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Bundesligafussball

Portugal steht Kopf

Portugal gewinnt die EM 2016, Cristiano Ronaldo weint vor Freude

Ausnahmezustand in Portugal und Paris: Unmittelbar nach dem Sieg über Frankreich starteten in ganz Portugal die Feierlichkeiten zum Titelgewinn – die Nacht wurde zum Tag. Zwölf Jahre nach der letzten EM-Finalteilnahme und der knappen Niederlage im eigenen Land, ging der Titeltraum der Portugiesen endlich in Erfüllung.


Es war beinahe Mitternacht, als der frisch gekürte Europameister letzte Nacht mit dem Bus am Teamhotel ankam. Ein Spalier purer Freude erwartete das Team von Trainer Fernando Santos. Portugal hat endlich einen Titel und eine unglaublich dramatische Geschichte dazu.

Zwölf Jahre nachdem die Portugiesen das Finale einer Europameisterschaft im eigenen Land gegen Griechenland verloren hatten, darf das Team um Kapitän Cristiano Ronaldo endlich den lang ersehnten Pokal in die Höhe halten. Im Finale gegen Gastgeber Frankreich siegten die Portugiesen knapp mit 1:0.

Happyend trotz Verletzungs-Schock

Ausnahmezustand in Lissabon: Ganz Portugal ist eine Freudeninsel. Im Mittelpunkt steht jedoch hauptsächlich ein Mann: der 31-jährige Topstar Cristiano Ronaldo. Seine Knieverletzung in der 25. Minute sorgte für viel Dramatik und Tränen. Doch dieses Drama sollte ein Happyend bekommen: Nachdem das Finale zwischen Frankreich und Portugal mit 0:0 in die Verlängerung ging, konnte der eingewechselte, aber sehr überzeugende Éder in der 109. Minute vor knapp 76.000 Zuschauern aus etwa 25 Metern links unten einnetzen.

„Er hat einen fantastischen Mannschaftsgeist“

Portugal wollte den Sieg und bekam ihn auch – trotz schwacher Leistungen im Turnier. Doch dieses Mal war eine Sache anders: Knapp 100 Minuten mussten die Portugiesen ohne Cristiano Ronaldo kämpfen. Nach der Knieverletzung des 31-jährigen unterstützte der Superstar seine Mannschaft von der Bank aus und das zur Freude seines Trainers Fernando Santos: „Unser Kapitän hat alles gegeben. Er wurde oft kritisiert, aber er hat einen fantastischen Mannschaftsgeist und das hat er heute wieder gezeigt. Er hat alles Menschenmögliche versucht, zwei Mal wollte er weiterspielen, doch er konnte nicht mehr. Seine Präsenz aber in der Kabine und auf der Bank war sehr wichtig. Wie er mich unterstützt hat und mir geholfen hat meine Nachrichten an das Team weiterzugeben und wie er sie ermutigt hat war beeindruckend. Er hat ihnen gesagt, dass heute unser Tag ist, er hat genauso wie ich fest daran geglaubt.“ sagte der Coach in der Pressekonferenz nach dem Spiel.

„Wir müssen das für ihn gewinnen“

Auch Mannschaftskollege Pepe ist stolz auf seinen Kapitän: „Es war schwer, weil wir unseren besten Spieler verloren hatten. Den Spieler, in den wir unsere Hoffnungen gelegt hatten, weil er ein Spieler ist, der einfach jeden Moment treffen kann. Wir alle kennen die Fähigkeiten, die Cristiano Ronaldo hat. Als er dann sagte, dass es für ihn nicht mehr weiter ginge, habe ich versucht den Anderen zu sagen, dass wir das für ihn gewinnen müssen, dass wir für ihn kämpfen müssen und niemals aufgeben dürfen.“

Cristiano Ronaldo weinte, nachdem er den Kampf gegen sein Knie verlor. Er ließ sich unter Tränen vom Platz tragen. Sein Fußballherz schien gebrochen. Doch am Ende erinnerte er sich bloß noch an die Freudentränen nach dem Abpfiff. Portugal ist Europameister und ein ganzes Land tanzt und feiert. An diesem Abend ist sicher nicht nur Ronaldos Traum wahr geworden, denn Portugal hat sein Trauma besiegt. Vor und während des Turniers hätte keiner auch nur einen Cent auf sie gesetzt, doch jetzt schreiben sie Geschichte als Europameister.

Video: www.youtube.com/watch?v=-MC_MQ-YbZg
Foto: Screenshot aus Video