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Bundesligafussball

Kai Haverts: Abgeklärt, besonnen, begehrt

Stuttgart – Kai Havertz stellte ein Foto von der Szene ins Internet, wie er gerade mit dem linken Fuß den Elfmeter schießen will. «100 Spiele und es fühlt sich so gut an!», schrieb der junge Nationalspieler auf Englisch dazu.

In Stuttgart bestritt er mit 19 Jahren und 306 Tagen bereits sein 100. Pflichtspiel für Bayer Leverkusen. Mit dem verwandelten Elfmeter in der 64. Minute wurde der Mittelfeldspieler beim 1:0 zum Matchwinner.

Aus Bayer-Sicht hatte er nicht nur beim Siegtor, sondern auch bei seinem Umgang mit der Spuck-Attacke von VfB-Profi Santiago Ascacibar viel richtig gemacht. «Er hat nicht nur den Elfmeter reingeschossen, sondern ist auch noch ruhig geblieben – so muss man es machen», sagte Leverkusens Geschäftsführer Sport, Rudi Völler.

Havertz traf zum 13. Mal in dieser Saison und zum 20. Mal insgesamt in der Bundesliga. Nur der frühere Gladbacher Horst Köppel, dessen beste Zeiten die 70er Jahre waren, war noch 65 Tage jünger, als er diese Marke erreichte. Havertz sei ein «außergewöhnlich talentierter Spieler», sagte Trainer Peter Bosz. «Wenn man so jung ist, so gut spielt und so ruhig beim Elfmeter ist, das ist schon besonders.» Über ein Interesse der Bayern und 100 Millionen Euro als Ablöse wurde spekuliert, Völler hatte den Gerüchten zuletzt eine Absage erteilt.

Fotocredits: Rolf Vennenbernd
(dpa)

(dpa)

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