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Bundesligafussball

HSV: Mirko Slomka nach sieben Monaten entlassen

Seit elf Spielen ohne Pflichtspielsieg, in der aktuellen Saison einen Punkt, kein Tor und nach 18 Spielen insgesamt nur 14 Punkte. Diese Bilanz Mirko Slomkas beim Hamburger Sportverein machte es den Verantwortlichen des Clubs unmöglich an ihrem Trainer festzuhalten. Der HSV trennte sich folglich gestern Abend von Trainer Slomka.

Mirko Slomka kam erst im Februar dieses Jahres zum Bundesliga-Dino und sollte den Hamburger Sportverein aus der Krise helfen. Doch konnte auch er erst in den beiden Relegationsspielen den HSV in der ersten Liga halten. Nach nun drei weiteren erfolglosen Ligaspielen also trennten sich die Hamburger von ihrem Chefcoach. Ein Nachfolger ist bislang noch nicht bekannt.

Krisensitzung in der Hafencity

Neue Spieler, altes Bild beim Hamburger Sportverein. Grund für den Vorstandsvorsitzenden Dietmar Beiersdorfer, Aufsichtsratschef Karl Gernandt und Vorstand Joachim Hilke in der Firmenzentrale von Investor Kühne und Nagel in der Hafencity zu tagen. Verhandelt wurde über die Zukunft Mirko Slomkas.

Während Slomka mit der Mannschaft am Montag trainierte, ging es in der Hafencity um seine Zukunft. Nachdem sich Gernandt direkt nach dem Spiel gegen Hannover (0:2) noch zu „120 Prozent“ zu Slomka bekannte, wurde am Montagabend seine Entlassung beschlossen.

Nach einer fast zehn stündigen Besprechung wäre es auch wenig vertrauenswürdig gewesen, sich zu Slomka zu bekennen und ihm das volle Vertrauen auszusprechen.
Am Abend teilte Dietmar Beiersdorfer Mirko Slomka die Entscheidung wohl persönlich mit.

Die Trainerfrage

Heute fällt das Training für die Mannschaft des Hamburger Sportvereins aus. Erst am Mittwoch soll es weiter gehen. Noch nämlich ist die Trainerfrage nicht geklärt. Zwar ist der Wunschkandidat Thomas Tuchel bekannt, doch ganz so einfach ist diese Verpflichtung nicht. Zum einen ist Erfolgstrainer Tuchel bei Mainz 05 derzeit nur beurlaubt und steht dort weiterhin bis 2015 unter Vertrag und zum anderen gab er bekannt auch gesundheitlichen Gründen in dieser Saison keinen Job mehr antreten zu wollen.

Da zudem viele weitere Vereine um den Trainer-Überflieger buhlen, könnte einer Verpflichtung sehr teuer werden. Ohne die Unterstützung Kühnes würde das also unmöglich werden.

Außerdem gibt es Gerüchte über die Verpflichtungen der Ex-HSV-Trainer Huub Stevens, Felix Magath, Bruno Labbadia und Co. Doch wir können uns eine solche Verpflichtung nicht vorstellen und sind gespannt, wer der neue Chefcoach des Hamburger Sportvereins wird

Ab morgen, so scheint es zumindest, wird Josef Zinnbauer das Training übernehmen. Der U23 Trainer des HSV ist derzeit mit seiner Truppe sehr erfolgreich und wird bis zur Bekanntgabe des neuen Trainers als Interims-Lösung das Training übernehmen.

Foto: Starpress