Die Bundesliga-Saison 2009/10 ist vorbei und Claudio Pizarro hat uns mit einem herrlichen Hackentor einen würdigen Abschluss unser beliebten Kategorie „Tor der Woche“ beschert.
Claudio Pizarro erzielte gegen den HSV (1:1) nicht nur das Tor der Woche und sicherte zugleich Werder Bremen die Champions-League-Qualifikation. Nein, der Peruaner darf sich jetzt auch offiziell torgefährlichster Ausländer der Bundesliga nennen – zusammen mit Giovane Elber. Beide haben 133. Bundesligatore erzielt, wobei Pizarro wohl spätestens in der kommenden Saison zum alleinigen Rekordhalter aufsteigen wird.
Und der 133. Bundesligatreffer war fantastisch. Clemens Fritz setzte sich auf rechts energisch gegen Jonathan Pitroipa durch und passt scharf vor den HSV-Kasten. Und da lauerte Pizarro, der die Kugel per Hacke unter die Latte bugsierte. Für Hamburg-Keeper Frank Rost gab es da nichts zu halten.
Somit erklären wir unsere Kategorie „Tor der Woche“ für die Saison 2010/09 für beendet und freuen uns, in der neuen Spielzeit wieder auf viele wunderschöne Treffer. In Kürze werden wir euch noch unser „Tor des Jahres“ präsentieren.
Falls ihr Vorschläge für den schönsten Treffer der Saison habt, dann teilt uns diese doch bitte über die Kommentar-Funktion mit.
Volleytore sind immer schön anzusehen. Das trifft auch auf den Treffer von Claudio Pizarro zu, der per Direktabnahme für Werder Bremen zum zwischenzeitlichen 1:1 gegen den VfL Bochum traf. Klare Sache für unser Tor der Woche.
Claudio Pizzaro ist phänomenal. In der ersten Halbzeit wurde der Peruaner im Spiel gegen den VfL Bochum noch geschont, um dann im zweiten Halbzeit mal eben mit einem Tor der Marke Tor des Monats die Bremer wieder ins Spiel zu bringen.
Tor der Woche durch Pizarro
Doch nicht nur der Treffer an sich, sondern auch die gefühlvolle Vorlage von Naldo war sehenswert (siehe Video). Der brasilianische Innenverteidiger chippte in bester Golfmanier den Ball über gut 25 Meter wunderbar in den Strafraum und genau in den Lauf von Claudio Pizarro. Und der Torjäger vom Dienst jagte die Kugel mit einem eleganten Scherensprung und per rechtren Volleyschuss trocken in die linke Torecke. Für VfL-Keeper Philipp Heerwagen gab es da nichts zu halten. Kleiner Trost: Er konnte das Tor der Woche wunderbar live mitverfolgen.
Somit schraubt Pizarro seine Torausbeute in der laufenden Saison auf 12 Treffer in die Höhe. Zudem erzielte der 31-Jährige in der Europa League satte 9 Tore für Werder Bremen.
Werder Bremen befindet sich auf Höhenflug. Auch dank des ausgeprägten Torinstinkts von Claudio Pizarro, auf den sich SVW-Trainer Thomas Schaaf auch am 9. Spieltag verlassen konnte. Der Stürmer markierte mit einem herrlichen Kopfball den 1:0-Führungstreffer gegen 1899 Hoffenheim und zugleich das Tor der Woche.
Bei Werder läuft es richtig rund. Der 2:0-Heimsieg gegen Hoffenheim war der dritte Bundesliga-Sieg in Serie und schon haben sich die Norddeutschen in der Spitzengruppe festgebissen. Auch dank Claudio Pizarro, der seinen sechsten Saisontreffer markierte.
Ab 1:58 Minuten gibt es Bewegtbilder vom Tor der Woche.
Claudio Pizarro ist ein Phänomen. Gleich im ersten Spiel nach seiner Rückkehr vom FC Chelsea trifft der Peruaner doppelt und verhalf Werder Bremen somit zum ersten Saisonsieg. Vor allem der zweiten Treffer war “zum mit der Zunge schnalzen” und ist somit unser Tor der Woche.
