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Bundesligafussball

Jaroslav Drobny verlässt den HSV mit viel Wut: „Ich spiele nicht für diese Leute!“

Vom Musterprofi zum Arbeitsverweigerer: Jaroslav Drobny hat die Schnauze voll und weigert sich, am Samstag gegen den FC Augsburg im HSV-Tor zu stehen. Grund ist sein nicht verlängerter Vertrag beim Hamburger Sportverein.

Nachdem Hamburgs Torwart Jasolav Drobny Anfang der Woche mitgeteilt wurde, dass sein Vertrag beim Bundesliga-Dino nicht verlängert würde, attackierte der Tscheche die HSV-Bosse: „Das ist Kindergarten. […] Sie haben keine Eier! […] Ich spiele nicht für diese Leute!“ meckerte der 36-jährige im Interview mit der „Sport Bild“. Eine Aktion, die für den Verein inakzeptabel ist. Trainer Labbadia betitelte den Torwart daraufhin als „Holzkopf“ und witzelte: „Ich habe heute Morgen im Bad geguckt, meine Eier waren noch da.“

„Er wird in Augsburg nicht Spielen“

Jaroslav Drobny habe für Bruno Labbadia mit seiner Aktion einen Kodex verletzt. Deshalb ist Drobny am letzten Spieltag in Augsburg nicht dabei. Sowohl der Tscheche selbst als auch der Verein können auf die Mitfahrt des 36-jährigen Torwarts verzichten: „Er wird in Augsburg nicht spielen, weil er mir gesagt hat, dass er nicht glaubt, dass er die Spannung haben kann, die es braucht, um dem Team zu helfen. Da macht es keinen Sinn.“ sagte Trainer Bruno Labbadia.

Der Hamburger Sportverein gab seinem kompletten Kader bekannt, keine Vertragsinformationen vor der sportlichen Rettung bekannt zu geben. Darauf hätten sich Mannschaft und verantwortliche geeinigt. Für die HSV-Boss steht nun fest, dass diese Entscheidung absolut richtig war: „Wenn ich jetzt das Theater sehe, das bei Drobo abgelaufen ist, kann ich nur sagen, dass ich sehr froh bin, dass wir so gehandelt haben. Fünf oder zehn Prozent Spannungsabfall hätten bedeutet, dass wir heute da sind, wo Stuttgart ist, wenn nicht sogar tiefer.“

HSV-Bosse respektlos?

Wer für einen Verein spielt, muss im Sinne des Vereines handeln. Tut er es nicht, ist ein Rauswurf die einzig wahre Lösung. Schon klar! Aber wie fair oder unfair ist es hinter den Kulissen beim Hamburger Sportverein wirklich abgelaufen? Wir können nur spekulieren, aber Jaroslav Drobny ist nicht der einzige HSV-Abgänger, der sich öffentlich beschwert. Auch Ivica Olic kritisiert den Umgang mit „Drobo“: „Die Entscheidung des HSV hat mich enttäuscht. Und ich finde es zudem respektlos, dass Drobo alles aus der Zeitung erfahren hat!“. Wenn dem so ist, können wir uns nur anschließen, ein bislang so loyaler und sympathischer Keeper wie Drobny hätte mehr Respekt verdient!

Bild: Screenshot aus wwww.youtube.com/watch?v=UDHdrhiqdbY
Video: www.youtube.com/watch?v=UDHdrhiqdbY