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Bundesligafussball

Mainz vergrößert Sorgen beim FC Ingolstadt

Mainz – Der FSV Mainz 05 hat die sportliche Krise des FC Ingolstadt noch einmal drastisch verschärft. Die Rheinhessen gewannen ihr Heimspiel am 9. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit 2:0 (0:0) und bescherten dem Team von Trainer Markus Kauczinski damit die siebte Saison-Niederlage.

Vor 24 197 Zuschauern trafen Yunus Malli (51. Minute/Foulelfmeter) und der eingewechselte Levin Öztunali (85.) für die Mainzer. Der ebenfalls eingewechselte FCI-Profi Max Christiansen handelte sogar noch eine Gelb-Rote Karte (87.) wegen wiederholten Foulspiels ein.

Nach einem weiteren Rückschlag bleiben die Oberbayern als eines von zwei Teams in der Bundesliga sieglos. Der Abstand auf die Nicht-Abstiegsplätze ist für den FCI bereits auf fünf Punkte angewachsen. Kauczinski, der nach dem Fehlstart in die Spielzeit immer wieder Rückendeckung von Sportdirektor Thomas Linke erhalten hatte, hinkt deutlich hinter den Erfolgen seines Vorgängers Ralph Hasenhüttl her und wird in den kommenden Wochen noch stärker unter Siegzwang geraten.

Nachdem sowohl Mainz als auch Ingolstadt unter der Woche im Pokal ausgeschieden waren, nahmen beide Trainer Wechsel in ihren Startformationen vor. Martin Schmidt brachte nach dem unerwarteten 1:2 in Fürth fünf neue Akteure, darunter die Offensivspieler Jhon Cordoba und Jairo Samperio, die unter der Woche eine Pause erhalten hatten. Kauczinski veränderte seine Elf in allen Mannschaftsteilen und tauschte im Vergleich zum Pokal-Aus in Frankfurt gleich sieben Profis aus.

Die Mainzer benötigten eine gewisse Zeit, um in die von Anfang an intensiv geführte Partie zu finden. Nach zwei Warnschüssen von Pablo De Blasis und Cordoba war es daher auch FCI-Stürmer Lukas Hinterseer, der die erste größere Chance vergab, als er das Tor mit einem  Volleyschuss an die Oberkante der Latte nur knapp verfehlte (20.). Im direkten Gegenzug entschärfte Ingolstadts Schlussmann Ørjan Nyland einen Kunstschuss von Jairo von der Strafraumlinie.

Die Unsicherheit durch die jüngsten Misserfolge war beiden Teams deutlich anzumerken. Obwohl die Rheinhessen mehr für das Spiel machten, fanden auch sie in den ersten 45 Minuten kaum den Weg vor das gegnerische Tor. Eine herausgespielte Gelegenheit blieb bis zum Pausenpfiff komplett aus, stattdessen häuften sich Abspielfehler und technische Unzulänglichkeiten.

Nach dem Wechsel kamen die Mainzer etwas stärker auf, die Belohnung folgte prompt: Nachdem FCI-Angreifer Moritz Hartmann seinen Gegenspieler Daniel Brosinski im eigenen Strafraum ungeschickt an der Schulter berührte, entschied Referee Manuel Gräfe auf Strafstoß. Der Deutsch-Türke Malli verwandelte in der bis dato niveauarmen Partie zur Führung für die Schmidt-Elf. Nur wenige Minuten später hätte Hartmann seinen Fehler wiedergutmachen können: Der Stürmer umkurve Mainz-Keeper Jonas Lössl, scheiterte aber mit seinem  Flachschuss am auf der Linie klärenden Alexander Hack.

In der Schlussphase erhöhte Kauczinski mit seinen Schanzern das Risiko und brachte Mathew Leckie und Stefan Lex als frische Kräfte im Angriff. Wirklich Gefahr strahlten aber auch diese nicht mehr aus. Stattdessen vollendete Öztunali eine Minute nach seiner  Einwechslung zum 2:0-Endstand und damit zur endgültigen Entscheidung.

Fotocredits: Ronald Wittek
(dpa)