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Bundesligafussball

Kein Elfmeter: Kölner ärgern sich nach 1:1 in Bremen

Bremen – Kölns Keeper Thomas Kessler war doppelt sauer. Über seinen eigenen Fehler zum Gegentor und über einen nicht gegebenen Elfmeter.

Sein Kölner Kollege Marco Höger war in der vorletzten Minute im Bremer Strafraum nach einem Duell mit Robert Bauer zu Boden gegangen, doch Fußball-Schiedsrichter Wolfgang Stark pfiff nicht. So blieb es nach Toren von FC-Stürmer Artjoms Rudnevs (28.) und Serge Gnabry (40.) beim 1:1 (1:1) in der Bundesligapartie zwischen Werder Bremen und dem 1. FC Köln. «Ärgerlich», sagte der Keeper, der wie der Schiedsrichter einen Fehler gemacht hatte.

«Das war ein schwieriger Ball», sagte der Tormann zum Bremer Treffer durch Gnabrys haltbaren Fernschuss. Aber er hängte noch an: «Der war sicher nicht unhaltbar.» Dank dieses glücklichen Treffers von Gnabry setzte Werder Bremen seine kleine Erfolgsserie fort. 

Während die stark aufspielenden Kölner bereits das vierte Spiel ohne Sieg blieben, setzten sich die Bremer mit einer Leistungssteigerung nach schwachem Beginn etwas von den Abstiegsplätzen der Fußball-Bundesliga ab und liegen vor den Sonntagsspielen sechs Punkte vor dem vorletzten Rang. «Am Ende sind wir zufrieden», sagte Werder-Verteidiger Niklas Moisander und lobte den Gegner: «Köln war gut organisiert.»

Die Werder-Profis zeigten gegen die deutlich besseren Kölner keine überzeugende Leistung. Köln war mit den Antreibern Höger und Jonas Hector vor allem in der ersten Halbzeit klar besser. Besonders mit ihrem Zweikampfverhalten beeindruckten die Gäste. «Mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich zufrieden», sagte Kölns Trainer Peter Stöger: «Das war in der ersten Halbzeit sehr reif und dominant.»

Die Gäste aus dem Rheinland hatten deutlich mehr vom Spiel. Einziges Manko war, dass die Kölner die gefährlichen Ballverluste der Bremer wie von Fin Bartels und Gnabry im Aufbauspiel nicht besser nutzten.

Die Bremer Abwehr, die schwächste der Liga, hatte einiges zu tun. Nach dem ersten Zu-Null-Spiel am vergangenen Sonntag in Berlin dauerte es aber keine halbe Stunde, ehe sie wieder einen Gegentreffer kassierte.

Nach einem tollen Pass des starken Hector scheiterte Modeste zunächst an Werder-Keeper Jaroslav Drobny, doch Rudnevs passte auf und staubte alleinstehend ab. Den Bremern fiel hingegen wenig ein gegen den kompakten Abwehrverbund der Kölner, die in der Defensive mit einer Fünferkette verteidigten. Claudio Pizarro konnte sich ebenso wenig durchsetzen wie Sturmpartner Max Kruse, so dass Torwart Thomas Kessler anfangs einen ruhigen Nachmittag verlebte. Kurz nach seinem Fehler zum Ausgleich parierte der Torwart der Rheinländer aber gegen Gnabry und lenkte den Nachschuss von Pizarro an die Latte.

Durch den Ausgleich nach dem Torwartfehler wurde die Partie ausgeglichener. Beide Teams kamen in der zweiten Halbzeit zu Chancen. Der nach dem Gegentreffer verbesserte Kessler und Drobny konnten sich einige Mal auszeichnen.

Fotocredits: Carmen Jaspersen
(dpa)