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Bundesligafussball

Tedesco bremst nach Sieg: Nur die Fans «dürfen träumen»

Leverkusen – Im Winter war Schalke 04 Tabellenzweiter, nach einer kurzen Schwächephase sind die Königsblauen nun wieder in der Spur und halten Kurs auf die Champions League. Beim 2:0 (1:0) bei Bayer Leverkusen zeigte Schalke keinen Zauberfußball, gewann aber verdient.

AUF DEM INDEX: Durch den Sieg im Westduell der Pokal-Halbfinalisten steht Schalke wieder auf einem Champions-League-Platz der Bundesliga. Öffentliches Gerede seiner Profis darüber will Trainer Domenico Tedesco aber nicht erlauben. «Die Fans dürfen davon sprechen und träumen», sagte Tedesco: «Bei uns ist das aber schlichtweg verboten. Denn erstens ist die Tabelle unheimlich eng und zweitens würden wir dann Gefahr laufen, den Fokus zu verlieren.»

GELÄUTERTER BENTALEB: In den vorherigen zwei Spielen gehörte 23-Millionen-Mann Nabil Bentaleb aus disziplinarischen Gründen nicht zum Kader der Schalker. Manager Christian Heidel unterstellte ihm egoistisches Verhalten. In Leverkusen kehrte der Algerier zunächst in den Kader zurück, wurde in der 66. Minute eingewechselt und durfte eine Minute vor Schluss sogar den Elfmeter zum 2:0 schießen. «Er hat mich angefleht zu schießen», sagte der ebenfalls als Schütze angedachte Daniel Caligiuri: «Nach den Trainingsleistungen der letzten Wochen hat er es sich verdient.»

FATALER STURZ: Überschattet wurde die Partie von einem Unglück auf den Zuschauerrängen: Zwei Schalke-Fans stürzten, einer verletzte sich dabei schwer und musste notärztlich versorgt werden. Er sei in einem «sehr kritischen Zustand», sagte Heidel. Auch Bayer-Sportchef Rudi Völler war geschockt: «Eine furchtbare Sache.»

ERNEUT DEZIMIERT: Wenn es zu Hause gegen die direkte Konkurrenz im Kampf um die Champions League geht, dezimiert sich Bayer Leverkusen regelmäßig selbst. Beim 2:2 gegen RB Leipzig sah Benjamin Henrichs in der 52. Minute Rot, beim 1:1 gegen Borussia Dortmund musste Wendell in der 41. Minute vom Platz, nun sah Dominik Kohr sogar schon in der 38. Minute Gelb-Rot. «Insgesamt waren wir nicht giftig genug», sagte Völler: «Und er war dann im falschen Moment zu giftig.»

Fotocredits: Marius Becker
(dpa)

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