Nun ist es perfekt: Jürgen Klinsmann ist nicht mehr Trainer des FC Bayern. Die Bayern-Bosse sahen sich nach der 0:1-Heimpleite gegen den FC Schalke 04 zum Handeln gezwungen, um die Saison noch zu retten. Für die restlichen fünf Spiele wird ab sofort Jupp Heynckes das Training übernehmen.
Die zehnmonatige Liaison zwischen Klinsmann und Bayern wird wohl als eines der größten Trainermissgeschicke in die Geschichtsbücher eingehen. Verkorksten Saisonstart (nur zwei Siege aus den ersten sieben Spielen), Viertelfinal-Aus im DFB-Pokal (2:4 gegen Bayer Leverkusen), peinliches Scheitern in der Champions League gegen den FC Barcelona und in der Bundesliga derzeit nur Dritter. Das hatten sich alle Beteiligten wohl anders vorgestellt.
Die Klinsmann-Trennung lag schon lange in der Luft. Auch im Großteil des FCB-Fanlagers wird man über diesen Schritt nicht traurig sein. Mehrten sich doch „Klinsmann-Raus“-Rufe in der Allianz-Arena.
Vielleicht hätte man dem 44-Jährigen noch etwas mehr Zeit geben können. Schließlich ernten Felix Magath beim VfL Wolfsburg und Lucien Favre bei Hertha BSC auch jetzt erst die Früchte ihrer Arbeit. Doch Klinsmann hat mit einigen ungünstigen Entscheidungen für eine negative Stimmung gesorgt. Man denke nur an das Torwart-Hickhack, die Akte Lukas Podolski oder Landon Donavan.
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