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Bundesligafussball

Rafinha sauer auf Kovac: «Abschiedsspiel weggenommen»

München (dpa) – Nach einer persönlich durchwachsenen letzten Saison beim FC Bayern hat Abwehrspieler Rafinha Trainer Niko Kovac deutlich kritisiert. Vor allem seine Nicht-Einwechslung am letzten Spieltag der vorigen Saison in der Fußball-Bundesliga nimmt der Brasilianer dem Coach übel.

«Das war ein Tiefschlag, der negative Höhepunkt! Ich war so enttäuscht! Der Trainer wusste, dass es mein letztes Spiel ist», sagte Rafinha der «Sport Bild» und ergänzte: «Der Trainer hat mir mein Abschiedsspiel weggenommen.» Auch im DFB-Pokalfinale gegen Leipzig (3:0) eine Woche später kam Rafinha nicht zum Einsatz.

Der 33-Jährige, der zu Flamengo nach Rio de Janeiro wechselte, sagte: «Irgendetwas zwischen Trainer und Mannschaft fehlte, vielleicht, weil er nur wenigen Spielern vertraut hat, zu selten den Kontakt zu den anderen gesucht hat.» Anders als seine Vorgänger habe es Kovac nicht geschafft, die Unzufriedenheit bei den illustren Ersatzspielern zu verkleinern, meinte Rafinha. Er selbst sei nach einem Auftaktgespräch mit dem Coach auch von mehr Einsatzzeiten in der Saison ausgegangen.

Dennoch zog der Südamerikaner nach acht Jahren bei den Bayern ein positives Fazit. Er wurde siebenmal Meister, viermal Pokalsieger und gewann 2013 die Champions League. «Ich hatte mehr glückliche als traurige Jahre», sagte er. Zu seiner Kovac-Kritik sagte Rafinha: «Ich will damit nicht nachtreten, nur zeigen, wie ich mich fühle.»

Fotocredits: Matthias Balk

(dpa)

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