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Bundesligafussball

Stefan Kuntz verlässt den VfL Bochum

Eigentlich könnte man beim VfL Bochum vollends zufrieden sein, obwohl man sich im Niemandsland der Tabelle wiederfindet. Allerdings die Blauen in diesem Jahr zu keinem Zeitpunkt in Abstiegsnot geraten und eine spielerische Verbesserung ist dank Sestek, Azaouagh und Ono klar zu erkennen.

Neben Trainer Koller gilt vor allem Manager Stefan Kuntz als Baumeister dieser kontinuierlichen Entwicklung. Glücksgriffe auf dem Transfermarkt wie im Vorjahr Gekas oder in diesem Jahr mit Sestek haben erheblich dazu beigetragen, dass die sportliche Entwicklung in Bochum klare Fortschritte macht. Allerdings wird dieses erfolgreiche Gespann vermutlich bald getrennte Wege gehen, denn Kuntz steht unmittelbar vor der Vertragsauflösung. Da ihm zudem ein Angebot des abstiegsbedrohten 1.FC Kaiserslautern vorliegt, wird ihm der Abschied wesentlich erleichtert.

Hintergrund sollen die ständigen Querelen mit dem allmächtigen Präsidenten Werner Altegoer sein, der schon seit über drei Jahrzehnten beim VfL in Ämtern und Verantwortung steht. Statt dem erfolgreichen Duo Kuntz und Koller im Bereich Sport die Kompetenz zuzustehen, mischt sich Altegoer immer wieder in die Belange der Beiden ein. Langfristig mochte sich Kuntz diesem Konflikt nicht weiter aussetzen und folgt dem Hilferuf der Roten Teufel.

Für den VfL entsteht nun das Problem, dass sich Kuntz durchaus als kompetent und Bereicherung heraus gestellt hat und man nun den Posten adäquat besetzen muss. Die vielen Kontakte von Kuntz, der in der Branche sehr geschätzt wird, gehen nun verloren und dies in einer Zeit, wo die ersten Gespräche über Vertragsverhandlungen und Transfers ihren Anfang nehmen. Bisher war es Kuntz eindrucksvoll gelungen, eine gute Mischung aus Geld und sportlicher Weiterentwicklung zu finden.

Letztendlich schadet sich der VfL mit dem Abgang von Kuntz sich selbst.