegen Hertha BSC Berlin (Auswärtsspiel)
3. Freitag, 15. April, 20.30 gegen Mönchengladbach (Heimspiel)
4. Samstag, 23. April, 15.30 gegen den FC Ingolstadt (Auswärtsspiel)
5. Samstag, 30. April, 15.30 gegen den FC Schalke 04 (Heimspiel)
6. Samstag, 7. Mai, 15.30 gegen Hoffenheim (Heimspiel)
7. Samstag, 14. Mai, 15.30 gegen Bayern München (Auswärtsspiel)
Mit Gladbach, Schalke, Hertha und Bayern sind gleich vier Mannschaften dabei, die momentan allesamt unter den ersten Fünf in der Tabelle stehen.

Thomas Schaafs Karriere

Thomas Schaaf bestritt in seiner aktiven Zeit von 1978 bis 1995 für Werder Bremen 262 Bundesliga-Spiele (13 Tore). Sein größter Erfolg als Spieler war der Gewinn des Europapokals der Pokalsieger 1992. Er wurde zweimal Meister (1988, 1993) und zweimal DFB-Pokal-Sieger (1991, 1994). Seine Trainerlaufbahn begann 1988 bei Werders Jugend. Ab 1995 trainierte er die Werder Amateure und zur Saison 1999/2000 wurde er Trainer der Bremer Profis, mit denen er 2004 die Deutsche Meisterschaft feierte. Dazu gelang 1999, 2004 und 2009 jeweils der Gewinn des DFB-Pokals. Sein größter internationaler Erfolg war 2009 das Erreichen des Finals im Uefa-Pokal (1:2 n.V. in Istanbul, gegen Schachtjor Donezk). Zur Saison 2014/15 übernahm er als Nachfolger von Armin Veh (55) Eintracht Frankfurt. Am 26. Mai 2015 trat er wegen Differenzen mit dem Frankfurter Aufsichtsrat zurück. Seit dem 28. Dezember 2015 ist er Cheftrainer bei Hannover 96.

Bild: Starprpess, 00190604, JURI REETZ