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Bundesligafussball

Profi-Gehälter


Nach den wochenlangen Diskussionen über eine Einführung eines Mindestlohnes und der zu hohen Besoldung von Managern rücken auch die Gehälter von Fußballern immer wieder in Fokus der Öffentlichkeit.

Wenn ein Profi-Fußballer in einer Woche mehr verdient als ein normaler Arbeitnehmer in einem Jahr, kann man schon von sozialer Ungerechtigkeit sprechen. Ähnlich wie bei den Managern bilden Profi-Fußballer eine elitäre Berufseinheit, deren hohe Anforderung eine derartige Besoldung rechtfertigt. Das Talent, ein Spiel mittels seiner besonderen Fähigkeit zu beeinflussen, soll entsprechend belohnt werden. Bei außergewöhnlichen Spielern wie Zidane, Ronaldinho, Cristiano Ronaldo, Frank Ribery mag dies durchaus gerechtfertigt sein, aber auch viele mittelmäßige Kicker kassieren Gehälter in Millionenhöhe.

Die Idealvorstellung des Sports mit seinen gesellschaftlichen und sozialen Aspekten müsste eigentlich eine Gehaltsobergrenze, wie sie in einigen amerikanischen Sportarten praktiziert wird, in jeder Sportart vorsehen. Die Abwanderung von guten Spielern zu den finanzstärksten Klubs wäre somit ein Riegel vorgeschoben und lediglich die sportliche Perspektive, die sich durch Ausgeglichenheit bei einigen Klubs erheblich verbessern würde, wäre entscheidend für die Klubwahl des Profis. Mit dieser Ausgeglichenheit würde auch der Spannungsfaktor innerhalb der Ligen auch wesentlich erhöht.

Soweit die Theorie! Die Realität sieht leider etwas anders aus. Wie Studien bereits in mehreren sportlichen Sektoren bewiesen haben, „schießt Geld nicht immer Tore“. Trotz erheblicher Investitionen konnten Klubs nicht zur Verbesserung der eigenen sportlichen Situation beitragen. Die Attraktivität durch Ausgeglichenheit ist ebenfalls nicht gegeben, im Gegenteil, Favoriten wie Bayern München, Real Madrid oder Juventus Turin füllen die Stadien der Konkurrenten, weil ein jeder hofft, dem großen Favoriten ein Bein stellen zu können. Mit zunehmender Ausgeglichenheit wäre ein Sieg gegen Bayern München einfach zu trivial, um die Zuschauer in Massen anzulocken. Zudem werden auch gerade in den amerikanischen Vorbildern die Gehaltsobergrenzen mittels lukrativer Werbeverträge umgangen. Kann ein Verein nicht durch die Gehaltsperspektive locken, verschafft er dem Profi neue Werbeverträge, die an eine Vereinszugehörigkeit gebunden sind, und erhöht dadurch die eigene Attraktivität.

Wie der Kirch-Krise bereits bewiesen hat oder die italienische Liga mit ihren Millionen-Schulden jedes Jahr aufs Neue beweist, gehört jede Menge Vernunft zum Managen eines Klubs. Die Situation der sogenannten „kleinen“ Klubs würde auch durch eine Gehaltsobergrenze nicht verbessert und die Erhöhung der Attraktivität ist nachweislich nicht belegt. Als Fan kann man die Gehälter dank wunderschöner Tore recht schnell vergessen.

One Comment

  1. Peter Schmied

    13. Januar 2013 at 20:45

    Ich finde es eine Frechheit,dass Bundesligaspieler
    in einem Jahr mehrere Millionen Euro bekommen auch wenn sie noch so gute Spieler sind.
    Hoffentlich wird dieser Wahnsinn bald ein Ende
    haben.Es dürfte kein einziger Zuschauer mehr in die
    Stadien gehen um ein Fussballspiel zu sehen,dess weiteren müssten die Vereine die Polizeieinsätze
    bei Bundesligaspielen selbst bezahlen und nicht der Steuerzahler

    Es gibt genug Berufsgruppen die einen schweren
    Beruf ausüben,die Verheiratet sind und Kinder zu
    Ernähren haben,die Volkswirtschaftlich wertvoller
    als ein Kicker sind und im Verhältniss mit einem Hungerlohn auskommen müssen.