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Bundesligafussball

Risiko oder Liquiditätserhalt? Spielerkauf auf Rate

So langsam beginnt die neue Saison der ersten Fußball-Bundesliga… das Transferfenster aber ist noch immer weit geöffnet. Die meisten Clubs der Liga aber haben den Großteil ihrer Transfers bereits getätigt… mit Ratenzahlung! Ablösesummen werden heute abgestottert statt direkt gezahlt. Selbst Clubgrößen wie Chelsea London ziehen mit. Wie hoch aber ist dabei das Risiko?

Ratenkredit

Als Beispiel:

Klaas-Jan Huntelaar wechselte 2010 für etwa 13 Millionen Euro Ablöse vom AC Mailand zum FC Schalke 04. Erst kürzlich wurde er vom BVB-Rivalen komplett bezahlt. Wäre der Erfolg Schalkes aber ausgeblieben und das internationale Geschäft nicht erreicht worden, würden die noch fehlenden Raten finanziell wehtun. So ginge es bei Misserfolg selbstverständlich fast jedem Verein. Es gibt aber auch Vorteile…

Viele Manager rechtfertigen das Prinzip der Ratenzahlung für ein probates und mittlerweile sehr verbreitetes Mittel der Transfers per Ablöse. Folgende Gründe dafür werden genannt:

  • Es ist ein Geben und Nehmen, jeder Verein ist mal auf eine Ratenzahlung angewiesen
  • Schaffung eines größeren finanziellen Spielraums
  • Schonung der Liquidität
  • Wer die Ablösesummen nicht auf einmal zahlt, hat mehr finanzielle Mittel für weitere Transfers und Gehälter
  • Ist die Intention bei einem Spielerkauf die, den Jungen innerhalb seiner Vertragslaufzeit gewinnbringend weiterzuverkaufen, ist es sinnvoll die Zahlung nach hinten zu schieben, denn so kann die Einnahme mit den noch offenen Raten verrechnet werden.

 

Aktuelle Transfers auf Raten:

Daniel Ginczek: Auf Rate vom FC. St. Pauli zum Erstligisten 1. FC Nürnberg
Nils Petersen: In 3 Raten vom FC Bayern München zu Werder Bremen
Luca Caldirola: Auf Rate von Inter Mailand zu Werder Bremen
André Schürrle: Auf Rate von Bayer 04 Leverkusen zum FC Chelsea
Ádám Szalai: Auf Rate vom 1. FSV Mainz 05 zum FC Schalke 04
Heung Min Son: Auf Rate vom Hamburger Sportverein zu Bayer 04 Leverkusen
Lasse Sobiech: Auf Rate vom Vize-Meister Dortmund zum Hamburger Sportverein
Timm Klose: Auf Rate vom 1. FC Nürnberg zum VfL Wolfsburg

Noch sind keine Negativbeispiele veröffentlicht worden, da die Vorteile klar auf Seiten des Raten-Prinzips liegen. Selbst Zinszahlungen sind vertraglich abgesichert, wobei diese wohl niedrig gehalten werden. Trotzdem erinnert mich das Ganze an eine Media Markt-Verkaufsaktion…

Bild: Andreas Pulwey – Fotolia