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Bundesligafussball

Nach Pokal-Kampf: Leverkusen sorgt sich um Baumgartlinger

Pforzheim – Mit einem mulmigen Gefühl kehrte Bayer-Trainer Heiko Herrlich trotz der gelösten Pflichtaufgabe nach Leverkusen zurück. Der Ausfall des defensiven Mittelfeldspielers Julian Baumgartlinger dämpfte die Stimmung.

Schon vor den genauen Untersuchungen befürchtete Herrlich eine längerfristige Zwangspause. «Das Innenband scheint gerissen zu sein. Er wird uns definitiv die nächsten Wochen fehlen», klagte der 46-Jährige nach dem mühsamen 1:0 beim badischen Fünftligisten 1. CfR Pforzheim. Die Verletzung des Österreichers vor dem Bundesliga-Auftakt am kommenden Samstag in Mönchengladbach wäre «tragisch», meinte Herrlich: «Wir müssen nun schon improvisieren. Das ist eine schwierige Situation für uns.»

An Krücken war Baumgartlinger aus dem kleinen Holzhof-Stadion gehumpelt, mit Schmerzen am linken Knie war der 30-Jährige kurz vor der Halbzeit vom Platz getragen worden. In der vergangenen Rückrunde der Fußball-Bundesliga war er einer der Stützen der Rheinländer gewesen. Nun reihte er sich ein in eine längere Liste von Ausfällen.

Auch wann Baumgartlingers Mittelfeld-Kollege Charles Aránguiz wieder bereitsteht, wusste Herrlich noch nicht. Torhüter-Neuzugang Lukas Hradecky, Panagiotis Retsos, Joel Pohjanpalo, Leon Bailey und Karim Bellarabi fehlten eine Woche vor der weitaus kniffligeren Herausforderung in Mönchengladbach ebenso verletzt oder angeschlagen.

Freiwillig dagegen puzzelte Herrlich seinen Pokal-Kader ohne Benjamin Henrichs zusammen. Das 21 Jahre alte Talent würde gern zur AS Monaco wechseln und hat seinen Wunsch bereits beim Coach vorgetragen. «Ich kenne aber nicht genau die Hintergründe. Das entscheide ich nicht alleine», sagte der Trainer. Gerüchte um einen möglichen Abschied von Linksverteidiger Wendell und um Bayers vermeintliches Interesse an Abwehrspieler Douglas Santos vom Hamburger SV kommentierte er nicht.

Sportlich zählte in Pforzheim für den Europa-League-Teilnehmer allein das Weiterkommen. Der Erstligist tat sich schwer, gegen die dicht gestaffelte Oberliga-Defensive Lösungen zu finden. Einen Foulelfmeter nutzte der Argentinier Lucas Alario (27. Minute) zum einzigen Tor.

Dass Leverkusen in dieser Saison mit einem Entwicklungsschritt die Rolle als Bayern-Jäger einnehmen könne, tat Stürmer Kevin Volland als Spekulationen von außen ab. Die Qualifikation für die Champions League lautet aber das selbst erklärte Ziel. «Von der Qualität sind wir sicher eine Mannschaft, die ein ernstes Wort mitreden kann», stellte Kapitän Lars Bender klar.

Fotocredits: Uli Deck
(dpa)

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