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Bundesligafussball

Sechster Sieg in Serie: Schalker vertagen Bayern-Feier

Gelsenkirchen – Die Minimalisten des FC Schalke 04 sind dem Champions-League-Comeback nach vier Jahren einen weiteren Schritt näher gekommen und haben die Oster-Meisterfeier des FC Bayern schon vor dem Anpfiff des Spitzenspiels in München vertagt.

Gegen den SC Freiburg gewannen die Schalker nach mäßiger Leistung mit 2:0 (0:0) und festigten durch den insgesamt sechsten Erfolg in Serie bei insgesamt 9:1 Toren Platz zwei.

Die Tore für die Gelsenkirchener erzielten der Ex-Freiburger Daniel Caliguiri (63., Foulelfmeter), der schon beim 1:0 im Hinspiel den Siegtreffer erzielt hatte, und Guido Burgstaller (71.). Damit war bereits um 17.22 Uhr klar, dass dem FC Bayern selbst ein Sieg am Abend gegen Borussia Dortmund nicht zum vorzeitigen Gewinn des Meistertitels am 28. Spieltag reichen würde.

Freiburg verlor zum vierten Mal in Folge und müssen sich wieder verstärkt mit dem Abstiegskampf auseinander setzen. An den nächsten vier Spieltagen treffen die Breisgauer auf Wolfsburg, Mainz, Hamburg und Köln – jene vier Teams, die in der Tabelle hinter dem SC liegen. Gegen Wolfsburg wird allerdings Kapitän und Torjäger Nils Petersen fehlen, der in der 66. Minute wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte sah. Sein Trainer Christian Streich echauffierte sich darüber so sehr, dass er auf die Tribüne geschickt wurde.

Schalke-Trainer Domenico Tedesco setzte schon vor dem Anpfiff ein Zeichen: Er beorderte die wechselwilligen Jungstars Max Meyer und Thilo Kehrer auf die Bank – und wechselte sie später auch nicht ein. Streich überraschte mit dem Startelf-Einsatz von Vincent Sierro, der im Kalenderjahr 2018 noch nicht einmal im Kader gestanden hatte. Der Schweizer dankte es mit einer guten Leistung im defensiven Mittelfeld und dürfte nach dem dritten Saison-Einsatz eine echte Alternative sein.

Die erste Halbzeit war zäh und langweilig. Die Freiburger bereiteten den Schalkern mit ihrem 5-2-3-System und ihrem aggressiven Pressing einige Probleme. Lediglich während einer etwas besseren Phase zwischen der 11. und 23. Minute kamen die Schalker überhaupt zu Abschlüssen. Caligiuri (11.), Franco Di Santo (12.) und Guido Burgstaller (14.) bereiteten SC-Keeper Alexander Schwolow aber wenig Probleme, Abwehrchef Naldo köpfte knapp vorbei (23.).

Tedesco praktizierte daraufhin einen Trick, den er schon beim 2:0 in Leverkusen angewandt hatte: Er schaute sich das Spiel nach der Pause für fünf Minuten an und reagierte mit einem Doppel-Wechsel: Amine Harit und Alessandro Schöpf kamen. Beide brachten frischen Schwung, doch die große Chance zur Führung hatte plötzlich Freiburg: Sierro traf nach Ablage des emsigen Nils Petersen den Pfosten (61.).

Absolut glücklich kam Schalke dann nach dem Gegenzug zur Führung. Manuel Gulde trat Breel Embolo auf den Fuß, Caliguiri verwandelte den Elfmeter. Nach dem dummen Platzverweis von Petersen war das Spiel dann vorentschieden: Der Stürmer sah Gelb wegen Meckerns, hörte nicht auf zu schimpfen und musste vom Platz. Nur neun Minuten nach dem Platzverweis traf dann Guido Burgstaller zum Endstand. Für den Österreicher war es das neunte Saisontor.

Fotocredits: Ina Fassbender
(dpa)

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