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Bundesligafussball

Katastrophenspiel in Dortmund: Enttäuschender HSV und überlegene Gastgeber in der Analyse

Die Aufstellung des Hamburger Sportvereins am Samstagabend im Topspiel gegen Borussia Dortmund sorgte bei einigen Zuschauern für Überraschung: Thorsten Fink spielte mit einem ungewohnten 3-5-2 System um wahrscheinlich die stabile Dortmunder-Defensive zu überrumpeln. Das aber hat nicht nur nicht funktioniert, sondern wurde nicht einmal wirklich probiert. Überrollen konnte nur der BVB den HSV.



Die Dominanz der Gastgeber

Von Beginn an zeigte die Klopp-Elf ihre spielerische Überlegenheit. Während Hamburgs einziger Innenverteidiger Djourou Dortmunds Lewandowski zu decken versuchte, wirkten Westermann mit den ihm zugeteilten Aubameyang und Mkhitaryan und Lasse Sobiech mit Gegenspieler Reus überfordert. So fiel es den Gastgebern leicht ihr variables Offensivspiel zu präsentieren. Besonders auffällig war hier Flügelspieler und Neuzugang Pierre-Emerick Aubameyang, der sich als einer der schnellsten Spieler der Bundesliga gerne auch in die Mitte begab, wo die Hamburger ihre größten Schwächen hatten, und Großkreuz die rechte Seite überließ. So öffnete Westermann häufig die rechte Außenbahn, von wo aus Großkreuz frei flanken konnte. Auch das starkaufgestellte Mittelfeld der Hamburger fand keine Mittel. So war der defensivorientierte Rincon nicht in der Lage offene Räume im Zentrum zu schließen.

Der HSV fand also weder Mittel für ein überzeugendes Defensivverhalten noch für ein vielversprechendes Offensivspiel. Eine klare Struktur fehlte, und auch ein Van der Vaart stand zu hoch, um den einen oder anderen Ball kontrolliert weiterzuleiten. Da wirkte nichts einstudiert sondern viel mehr zufällig in den Reihen des Hamburger Sportvereins, der als Underdog in das Spiel ging und auf ganzer Linie versagte.

So also das hochverdiente 6:2 für die Gastgeber und die behauptete Tabellenführung für Jürgen Klopp und seinen BVB.

Bild: Christopher Neundorf, Wikipedia