Im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach bewies Pizarro schon nach 21 Minuten seinen Torriecher und brachte die Hausherren per Abstauber im Weserstadion mit 1:0 in Führung. Beim 2:0 bewies der 30-Jährige seine technischen Fertigkeiten.
Nach schöner Vorarbeit von Marko Marin und Clemens Fritz überlistete Pizarro Gladbach Keeper Christofer Heimeroth mit einem herrlichen Hackentrick aus kurzer Distanz. 2:0 für Werder, die Vorentscheidung.
Den Schlusspunkt in einem einseitigen Spiel setzte Naldo kurz vor dem Abpfiff.
Jubel bei Werder Bremen! Der Wechsel von Claudio Pizarro ist endlich perfekt. Für den Wunschstürmer zahlen die Norddeutschen rund fünf Millionen Euro an den FC Chelsea. Doch jetzt hat Werder plötzlich ein Überangebot an Stürmern – klarer Fall, einer muss noch gehen.
Pizarro, der sich seinerseits über eine Rückkehr an die Weser freute, erhält einen Vertrag bis 2012, der mit einer beidseitigen Option für ein weiteres Jahr versehen ist. Damit der Wechsel zu einem Lieblingsklub überhaupt zustande kam, hat Pizarro Gehaltseinbußen in Höhe von einer Million Euro akzeptiert. Ihm werden aber immer noch knapp über drei Millionen jährlich bleiben, so dass er nicht am Hungertuch nagen muss.
Claudi Pizarro und Werder Bremen – das steht für eine erfolgreiche Kombination. Letztes Jahr spielte der 30-jäjhrige Peruaner bereits auf Leihbasis für die Grün-Weißen und war mit 17 Treffern erfolgreichster Stürmer des Klubs. Aber auch in der Zeit zwischen 1999 und 2001 ging der sympathische Stürmer für Bremen auf Torejagd.
Wer geht? Sanogo heißer Kandidat
Doch nach der Verpflichtung von Pizarro dürfte auch feststehen, dass ein anderer Angreifer den Klub verlassen muss. Zur Auswahl stehen Hugo Almeida, Boubacar Sanogo und der derzeit verletzt Markus Rosenberg.
Heißester Kandidat dürfte Sanogo sein. An ihm hatte letzt der AS St. Etienne verstärktes Interesse bekundet. Aber auch Rosenberg wurde in der Vergangenheit öfters mit Borussia Mönchengladbach in Verbindung gebracht.
Bahnt sich zwischen Werder Bremen und dem FC Schalke 04 ein spektakulärer Transfer an? Denn offenbar sind die Norddeutschen an einer Verpflichtung von Kevin Kuranyi interessiert. Dieser soll als Nachfolger für Claudio Pizarro an die Weser kommen.
Pizarro kam auf Leihbasis im Sommer vom FC Chelsea und konnte spielerisch bislang voll überzeugen. Der 29-Jährige ist mit 15 Saisontoren der gefährlichste Angreifer in Reihen der Schaaf-Elf, doch stand er zuletzt in seiner Heimat Peru im Verdacht der Steuerhinterziehung und Geldwäsche, so dass Werder wohl die Kaufoption nicht ziehen wird.
Mit Kuranyi soll nun ein potentieller Nachfolger parat stehen, wie der “Bremer Anzeiger” in Erfahrung gebracht haben will. Ein Transfer wäre mehr als vorstellbar.
Bremens verkorkste Saison vertreibt sogar die eigenen Spieler. So hat jetzt Claudio Pizarro einen weiteren Verbleib an der Weser vom Erreichen eines Europapokal-Platzes abhängig gemacht.
Bislang ist der Stürmer nur vom FC Chelsea ausgeliehen, wo er einen Vertrag bis 2010 besitzt. Zwar würde man beim SVW den Peruaner gerne längerfristig binden, doch dafür sind die sportlichen Vorraussetzungen zu schlecht.
