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Bundesligafussball

Hasenhüttl: Ohne RB Leipzig wäre die Bundesliga langweilig

Leipzig – Nach Ansicht von Ralph Hasenhüttl liegt es allein an RB Leipzig, dass die Fußball-Bundesliga nicht wie in den vergangenen Jahren in Langeweile versinkt.

«Wir sind allein auf weiter Flur, die da vorne an den Bayern dran sind. Wenn es uns nicht gäbe, wäre die Bundesliga wohl schon im März wieder entschieden», sagte Hasenhüttl auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel (Samstag/18.30 Uhr) gegen Borussia Dortmund.

Der Aufsteiger rangiert als Zweiter nur drei Punkte hinter Rekordmeister FC Bayern München. Dortmund hat als Tabellen-Vierter schon elf Zähler Rückstand auf die Sachsen.

Dass der derzeitige Erfolg Begehrlichkeiten von anderen Clubs an den RB-Spielern weckt, lässt Hasenhüttl kalt. «Über die Tatsache, was wird, wenn wir uns weiter so in den Blickpunkt spielen, darüber machen wir uns überhaupt keine Gedanken», sagte der Österreicher.

«Wir sind vielleicht noch nicht so der ganz große Name, aber wahrscheinlich mit der spannendste Verein, den es europaweit derzeit gibt», sagte Hasenhüttl und ergänzte: «Es ist schön, neue Geschichte zu schreiben. Das merkt man bei den Jungs, die sind heiß drauf und das soll gerne noch lange so sein.»

Auf einen Ersatzmann für den erkrankten Stürmer Timo Werner will sich Hasenhüttl noch nicht festlegen. «Er ist von seiner Art, mit seinem Tiefgang und seiner Art schwer zu ersetzen. Gerade weil wir es mit einem Gegner zu tun haben, wo seine Qualitäten sehr gefragt wären», so Hasenhüttl. Der Cheftrainer betonte: «Wir sind nicht unter Druck, alles kann, nichts muss. Das ist der große Unterschied zu unserem Gegner.»

Obwohl es Timo Werner nach seiner Grippe deutlich besser geht, kommt ein Einsatz am Wochenende zu früh. «Er hat eine andere Art an Virus als ich, das macht keinen Sinn», sagte der ebenfalls erkrankte Hasenhüttl. Ob Stürmer Davie Selke zu seinem zweiten Startelf-Einsatz kommt, ließ er offen. «Wir jammern nicht, wir haben bisher immer Lösungen gehabt», sagte Hasenhüttl. «Es könnte Selke vorne drin sein, auch Marcel Sabitzer als hängende Spitze wäre möglich oder eben Oliver Burke, der nach seinem Infekt wieder im Training ist – doch da wären wir schon am Ende unserer Möglichkeiten.»

Leipzigs Mittelfeldspieler Marcel Sabitzer geht derweil gelassen in das Top-Duell beim BVB. «Die wollen in die Champions League und müssen gewinnen, um an uns dran zu bleiben. Der Druck liegt bei denen», sagte der 22-Jährige der «Bild»-Zeitung. Während der Aufsteiger als Tabellen-Zweiter nur drei Punkte hinter Rekordmeister FC Bayern München liegt, haben die Borussen als Vierter schon elf Zähler Rückstand auf die Sachsen.

Sabitzer, der beim letzten 2:1-Heimsieg gegen die TSG Hoffenheim den Siegtreffer markierte, hat auch keine Ehrfurcht vor der beeindruckenden Kulisse von über 81 000 Fans im Signal-Iduna-Park in Dortmund: «Die Fans sind ja dafür bekannt, dass sie mächtig Stimmung machen. Aber am Ende geht’s um Fußball. Mich beeindruckt das Drumherum null. Der Ball ist rund, die Tore eckig.»

Fotocredits: Jan Woitas
(dpa)