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Bundesligafussball

Nachwirkungen der WM – müssen die Bayern für den Erfolg bezahlen?

Die deutsche Nationalmannschaft gewann das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Argentinien, während die Niederlande gegen Brasilien den dritten Platz erreichten. In drei der vier Mannschaften, die sich am letzten WM-Wochenende noch im Turnier befanden, standen Spieler des FC Bayern München. Gefährdet der Erfolg in Brasilien die Vorbereitung der Mannschaft auf die neue Bundesliga-Saison, so dass der Club durch die Erfolge seiner Nationalspieler belastet wird?
Fußballstadion vom Eckpunkt aus

Kein Verein stellte so viele Spieler für die WM ab wie Bayern München

Am Endspiel der deutschen Nationalmannschaft in Brasilien nahmen sechs Bayern-Profis teil. Mit Toni Kroos ist einer der Spieler zu Real Madrid gewechselt, so dass im aktuellen Kader der Münchener fünf deutsche WM-Finalteilnehmer stehen. Hinzu kommen Dante und Arjen Robben, die für Brasilien beziehungsweise für die Niederlande aufgelaufen sind. Die WM-Teilnehmer gehen zunächst in den Urlaub und nehmen das reguläre Training erst am 5. August auf. Sie fehlen somit bei den traditionell der Teambildung dienenden ersten Trainingseinheiten. Beim Spiel um den Supercup wird Pep Guardiola i Sala seine WM-Teilnehmer zumindest teilweise schonen. Die Bayern denken an die Saison 2010/2011 zurück, als sie ebenfalls die meisten Nationalspieler für die Weltmeisterschaft abgestellt hatten und in den ersten Spielen viele Punkte verloren.

Von 2010 bis 2014 gab es eine Entwicklung

Für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 hatte der FC Bayern München gleich acht deutsche und zwei ausländische Nationalspieler abgestellt. Die Anzahl der durch internationale Einsätze belasteten Spieler hat sich verringert. Das liegt nicht an der geringeren Qualität des Kaders, sondern an Verletzungen und bei einigen internationalen Stars schlicht daran, dass sich ihr Land nicht für die Weltmeisterschaftsendrunde qualifizieren konnte. Zugleich hat der FC Bayern München seinen Profikader vergrößert, so dass der Trainer fast zwei gleichwertige Teams aufstellen kann. Zudem fiel die Überlegenheit der Münchener in der vergangenen Saison einmalig stark aus. Hans-Joachim Watzke, der Vorsitzende der Geschäftsführung von Borussia Dortmund, stuft die Bayern konsequenterweise auch in der neuen Spielzeit als kaum schlagbaren Meisterschaftsanwärter ein.

Die Ablehnung des Antrages auf eine Saison-Verschiebung

Dass der FC Bayern München anregte, den Saisonstart um eine Woche auf den 29. August zu verschieben, ist aus Sicht der Münchener verständlich. Das gilt aber auch für die einhellige Ablehnung ihres Antrages durch die anderen Bundesliga-Mitglieder. Diese nehmen die erschwerte Saisonvorbereitung der Bayern als willkommene Gelegenheit wahr, die Dominanz der Münchener etwas abzubauen.

Fotocredit: bilderstoeckchen – Fotolia