“Ich möchte in der kommenden Saison international spielen. Das ist ganz wichtig für mich”, sagte Pizarro der “Sport Bild” und machte klar. “Wenn ich in der Rückrunde viele Tore schieße, werden auf einmal andere Klubs auf mich aufmerksam.”
In der Liga steht Werder Bremen nur auf dem zehnten Platz und hat bereits neun Punkte Rückstand auf einen Uefa-Cup-Platz. Nicht unbedingt die besten Argumente für eine Weiterverpflichtung. Pizarro, der mit seinen elf Saisontreffern zu den wenig positiven Überraschungen des SVW 2008/09 zählt, macht sich hinsichtlich seiner Zukunftsplanung keinen Stress.
“Ich habe keine Eile, jetzt eine Entscheidung über meine Zukunft zu treffen”, ergänzte der 30-Jährige, der im Sommer wohl seinen letzten großen Vertrag seiner Karriere unterschreiben wird.
Zu welchem Verein sollte Claudio Pizarro wechseln?
Mario Mandzukic hat das Interesse von Werder Bremen geweckt. Schon in der Winterpause wollten der SVW den jungen Stürmer von Dinamo Zagreb an die Weser holen, doch sein Klub lehnte einen Verkauf ab. Nun unternehmen die Grün-Weißen einen erneuten Versuch. Doch für den 22-Jährigen müssten sie tief in die Tasche greifen.
Wie die “Bild” berichtet fordert Zagreb eine Ablösesumme von über neun Millionen Euro. “Wenn ein Spieler unbedingt weg will, wird es schwer. Bremen ist ein großer Klub. Ich kann nicht garantieren dass nichts passiert”, orakelt Dinamo-Manager Zoran Mamic, um aber gleich seine finanziellen Forderungen hinterher zuschießen.
“Neun Millionen sind zu wenig. Dafür geben wir Manzukic an keinen anderen Verein ab.” In der laufenden Saison konnte der Torjäger in 15 Ligaspielen acht Treffer für den Spitzenreiter markieren.
Ob der junge Kroate soviel Geld wert ist, ist schwer zu beurteilen. Doch da mit Bayern München und Hertha BSC schon andere Bundesligisten ein Auge auf Mandzukic geworfen haben sollen, scheint sein Marktwert nicht ganz überzogen.
Der DFB hat in diesen Stunden viel zu tun. Nach drei roten Karten am 12. Spieltag gilt es zudem, die Aktionen von Trainer Jürgen Klopp und Werder – Stürmer Claudio Pizarro zu bewerten.
Der Fall Stajner
Es war bereits die 89. Minute, in der sich der Mittelfeldspieler von Hannover 96 zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ. Der Kölner Fußballprofi Roda Antar zog Jiri Stajner zuvor am Arm und gab ihm einen leichten Schubser, woraufhin der Tscheche dem Kölner in die Magengegend schlug. Die nächsten drei Spiele seiner Mannschaft kann sich Stajner nun von der Tribüne aus ansehen.
Am 8. Spieltag der Bundesliga konnten die Bremer wieder nicht gewinnen und trennte sich 3:3 unentschieden von Dortmund. Der einzige Lichtblick für die Werder-Fans war ein sehenswertes Tor von Pizarro, welches von uns zum Tor der Woche gekürt wurde.
Nach einem dramatischen Spielverlauf konnte Claudio Pizarro innerhalb von 120 Sekunden einen 2:1 Rückstand in einen 3:2 Vorsprung umwandeln, ehe der Ex-Bremer Mohamed Zidan zum 3:3 ausglich. Das zweite Tor von Piarro in der 90. Minute war eines der Marke “Weltklasse”. Nach einem weiten Einwurf von der Seitenlinie umkurvte der Stürmer Torwart Roman Weidenfeller, wechselte den Ball von seinem rechten auf den linken Fuß und schob ganz locker hinter dem Torwart ein.
Solche Spiele bekommen die Fans zur Zeit wohl nur im Bremer Weserstadion zu sehen. Der Anspruch der Mannschaft von Trainer Schaaf ist allerdings ein anderer.