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Bundesligafussball

Kevin Kampl: Alles über den neuen BVB-Hoffnungsträger

In der Bundesliga-Hinrunde lief bei Borussia Dortmund so gut wie nichts zusammen: Der 17. Platz nach 17 Spielen ist natürlich indiskutabel. Gerade mal 15 Punkte stehen auf der Habenseite des BVB. 2015 soll alles besser werden: Einerseits, weil Marco Reus wieder fit ist und nach dem völlig verkorksten Jahr 2014 wieder in die Spur finden will. Andererseits, weil die Dortmunder in der Winterpause die Vereinsschatulle noch einmal richtig geplündert haben: Für zwölf Millionen Euro holten sie den 24-jährige Mittelfeldspieler Kevin Kampl von RB Salzburg nach Dortmund.

Aus der 2. Liga nach Österreich

Der gebürtige Solinger Kampl ist slowenischer Abstammung und begann seine Laufbahn bei Bayer 04 Leverkusen. 2010 wurde er an die SpVgg Greuther Fürth verliehen, ehe er zum VfL Osnabrück wechselte. Die nächste Station war im Sommer 2012 der Zweitligist VfR Aalen. Nach nur vier Spielen hatte Kampl zwei Tore und zwei Assists erzielt – ein Einstand nach Maß!

Das blieb auch in Österreich nicht unbemerkt: RB Salzburg, Abo-Meister mit dem mächtigen Brausefabrikanten Dietrich Mateschitz im Rücken, lotste Kampl in die Alpenrepublik. Nach nur zwei Monaten in Aalen wurde Kampls Vertrag aufgelöst, wenigstens konnten die Baden-Württembergern noch eine Ablöse von 3 Millionen Euro erzielen. In Salzburg nahm Kampls Karriere richtig Fahrt auf: RB wurde mit 22 Punkten Vorsprung Meister und holte den Pokal. Seine persönliche Bilanz: 29 Tore und 54 Assists in 109 Spielen. Zudem wurde Kampl noch zum Liga-Spieler des Jahres 2014 und slowenischen Spieler des Jahres 2013 gekürt.

Entscheidung fürs slowenische Nationalteam

Da war die Berufung zum Nationalspieler nur noch eine Frage der Zeit: Kampl entschied sich für Slowenien aufzulaufen, das Land seiner Eltern. Er hätte auch deutscher Nationalspieler werden können. Sein Debüt in einem A-Länderspiel gab er im Oktober 2012 beim 2:1 im Freundschaftsspiel gegen Zypern. Auch beim EM-Qualifikationsspiel der Slowenen im Londoner Wembley-Stadion gegen England (1:3) stand Kampl in der slowenischen Anfangself.

Jetzt steht Kampl vor seiner größten Herausforderung. Er soll den schlingernden Riesen BVB wieder nach oben bringen. Natürlich nicht alleine, aber die Erwartungshaltung ist bei zwölf Millionen Ablöse natürlich immens. Dennoch sind sich Bundesliga-Tipps landauf und landab einig: Borussia Dortmund als Absteiger? Undenkbar!

Foto: By Steindy (talk) 11:58, 16 July 2014 (UTC) (Own work) [GFDL 1.2 (http://www.gnu.org/licenses/old-licenses/fdl-1.2.html)], via Wikimedia Commons