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Bundesligafussball

Hertha lässt Schalke leiden: Königsblau ohne Punkt und Tor

Berlin – Der umgekrempelte FC Schalke 04 muss in der Liga weiter leiden – die makellose Hertha freut sich auf das Topspiel beim FC Bayern. Tore von Mitchell Weiser und Valentin Stocker sorgten am 3. Bundesliga-Spieltag für den 2:0 (0:0)-Sieg der Berliner gegen den Erzrivalen aus Gelsenkirchen.

Königsblau ist damit in der neuen Liga-Saison weiter ohne Punkt und ohne Tor, bleibt so Tabellen-Vorletzter. Hertha dagegen feierte den dritten Sieg im dritten Spiel und tritt als Zweiter beim punktgleichen Tabellenersten FC Bayern (beide 9 Zähler) an. «Na, @FCBayern?! Zittert ihr schon vor Mittwoch?!», twitterten die Berliner kess.

Hertha verdiente sich den «Dreier» durch viel Aggressivität, ließ nie nach und zwang Schalke zu den letztlich entscheidenden Fehlern. Ein fahrlässiger Ballverlust von Neuzugang Benjamin Stambouli nahe der eigenen Eckfahne ermöglichte Hertha-Verteidiger Peter Pekarik die Eingabe: Weiser hämmerte den Ball vor 49 251 Zuschauern im Olympiastadion aus 13 Metern ins Schalker Tor (63.). Dann knöpfte Per Skjelbred den ebenfalls neu verpflichteten Nabil Bentaleb den Ball ab. Weiser schickte Stocker auf die Reise und der Schweizer traf (74.).

Bei den so schwach gestarteten Schalkern stand Stürmer Klaas Jan Huntelaar wieder in der Startelf. «Weil wir am Donnerstag gut gespielt haben, und die Mannschaft das Vertrauen hat», sagte Trainer Markus Weinzierl dazu. Der 1:0-Sieg in der Europa League bei OGC Nizza galt als Mutmacher für die mit zwei Bundesliga-Niederlagen gestarteten Schalker. «Wir sind gefordert, in Berlin zu gewinnen», sagte der neue Schalke-Coach. Doch es kam anders.

Die mit zwei Bundesliga-Siegen gestarteten Gastgeber setzten die von Trainer Pal Dardai ausgegebene Risiko-Taktik gleich um, attackierten die Gäste frühzeitig und suchten jede Gelegenheit zum schnellen Gegenzug. Schalke störte die Berliner ebenfalls früh, so dass Torgelegenheiten lange Zeit Mangelware blieben. Ein erster Weitschuss von Per Skjelbred, der nach einer Muskelverletzung wieder in die erste Elf gerückt war, flog über das Schalker Gehäuse (14.).

Nach der Pause kam der Ukrainer Jewhen Konopljanka bei Schalke für Breel Embolo. Bei Hertha musste Vladimir Darida zehn Minuten später verletzt raus. Ein scharfer Schuss von Nabil Bentaleb hatte den Slowaken aus kurzer Distanz unglücklich am linken Fuß getroffen – Stocker feierte seine Saisonpremiere. Und dann begann das Schalker Fehlerfestival: Dabei hatte Schalkes neuer Manager Christian Heidel kurz vor dem Anpfiff noch festgestellt: «Wir möchten ungern in der Zeitung lesen: Schalke ohne Tore, ohne Punkte.»

Fotocredits: Annegret Hilse
(dpa)