Toni Kroos hat beim 4:2-Erfolg des FC Bayern München gegen den SC Freiburg das Tor der Woche erzielt. Mit einem satten Distanzschuss genau in den Giebel.
Der FC Bayern nimmt langsam Fahrt auf. In der Bundesliga-Tabelle hat sich der Double-Gewinner der Vorsaison nach dem 4:2-Sieg gegen den SC Freiburg auf den 7. Platz vorgeballert. Dabei konnten vor allem Danijel Pranjic (3 Vorlagen), Anatoli Timoschtschuk (1 Tor) und Mario Gomez (1 Tor) weiter Selbstvertrauen tanken, nachdem sie von FCB-Trainer Louis van Gaal in der letzten Saison kaum Wertschätzung genossen. Doch angesichts der nicht enden wollenden Verletztenmisere liegt es nun an Reservespielern, die Kohlen aus dem Feuer zu holen.
Auch Toni Kroos konnte gegen den SC Freiburg sein erstes Tor für Bayern München erzielen. Und was für eins. Nach Zuspiel von Bastian Schweinsteiger zog der offensive Mittelfeldspieler zentral vor das Tor und jagte die Kugel aus rund 25 Metern unhaltbar in den Winkel. Wunderschön und das Tor der Woche am 10. Spieltag.
Saisonaus für Ivica Olic
Obwohl die Ergebnisse beim Rekordmeister jetzt stimmen, ist von eitel Sonnenschein keine Spur. Ivica Olic fällt mit Außenmeniskus- und Knorpelschaden wohl für den Rest der Saison aus und Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat mächtig gegen van Gaal gepoltert.
Eigentlich kann Deutschland die jährliche Suche nach dem Supertalent einstellen. Denn das größte Talent heißt Toni Kroos – zumindest was den Fußball angeht. Was der Mittelfeldspieler derzeit auf dem Platz abliefert, ist einfach nur überragend. Ja fast schon weltklasse. Das ist auch Trainer Jupp Heynckes zu verdanken. Der Trainer von Bayer Leverkusen ist auf dem besten Weg, den Shootingstar zu einem absoluten Starspieler zu entwickeln.
Der Wechsel von Bayern München zu Bayer Leverkusen war das Beste, was Toni Kroos passieren konnte. Das war in der Winterpause 2008/09. Beim FC Bayern kam er aufgrund der starken Konkurrenz nicht zum Zuge, was in dieser Saison wohl kaum anders gewesen wäre. Auch wenn FCB-Trainer Louis van Gaal als Förderer von jungen Spielern gilt – siehe Holger Badstuber und Thomas Müller – hätte er einen schweren Stand.
Heynckes als Förderer von Kroos
Zwar saß der 20-Jährige, der am 4. Januar 1990 in Greifswald geboren wurde, anfänglich unter Bayer-Trainer Bruno Labbadia auch nur auf der Bank, doch auch als Joker wusste Kroos mit seiner Genialität und Fußballkunst zu überzeugen. Und spätestens nachdem Labbadia-Nachfolger Jupp Heynckes intensiv an den Schwächen, wie körperliche Defizite und Defensivverhalten des Spielgestalters gearbeitet hat, führte der Weg unaufhaltsam in die Stammelf von Bayer Leverkusen.
Bayer Leverkusen macht sich schon mal auf die Suche nach einem Nachfolger für Toni Kroos. Dabei hat die Werkself angeblich die Augen nach Bosnien gerichtet. Dort spielt bei FK Velez Mostar der ebenfalls sehr talentierte Amer Osmanagic.
Mit der Ausleihe von Toni Kroos nach Leverkusen hat der FC Bayern alles richtig gemacht. In München wäre der 20-Jährige wahrscheinlich nie so zum Zuge gekommen. Bei Bayer hat das offensive Mittelfeldtalent hingegen nach anfänglichen Problemen voll eingeschlagen und überzeugt seit Wochen mit starken Leistungen. Doch im Sommer ist Schluss und Bayern darf sich über einen fast fertiggeschliffenen Diamanten freuen.
Folgt Osmanagagoc auf Kroos?
Kein Wunder, dass Bayer-Trainer Jupp Heynckes für die kommende Saison einen ähnlichen Spielertypen sucht. Doch Spieler, die mit einem solchen Talent ausgestattet sind, gibt es ja nun nicht unbedingt wie Sand am Meer. Vielleicht ist Leverkusen aber schon in Bosnien fündig geworden.
Moskau und Gala pokern mit
Gerüchten zufolge soll Bayer an einer Verpflichtung von Amer Osmanagic interessiert sein. Der ist auch 20 Jahre alt, auf der Position des Spielmachers zuhause und gilt in seiner Heimat als großes Talent. Vor allem sein Passspiel wird immer wieder angepriesen. Und das Beste daran: Der Vertrag von Osmanagic läuft in Mostar zum Saisonende aus.
Selbstverständlich buhlt aber nicht nur Leverkusen angeblich um den „neuen“ Kroos. Denn bislang sind Galatasaray Istanbul und Dinamo Zagreb in der Favoritenrolle. Doch bis eine endgültige Entscheidung getroffen ist, wird noch einiges an Zeit vergehen. Schließlich ist Leverkusen auch nicht die schlechteste Adresse – vor allem für junge talentierte Spieler, nicht wahr Herr Kroos.
Der 11. Spieltag bot so einige schöne Buden. Entsprechend schwer fiel uns die Wahl zum Tor der Woche. Am Ende machte Toni Kroos das Rennen. Das Mittelfeldtalent von Bayer Leverkusen traf im Spitzenspiel gegen den FC Schalke 04 mit einem herrlichen Volleyschuss.
Bei Toni Kroos ist endlich der Knoten geplatzt. Beim Spitzenreiter aus Leverkusen hat sich der 19-Jährige nach anfänglichen Problemen in der Saison einen Stammplatz im Mittelfeld erkämpft. Der Shootingstar zahlt das in ihn gesteckte Vertrauen durch starke Leistungen, Torvorlagen und schönen Toren zurück. So auch am 11. Spieltag.
Ein abgewehrter Eckball landet bei Kross und die Leihgabe des FC Bayern jagt die Kugel mit Backspin in die Maschen. S04-Keeper Manuel Neuer war chancenlos, da der Schuss verdeckt war. Das Tor der Woche ist ein weiteres Indiz für die herausragende Technik des herausragenden Talents.
Kein Wunder, dass Leverkusen Kroos gerne über die laufende Saison verpflichten will. Doch die Bayern denken derzeit nicht daran, den Shootingstar zu verkaufen. Sollte er sich aber erneut nicht im Münchener-Starensemble durchsetzen, wird aber früher oder später den deutschen Rekordmeister verlassen.